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Schuldenkrise Altkanzler Schröder greift Großbritannien an

Als Antwort auf die Schuldenkrise fordert Ex-Kanzler Gerhard Schröder mehr europäische Zusammenarbeit. Auch Russland müsse stärker an Europa heranrücken, sagt der SPD-Politiker. Kritik müssen sich die Briten anhören.
28 Kommentare
Gerhard Schröder sieht vor allem die Rolle der britischen Finanzspekulanten kritisch. Quelle: ap

Gerhard Schröder sieht vor allem die Rolle der britischen Finanzspekulanten kritisch.

(Foto: ap)

BerlinAls Lehre aus der Euro-Krise fordert Alt-Kanzler Gerhard Schröder eine wesentlich stärkere Integration Europas und die Ernennung eines europäischen Finanzministers. „Man wird national Souveränitätsverzichte üben müssen“, sagte der SPD-Politiker unter Verweis auf das Budgetrecht der nationalen Parlamente dem „Spiegel“ vom Sonntag.

Man dürfe jetzt nicht länger fackeln, sondern müsse Ernst machen mit Kern-Europa. Andernfalls werde Europa zwischen Asien unter der Führung Chinas und einem wiedererstarkten Amerika in der Bedeutungslosigkeit versinken.

Schröder unterstützte auch das von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen ins Gespräch gebrachte Ziel der Vereinigten Staaten von Europa. „Das Europa, das ich mir vorstelle, ist ein stärker integriertes, ergänzt um die Mitgliedschaft der Türkei und eine Assoziierung Russlands“, erklärte der Alt-Kanzler.

Kritisch äußerte sich Schröder indes zur Rolle Großbritanniens, das nicht der Euro-Zone angehört. „Die größten Probleme macht Großbritannien“, sagte Schröder. Obwohl das Land den Euro nicht eingeführt habe, wolle es trotzdem bei der Gestaltung des Wirtschaftsraums immer mitreden. „Das geht nicht zusammen“, kritisierte der SPD-Politiker.

Die jüngsten Schritte von Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy hin zu einer gemeinsamen Wirtschaftsregierung begrüßte Schröder. Auch hier forderte er ein klares Bekenntnis zu einem Kern-Europa. „Die Entscheidung über die konkrete Ausgestaltung der Wirtschaftsregierung dürfen nur die Mitglieder im Euro-Raum treffen und nicht der Rat als Ganzes“, forderte der Alt-Kanzler.

CSU-Chef Horst Seehofer dagegen warnte vor einem Europa der zwei Geschwindigkeiten und der Abgabe nationaler Souveränitätsrechte an eine europäische Wirtschafts- und Fiskalunion. „Europa darf nicht auseinanderfallen“, sagte der bayerische Ministerpräsident dem „Spiegel“. Der Euro werde sich nicht retten lassen, indem immer neue Gremien und Instrumente geschaffen würden. „Wir wollen keinen europäischen Superstaat“, betonte Seehofer.

 

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28 Kommentare zu "Schuldenkrise: Altkanzler Schröder greift Großbritannien an"

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  • Um Gotteswillen Herr Schröder, was Reden Sie denn da, zügeln Sie sich bitte, oder wollen Sie uns auch noch in diesem Finanz Strudel mit einzubeziehen um uns auch zu ruinieren ?

    Die Türkei sollte die EU Meiden wie der Teufel das Weihwasser meidet ;-)

    Wir haben doch schon genug mit Israel zu tun, ein EU Balast können wir Wahrlich jetzt nicht gebrauchen und tragen.
    Die meisten Türken wollen die EU garnicht mehr, also lassen Sie es bitte sein. Investieren und fokussieren Sie bitte Ihre Energie, das christliche Abendland vor einer Armageddon zu retten. Sonst kommt wieder ein Antichrist wie im Jahre 1933....dann

  • Um Gotteswillen Herr Schröder, was Reden Sie denn da, zügeln Sie sich bitte, oder wollen Sie uns auch noch in diesem Finanz Strudel mit einzubeziehen um uns auch zu ruinieren ?

    Die Türkei sollte die EU Meiden wie der Teufel das Weihwasser meidet ;-)

    Wir haben doch schon genug mit Israel zu tun, ein EU Balast können wir Wahrlich jetzt nicht gebrauchen und tragen.
    Die meisten Türken wollen die EU garnicht mehr, also lassen Sie es bitte sein. Investieren und fokussieren Sie bitte Ihre Energie, das christliche Abendland vor einer Armageddon zu retten. Sonst kommt wieder ein Antichrist wie im Jahre 1933....dann

  • So ganz anders als Steinmeier, der die Geldschleusen gleich sperrangelweit öffnen wollte.

    In jedem Fall ist sie eine Gertieben; vor allem eine Getrieben der Situation in Deutschland. Wir haben ein Parlament, indem alle vertretenen Parteien am Euro festhalten, wir haben Medien, die das größtenteils gutheißen. Am traurigsten aber ist, dass der deutsche "Wutbürger", der ja für das alles zahlen wird müssen, das alles mitmacht und seinen Frust in Protesten beispielsweise gegen einen lächerlichen Bahnhof abläst. Er wird für das alles noch bitter büßen müssen; spätestens, wenns für die Rente nicht mehr reicht...

  • Die Idee einer gemeinsamen europäischen Währung geistert schon seit Helmut Schmidt und Giscard d’Estaing herum. Diese führte dann zur Einführung des EWS, das dann mit dem Austritt des britischen Pfund krachend auseinandergeflogen ist. Schon damals hat man sehen können, dass eine gemeinsame Währung in dieser Form nicht funktioniert. Kohl hat einen "Euro" dann auch erst abgelehnt, er war dann wohl der Preis für die Wiedervereinigung. Er hat dann versucht, das durch den Ausschuß einer Transferunion in den Verträgen von Maastricht abzusichern, die Fliehkräfte waren dann aber doch größer.
    Dass Italien der Präzedenzfall für das Scheitern sein soll, kann ich so nicht nachvollziehen. Italiens Schuldenberg ist zwar immens, die Privathaushalte sind aber nahezu schuldenfrei und es hat immer noch eine recht wettbewerbsfähige industrielle Basis, gerade viele gesunde Mittelständler. Zudem hat das Land es bisher immer geschafft, sich am Kapitalmarkt zu refinazieren. Auch haben die Italiener, in der Vergangenheit bewießen, dass sie durchaus in der Lage sind, aus sehr schwierigen Situationen herauszukommen, wenn der Druck nur groß genug ist.

    Griechenland war seit jeher ein Subventionsempfänger ohne funktionierendes Staatswesen, ohne wettbewerbsfähige Industrie und eine passive Bevölkerung. Das alles inklusive der manipulierten Statistiken war den "Verantwortlichen" wie Schröder vorher schon bekannt, es wurde mit großer Gestik WISSENTLICH darüber hinweggesehen. DAS ist der Unterschied zu den anderen Beteiligten. Dass man Griechenland in irgendeiner Form hätte umschulden können, und zwar so dass es langfristig mit einem Euro lebensfähig ist oder freiwillig austritt, halte ich für einen frommen Wunsch.

    Zu Merkel kann ich nur Alice Schwarzer zitieren. Sie ist wohl die Trümmerfrau, die den Schutt der Männer wegschaufeln muß. Meiner Ansicht nach hat sie das mögliche getan und versucht, die Ausfälle und Risiken für Deutschland so gering wie möglich zu halten.

  • Es gb im Dritten Reich einen Witz über Göppels:
    Göppels guckt aus einem geöffneten Gully raus und ruft "und wir siegen doch"

    So kommen mir derzeit unsre Eurofanatiker vor.

    Dass Deutschland nicht gesiegt hat, wissen wir.

  • Jede bürgerliche-konservative Partei wird hier doch sofort platt gemacht und als rechtspopulistisch hingestellt, und leider macht die Presse da laufend mit
    Das ist das Problem hier bei uns
    In anderen Ländern gibt es überall konservative Parteien, oder sogar rechte Parteien

  • Berichtigung:
    Straßenpflaster aufgerissen udn auf Polizisten geschmissen hat Fischer.
    Schröder allerdings hat als sehr wilder Juso schon am Zaun des Bonner Kanzleramtes gerüttelt udn laut gerufen "ich will hier rein"

  • Sagen Sie das nicht so laut mit den gefärbten Haaren.
    Der hat doch schon mal jemanden deswegen verklagt.
    Was ja schon armselig genug war und den ganzen Charakter dieser Leute zeigt.

  • Sie meinen die Risikoaufschläge der einzelnen Länder. Bei denen hat der Markt versagt, das ist richtig. Man könnte allerdings auch argumentieren, er hatte Recht, denn die Marktannahme einer impliziten Haftungsgemeinschaft, die sich in den sehr niedrigen Risikoaufschlägen der Schuldenländer wiederspiegelte, hat sich ja bestätigt, denn die Gläubiger zahlen bisher nur 1% der Lasten der Krise, während die Steuerzahler
    die übrigen 99% übernehmen.

    Ich meinte dagegen den Hauptrefinanzierungssatz, den die Zentralbank in Abhängigkeit von Inflationsentwicklung, Geldmenge, konjunktureller Lage usw. festlegt. Davon gibt es in Euroland (wie in jedem Währungsraum) nur einen, obwohl die Wirtschaftsräume völlig verschieden sind. Im Ergebnis hatte Deutschland ein Jahrzehnt viel zu hoher Zinsen mit entsprechenden Auswirkungen auf Wachstum und Wohlstand, während Irland, Griechenland, Spanien und Portugal viel zu niedrige Zinsen hatte - mit den entsprechenden Auswirkungen auf Inflation, Konsumwahn auf Pump, Verschuldung und die Entwicklung von Immobilienblasen.

    Die Unmöglichkeit, einen einzelnen angemessenen Zinssatz für völlig unterschiedliche Wirtschaftsräume festzulegen zeigt, dass Währungsunionen nur für sehr ähnliche Wirtschaftsräume sinnvoll möglich sind. Ignoriert man das, vernichtet man Wohlstand und erzeugt wirtschaftliche Ungleichgewichte, die sich früher oder später in Krisen entladen.

    Das ist ein wesentlicher (leider nicht der einzige) Konstruktionsfehler des Euro. Auch dafür sind die Herren Kohl und Waigel verantwortlich. Und er lässt sich nicht mehr korrigieren, weil schon viel zu viele völlig unterschiedliche Länder ihn eingeführt haben. Schröder und Merkel dagegen ist anzulasten, dass dieser Fehler nicht erkannt und korrigiert wird, sondern stattdessen sogar immer neue Länder aufgenommen werden oder - als Bedingung für die Aufnahme in die EU - verpflichtet werden, ihn zu einem späteren Zeitpunkt einzuführen.

  • Und natürlich muß er als MultiKulti-Anhänger mal wieder die Türkei erwähnen, die unbedingt in die EU muß, damit Deutschland und Europa noch schneller islamisiert werden können. Schröder ist da voll auf Seiten der Grünen, ein Volksverräter eben.

    Was melden sich eigentlich bei der SPD die alten abgehalfterten Typen zurück, die doch in der Wirtshaft prächtitg verdienen?
    Vom Regierungsstuhl in die Aufsichtsräte, so funktionoiert das doch in den letzten Jahren.
    Die Politik ist doch nur noch zum Selbstzweck geworden.
    Diese Herren wie Schröder und auch Steinbrück oder dieser Clement haben das doch mehr als deutlich gezeigt.

    Deutschland schafft sich ab

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