Schwarz oder rot Kunterbunte Koalitionssuche in Hessen

Die hessischen Verhältnisse machen den Parteien das Leben schwer. Rot-rot-grün, eine große Koalition oder schwarz-grün: Die Diskussion sind in vollem Gang, ein Ergebnis aber nicht absehbar.
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Der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel holte 31 Prozent für seine Partei. Quelle: dpa

Der hessische SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel holte 31 Prozent für seine Partei.

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WiesbadenVerlässlichkeit, Stabilität, Transparenz - der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel spricht die drei Worte am Wochenende gleich mehrmals aus. Der 43-Jährige will regieren, hat aber keine Mehrheit für seine Wunschkoalition mit den Grünen. Außer der Oppositionsbank bleiben ihm nun zwei Möglichkeiten: Er folgt dem Beispiel der Bundes-SPD und versucht ein Bündnis unter Führung der CDU oder er holt Grüne und Linke ins Boot und wird Chef eines rot-rot-grünen Dreier-Bündnisses.

Mit Letzterem war seine Vorgängerin Andrea Ypsilanti im Jahr 2008 spektakulär gescheitert. Widerstand aus den eigenen Reihen verhinderte ihre Wahl zur Ministerpräsidentin mit den Stimmen der Linken. Es folgte ein Absturz der SPD bei der Neuwahl im Jahr 2009. Schäfer-Gümbel war es, der die Partei wieder aufgebaut und am 22. September zu einem im Vergleich mit der SPD im Bund üppigen Ergebnis von knapp 31 Prozent geführt hat. Gereicht hat es trotzdem nicht.

Doch Schäfer-Gümbel hat gelernt. Nicht nur, dass er im Gegensatz zu Ypsilanti vor der Wahl ein Bündnis mit der Linken nicht kategorisch ausgeschlossen hat. Der Politologe aus Gießen bemüht sich auch nach der Wahl demonstrativ, die Parteibasis mitzunehmen. Und er bewegt sich äußerst vorsichtig vorwärts.

Nach einer Sitzung des SPD-Parteirats am Samstag in Frankfurt will er noch nicht einmal davon sprechen, dass er kommende Woche mit CDU-Landeschef und Ministerpräsident Volker Bouffier zu einem Sondierungsgespräch zusammentrifft. Schäfer-Gümbel nennt es lieber einen ersten Meinungsaustausch.

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3 Kommentare zu "Schwarz oder rot: Kunterbunte Koalitionssuche in Hessen"

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  • Hätte die FDP mal gehört und wäre ein wenig Liberal nach Rechts gerutscht, dann gäbe es dieses Wahltheater in Deutschland nicht. Die FPÖ hat es vorgemacht und Erfolg
    gezeigt. Liberal Blöd ist es, sich für Doppelpässe einzusetzen und den Grünen nachzulaufen. Deutschland ist nun komplett Links bis auf ein Land das Land der Bayern.

    Aber im Bundestag gibt es keine Mitte-Rechts Positionen mehr als Korrektiv bei Forderungen die Deutschland schaden.

    Als komplett linkes Land taugen wir genauso wenig, wie komplett Rechts.

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

  • Neuwahlen wären wohl auch für Hessen der richtige Weg !

    Alles andere ist Beschäftigungstherapie und Stillstand !

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