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Schutz vor HI-Virus Spahn will HIV-Vorsorge für Risikogruppen auf Kassenkosten

Anders als bisher sollten Medikamente für die HIV-Prävention durch die Kassen übernommen werden. Das fordert Gesundheitsminister Spahn.
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„Deutschland ist eines der Länder mit den niedrigsten Neuinfektionen in Europa. Ziel ist es aber, die Zahl der Neuansteckungen weiter zu senken.“ Quelle: obs
Jens Spahn

„Deutschland ist eines der Länder mit den niedrigsten Neuinfektionen in Europa. Ziel ist es aber, die Zahl der Neuansteckungen weiter zu senken.“

(Foto: obs)

BerlinDie gesetzlichen Krankenkassen sollen nach dem Willen von Gesundheitsminister Jens Spahn künftig im Bedarfsfall die Kosten für Medikamente zur Vorbeugung einer HIV-Infektion übernehmen. Er wolle dafür sorgen, dass Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko einen gesetzlichen Anspruch auf ärztliche Beratung, Untersuchung und Arzneimittel zur Prophylaxe erhielten, sagte Spahn dem „Deutschen Ärzteblatt“.

Die „Präexpositionsprophylaxe“ (PrEP) sei ein wirksamer HIV-Schutz. Die Erfahrung aus anderen Ländern zeige, dass die Infektionen dadurch deutlich gesenkt werden könnten.

Spahn sagte, Deutschland sei eines der Länder mit den niedrigsten Neuinfektionen in Europa. Ziel sei es aber, die Zahl der Neuansteckungen weiter zu senken. Die Deutsche Aids-Hilfe begrüßte die Kostenübernahme und nannte die Regelung einen „Meilenstein für die HIV-Prävention in Deutschland“.

Bisher müssen Nutzer dieser Prävention die Kosten selber tragen. Die Medikamente schlagen laut Aids-Hilfe mit 50 bis 70 Euro zu Buche, hinzu kämen ärztliche Beratung und die Begleituntersuchungen.

Die Krankenkassen entgegneten, zur Senkung des Infektionsrisikos seien insbesondere Kondome verfügbar, die der Eigenverantwortung für gesundheitsbewusste Lebensführung zuzurechnen seien, wie Verbandssprecher Florian Lanz dem „Ärzteblatt“ sagte.

Vor wenigen Tagen hatte die Organisation der Vereinten Nationen UNAIDS vor einer bedrohlichen Selbstzufriedenheit beim Thema Aids gewarnt. Insgesamt steckten sich laut UNAIDS 2017 weltweit rund 1,8 Millionen Menschen mit dem HI-Virus an. Das Infektionsrisiko sei bei Schwulen 28-mal höher als bei Heterosexuellen. Weitere Risikogruppen seien Prostituierte, Drogenabhängige und Transgender-Frauen.

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  • rtr
  • dpa
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