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Segelschulschiff Gorch Fock soll bis 2020 fertiggebaut werden,

Das Verteidigungsministerium will das Segelschulschiff wieder auf Vordermann bringen. Der Schiffsrumpf hat erste Tests bestanden.
Update: 25.06.2019 - 13:33 Uhr Kommentieren
Das Segelschulschiff liegt derzeit im Dock und wird aufgearbeitet. Quelle: dpa
Gorch Fock

Das Segelschulschiff liegt derzeit im Dock und wird aufgearbeitet.

(Foto: dpa)

Berlin/ElsflethVerteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat sich für einen Weiterbau des Segelschulschiffs „Gorch Fock“ entschieden. Ziel sei es nun, das Schiff bis zum Herbst 2020 im Rahmen der vereinbarten Kostenvorgaben fertigzustellen, erfuhr das Handelsblatt am Dienstag aus dem Ministerium. Als Obergrenze wurden 128 Millionen Euro vereinbart, zu denen weitere 7 Millionen für Ausrüstung kommen.

Dem Ministerium zufolge hat der Schiffsrumpf Tests auf Dichtigkeit und Neigung im Wasser bestanden. Er soll in wenigen Tagen wieder in einen Trockendock. Ins Dock muss der Rumpf für den Einbau der Mannschaftsräume.

Der sanierte Rumpf des Schiffes war am Freitag nach drei Jahren Bauzeit ins Wasser gelassen worden. Am Dienstag wurden auch Abgeordnete des Bundestages über den Sachstand informiert. Die Kosten der Sanierung des gut 81 Meter langen Schiffs waren völlig aus dem Ruder gelaufen. Statt zehn Millionen Euro sind mehr als 70 Millionen Euro ausgegeben worden. Dann wurden Gesamtkosten von 135 Millionen Euro als Obergrenze festgelegt.

Der Generalauftragnehmer, die insolvente Elsflether Werft an der Unterweser, reagierte erleichtert auf den Beschluss zum Weiterbau. „Wir werden weiterhin alles daran setzen, die Instandsetzung termingerecht und im Budget auszuführen und die „Gorch Fock“ wieder hochseetauglich zu machen“, sagte Aufsichtsratschef Pieter Wasmuth.

Die Elsflether Werft verhandele mit Subunternehmern über die nächsten Bauschritte, sagte Vorstand Axel Birk. „In den nächsten Tagen wird die „Gorch Fock“ zu einem neuen Liegeplatz geschleppt, wo unsere Schiffbauer für die kommenden drei Monate an dem Segelschulschiff arbeiten werden.“ Nächster Meilenstein werde das Stellen der Masten in voraussichtlich einem Vierteljahr sein.

Weil der Rumpf derzeit nur einen grau-grünen Schutzanstrich hat, muss die „Gorch Fock“ wieder in ein Dock, um im traditionellen Weiß gestrichen zu werden. Dies kann nicht in Elsfleth gemacht werden. Nach Angaben aus Branchenkreisen soll die Fassmer Werft aus Berne die Arbeiten übernehmen. Die soll wohl auch Interesse an einer Übernahme der Bredo haben, hieß es. Auch der neue Dockbetreiber wird Unterauftragnehmer.

Die Elsflether Werft ist seit Februar insolvent. Dort hatte die frühere Werftleitung Geld von der Marine in dubiose Nebengeschäfte gesteckt. Die Staatsanwaltschaft untersucht das Geschäftsgebaren der zwei Ex-Vorstände. Auch mehrere Gerichte beschäftigen sich mit dem Debakel.

  • dpa
  • dri
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