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Schweizer Franken und der Euro Wie das Schweiz-Szenario die AfD entzaubert

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„Deutschland profitiert massiv vom Euro“

„Der Prozess der weiteren europäischen Integration“, so Kindler weiter, „muss natürlich zwingend mit einer deutlichen Ausweitung der demokratischen Legitimation und Stärkung des Europäischen Parlaments einhergehen.“ Es gebe kein Zurück in den Nationalstaat, wenn eine wirtschafts- und finanzpolitische Kontrolle der Märkte, Sozialstaatlichkeit, und die demokratische Souveränität der Bevölkerung erhalten werden solle. Die Zukunft liege in Europa, und sowohl die europäische Integration als auch der gemeinsame Währungsraum seien für Deutschland wichtig. „Und inzwischen sollte auch der Letzte verstanden haben“, so Kindler: „Die Bundesrepublik Deutschland profitiert massiv vom Euro und der Stabilität der Eurozone.“

Das sind die AfD freilich anders. Lucke hält auch einen Euro-Austritt Deutschland für beherrschbar. „Wenn Deutschland ausscheiden sollte, dann lässt sich das Ausmaß der Aufwertung natürlich durch Zentralbankinterventionen steuern“, sagte Lucke dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). Das Beispiel der Schweiz zeige ja gerade, dass eine Zentralbank den Wechselkurs über längere Zeit sogar völlig einfrieren könne. Ebenso könne die Zentralbank mehrere kleine, über die Zeit gestreckte Aufwertungsschritte zulassen. „Das wäre für einen hypothetischen Euro-Austritt Deutschlands die richtige währungspolitische Strategie, denn dann haben die Unternehmen Zeit, sich anzupassen“, ist Lucke überzeugt.

Kritisch sieht Lucke immerhin, dass die Schweiz erst lange Zeit einen Mindestwechselkurs fährt und dann den Kurs schlagartig völlig freigebe. Eine zeitlich gestreckte Aufwertung über einen „managed float“ hätte er für sinnvoller gehalten. „Und das wäre auch meine Empfehlung bei einem eventuellen Euro-Austritt Deutschlands“, fügte der AfD-Chef hinzu. Die mit den erforderlichen Interventionen der Bundesbank einhergehende Ausdehnung der Geldmenge wäre ihm angesichts des derzeitigen Deflationsrisikos dann sogar willkommen.

In der Schweizer Wirtschaft ist die drastische Aufwertung des Franken allerdings ein „herber Schlag“, wie der Chefvolkswirt der Targobank, Otmar Lang, in einer Analyse darlegt. „Maschinenbau und Tourismusbranchen werden die negativen Konsequenzen schnell spüren. Das angedachte Wirtschaftswachstum von 2,0 Prozent dürfte nicht zu erreichen sein.“ Infolgedessen habe der Schweizer Aktienmarkt rund 10 Prozent verloren.

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66 Kommentare zu "Schweizer Franken und der Euro: Wie das Schweiz-Szenario die AfD entzaubert"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ah, ich vergass, es gibt noch eine Möglichkeit.

    Die politische (Transfer-)Union mit allen Konsequenzen!
    Euroland als Staat kann es nicht geben, nur alle EU Staaten würden zu einem Staat mit einer Währung werden können, gegen den Willen der meisten Bürger.
    Na toll, wohl bekommt es!

    Die Franzosen unter Le Pen würden eher die EU verlassen, die Briten sowieso und viele andere Staaten ebenso. Und dann, Deutschland bald allein zuhause mit den wichtigsten Transferstaaten?!

  • @Lukas Sickert
    "Natürlich nicht - nur wird ein Euro-Ausstieg an dieser Tatsache auch nichts ändern"

    Die typische Milchmädchenrechnung!

    Griechenland hat kein Geschäftsmodell, ist nicht wettbewerbsfähig, ist korrupt, hat eine schlechte Finanzverwaltung und sehr schlechte Steuermoral und hat für seine Wirtschaft eine zu starke Währung! Jeder Schuldenschnitt bei gleichzeitiger Beibehaltung der zu starken Währung wird Griechenland außer weiterer wirtschaftlicher Agonie und Schuldenwachstum nichts bringen. Nur der Schuldenschnitt oder Staatsinsolvenz und eigene Währung könnte ein Wende zum besseren einleiten, alles andere sind nur wieder einmal Faxen und dummes Zeug!

    Selbstverständlich kann man noch weitere fünfzig Jahre diese Faxen, den EURO wird es aber schon vorher zerlegen, weiter machen und alle Jahre wieder einen Schuldenschnitt auf Kosten der europäischen Steuerzahler ausführen, wenn der sich das unendlich lange gefallen lässt. Es könnten allerdings auch noch andere Länder auf die Idee kommen das gleiche zu machen. Bulgarien bemüht sich gerade darum den Euro zu bekommen, das käme einer Adoption gleich und Griechenland hätte einen Adoptivbruder! Wer will, außer Ihnen, diese Verarschung eigentlich noch hören?!

  • @Lukas Sickert
    "Das können Sie doch nicht ernsthaft für eine Perspektive halten, oder? ;) Wenn es für die AfD ein echter Plan sein soll, sich einzubunkern und sich hinter den Möglichkeiten im Kleinen zu bescheiden, dann ist die AfD offensichtlich entzaubert."

    Hä, ein bunkern?!
    Es geht darum ob man sich ein Bein abschneidet oder sein Leben verliert bzw. bestenfalls hirntot im Koma vegetiert.

    Bei weiterer Kopplung des Franken mit dem Euro steigen die Schulden der Schweizer Nationalbank ins Astronomische. Sollte der Euro kollabieren soll jeder wertlose Euro zu 1,20 wertlosen Franken umgetauscht werden können?! Die Schweizer würden ihren Nationalbänkern das Herz für solchen verbrecherischen Unsinn herausreißen. Offensichtlich haben Sie den ernst der Lage für den Euro immer noch nicht begriffen, ich wünsche weiteres schönes träumen!

  • @ Jürgen Jantschik & andere

    Ja, leider ist es so. Aber die Masse, lässt es halt mit sich geschehen und die den Durchblick haben, sind voll im System vereinnahmt, das vom Kapital beherrscht wird.

    Was bei aller berechtigter Kritik noch viel schlimmer ist: es wird stets nur an der Oberfläche geschürft und niemand stellt die Frage, was eigentlich die Ursachen für das Verhalten von Politikern und Presse sind. Und niemand stellt die Frage, ob diese Ursachen vielleicht mit den Schwächen der Demokratie zusammen hängen. Und ich sehe keinen Politiker und keine Führungskraft, der oder die die Frage stellt, mit welchen Reformen von Grundgesetz oder Verfassung in allen demokratischen Ländern diese Schwächen überwunden werden können. Wohl, weil das Kapital von den Schwächen profitiert.

    Jede Woche gibt es zig politische Talkshows, aber ich habe noch nie jemanden der schlauen Teilnehmer gehört, dass er die Kernfrage gestellt hat, wie man die Schwächen der Demokratien definieren und überkommen kann.

    M.E. sind die Schwächen der Demokratien auf einen kurzen Nenner zu bringen: die Politiker richten ihren Entscheidungshorizont nach dem Wahlzyklus aus. Die Verfassungen zwingen sie nicht mittels z.B. lebenslanger Belohnung und Bestrafung für gute bzw. schlechte Entscheidungen, ehrlicher zu sein und besser zu entscheiden. Aufgrund der zunehmenden Komplexität der heutigen Welt wird die Qualität der Entscheidungen der Politiker aber in der Regel erst viel später als zum nächsten Wahltermin sichtbar. Und die Masse der Wähler versteht leider mangels Ausbildung und Durchblick diese Komplexität nicht und lässt sich von den Politikern zum nächsten Wahltermin wieder umgarnen und an der Nase herum führen und schießt sich wieder selbst in Knie (bis auf den inzwischen hohen Prozentsatz, der nicht mehr wählt).

    Wenn die Völker der jetzt gerade noch demokratischen westlichen Länder dies nicht sehen und Verfassungsreformen einfordern, wird die Halbwertzeit der Demokratien rapide abnehmen.

  • Genau dagegen braucht es Reformen zB. im Rentensystem.
    Das Ungleichgewicht in der Gesellschaft wird das Gesundheitssystem
    der 2. Klasse zerstören.
    Alte Leute werden einfach mal öfter krank als Junge.

    Danach wird das Rentensystem der 2. Klasse fallen.

    Ich rate jedem entweder das Ticket für die 1. Klasse durch
    Bildung einzulösen oder das Land zuverlassen.

    Die hohe Steuer-/Sozial-last die die Schulden und die
    Rente bedienen muss lässt durch die Exportabhängigkeit nur
    über unwürdige Löhne wie den neuen Mindestlohn ausgleichen.

    Diese Leute zahlen ja fast keine Abgaben der Freibeträge wegen.
    Und wenn sie dann alt werden brauchen sie ne Zuschussrente
    um sich was zuessen zu kaufen.

    Das Ungleichgewicht wird sich nicht durch die Einwanderung
    hoffnungsloser armer Leute aus Bürgerkriegsländern ausgleichen
    lassen.

  • Der Euro muß weg, aber aus einem ganz anderen Grund. Er nutzt zwar der Wirtschaft und damit den Eignern der großen Unternehmen, er schadet aber den Bürgern.
    Seit der Einführung des Euro ging es für die arbeitenden Menschen in Europa bergab, während das reiche Gesinde immer fetter wurde - etwas krass formuliert aber ein Blick in die Entwicklung der Vermögensverteilung zwingt zu diesem Schluß.

    Und das gerade die Erzkonservativen und jahrenlangen Streiter für Wirtschaftsinteressen Lucke und Henkel sowie die rechte Pleiteunternehmerin Pauli dies ändern wollen - ist einfach nur verlogen!

  • die leute sind arm weil wir keine deflation mehr importiern da fing mit dem euro an ^^..

  • ja ich erinnere mich noch an die DM zeit

    überall verhungernde bettelnde Kinder...
    die in armut leben musten ....

    Rentner die in Mülleimern wühlten....

    kein facharbeiter konnte sich n urlaub leisten....

    und mann und frau muste vollzeit schuften und trotzdem zum Amt..^^ weil es nicht reichte ..^^

    ach ja wie gut ist es heute mit dem Super euro..^^
    überall nur wohlstand und lohnerhöhungen....
    es reicth wenn einer arbeitet..^^
    und seit dem euro hat jeder eine Mercedes

    und er automarkt brummt förmlich ..^^

    Himmel lass Hirn Regnen ^^

  • 1. der EURO ist immer noch mehr Wert als die DM siehe Wechselkurse
    2. die Parität zum US-Dollar ist bewusst gewollt

    Aber der EURO trägt halt Nichts deutsches im Namen und man redet
    viel über den angeblich so korrupten und arbeitsfaulen Süden von Europa.

    Die Frage ist was will man oder sollte man wollen.
    Vielleicht das die Leute sich frei entfalten können und ihnen
    Perspektiven geboten werden.

    Dabei wäre Deutschland ganz weit hinten denn die Leute sind relativ arm trotz viel Arbeit und werden noch etwas mehr Steuern und
    Sozialabgaben zuzahlen haben da die Regierung leider inkompetent
    und unfähig ist auch hierzu lande mal richtige und notwendige
    Reformen umzusetzen.

    Wer so sehr abhängig vom Export ist sollte vielleicht mal seine
    perfide Arroganz hinter sich lassen und sachlicher werden.

    Gestern haben wir gesehen das die Kompetenz in Sachen Finanzen
    in der BRD eine Katastrofe ist (Frankenaufwertung und Kredite) das
    Gleiche hat der Finanzminister letztes Jahr mit seiner schwarzen
    Null bei historisch niedrigen Zinsen bewiesen.

  • Ja, wir sind im falschen Film. Und irgendwann wird die Realität hinten bei der Kino-Türe hereinkommen und das Licht anknipsen. Das wird uns ganz schön blenden.

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