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Segelschulschiff Rechnungshof fordert unabhängiges Gutachten zu „Gorch-Fock“-Sanierung

Das Segelschulschiff liegt weiterhin im Trockendock. Der Bundesrechnungshof will die Gelegenheit nutzen, um eine Qualitätskontrolle durchzuführen.
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Ein Bild aus besseren Tagen: Das Segelschulschiff der Marine bei einem Einsatz auf der Ostsee. Quelle: dpa
Gorch Fock

Ein Bild aus besseren Tagen: Das Segelschulschiff der Marine bei einem Einsatz auf der Ostsee.

(Foto: dpa)

Bonn, BremenDer Bundesrechnungshof hat eine umfassende technische Überprüfung der bisherigen Sanierungsarbeiten am Segelschulschiff „Gorch Fock“ durch einen unabhängigen Gutachter angemahnt. Ein entsprechender vertraulicher Bericht von Mitte/Ende März sei am Mittwoch im Haushaltsausschuss des Bundestages beraten worden, sagte Behördensprecher Martin Winter am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

„Wir wollen keinen Sanierungsstopp, und wir wollen auch keine neue Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. Aber wir empfehlen, dass man jetzt, solange das Schiff beziehungsweise der Rumpf noch im Trockendock liegt, noch mal genau hinschaut und eine Qualitätskontrolle durchführt“, formulierte Winter die Kernaussage des Berichtes. Die „Nordwest-Zeitung“ berichtete am Donnerstag, dass die Behörde in dem Bericht erhebliche Bedenken an der Leistungsfähigkeit und Qualität der Werft geäußert hatte.

Das Schiff liegt in Bremerhaven im Trockendock, das die beauftragte Elsflether Werft angemietet hat. Ein im Dezember verhängter Zahlungsstopp wurde erst am Montag vom Verteidigungsministerium aufgehoben. Die Kosten der rund drei Jahre dauernden Sanierung stiegen von 10 auf zuletzt 135 Millionen Euro, wovon knapp 70 Millionen Euro schon gezahlt wurden. Es laufen zudem Untreue-Ermittlungen gegen den alten Werft-Vorstand.

Die Arbeiten sind mit einer neuen Führung wieder angelaufen. Aus Sicht des Bundesrechnungshofes wurde von Anfang an versäumt, eine wirkliche Grundbegutachtung vorzunehmen. „Das haben wir auch kritisiert“, so Winter. Bevor die „Gorch Fock“ aus dem Trockendock ins Wasser gelassen werde und viele Teile nicht mehr sichtbar seien, sei deshalb eine Überprüfung empfehlenswert. „Das könnte man auch parallel zu den laufenden Arbeiten machen.“

  • dpa
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