Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„SemFlex-Modell“ Thüringen schlägt drei Flexi-Semester vor – für ganz Deutschland

Thüringens Wissenschaftsminister Tiefensee will das Sommersemester verlängern. Die Abstimmungen mit den anderen Ländern laufen auch Hochtouren. 
01.04.2020 - 11:38 Uhr Kommentieren
Durch ein verlängertes Semester will Thüringens Wirtschaftsminister ermöglichen, dass Kurse stattfinden können. Quelle: dpa
Wolfgang Tiefensee

Durch ein verlängertes Semester will Thüringens Wirtschaftsminister ermöglichen, dass Kurse stattfinden können.

(Foto: dpa)

Berlin Thüringen hat für die Coronakrise einen Plan für flexible und verlängerte Semesterzeiten vorgelegt, der nach Möglichkeit bundesweit ausgerollt werden sollte. Nach dem Thüringer „SemFlex-Modell“, das dem Handelsblatt vorliegt, soll das anlaufende Sommersemester mindestens bis Ende Oktober verlängert werden, so dass bei Bedarf Kurse auch noch im August und September stattfinden können. Die beiden anschließenden Semester würden dann wie üblich jeweils vier Wochen später beginnen.  

„Das alles ist ohne großen Aufwand möglich“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Tiefensee (SPD) dem Handelsblatt. „Wichtig ist uns, jetzt kein Semester komplett ausfallen zu lassen. Ziel muss es vielmehr sein, dass alle Studien- und Prüfungsleistungen, Praxiszeiten und so weiter auch in diesem Sommersemester sowie den beiden folgenden Semestern vollständig und so wie vorgesehen erbracht werden können.“

Tiefensee drängt auf ein einheitliches Vorgehen der Länder und eine „zügige Entscheidung“ der Kultusministerkonferenz. Die Abstimmungen mit seinen Länderkollegen liefen bereits auf Hochtouren. Ein abgestimmtes Verhalten sei nötig, „um beispielsweise den Übergang von Bachelor- zu Masterstudiengängen oder auch den Hochschulwechsel über Ländergrenzen hinweg zu ermöglichen“.  Entscheidend sei, „dass die Semesterzeiten übereinstimmen – bei den Vorlesungszeiten plädieren wir für Flexibilität bis auf Hochschulebene“. 

Offiziell beginnt das Sommersemester in einigen Ländern wie Thüringen schon am 1. April. Jetzt könne auch durchaus zunächst mit digitalen Lehrformaten gestartet werden, so Tiefensee. Die Präsenzvorlesungen sowie die praktischen Übungen in Werkstätten und Laboren könnten dann später beginnen.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Zuvor hatte bereits der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, André Alt, eine Verschiebung des jetzt anlaufenden Sommersemesters sowie der nächsten Semester gefordert – und zugleich den Vorstoß einer Gruppe von Wissenschaftlern für ein „Nicht-Semester“ zurückgewiesen. 

    Studierende sollen keine Zeit verlieren

    „Wir müssen die Digitalisierungsoption voll nutzen und ein gültiges Semester anbieten“, hatte Alt im Handelsblatt-Gespräch gesagt. Eine Verlängerung sei aber dennoch nötig, denn „es ist schon jetzt klar, dass wir das Semester trotzdem nicht flächendeckend wie gehabt durchziehen können – also müsste es dann auf jeden Fall Nachholstunden, verzögerte Prüfungen etc. geben.“ 

    Einige Veranstaltungen könnten auch digital angeboten werden. Quelle: dpa
    Leerer Hörsaal

    Einige Veranstaltungen könnten auch digital angeboten werden.

    (Foto: dpa)

    Auch Tiefensee ist dagegen, das Sommersemester ganz abzuschreiben.  Das würde dazu führen, dass Studenten im Zweifel ein ganzes Jahr verlieren, weil bestimmte Kurse erst wieder im Sommersemester 2021 angeboten werden. 

    Bayern hat bereits den regulären Semesterstart zum 20. April verkündet. Wissenschaftsminister Bernd Sibler (CSU) will dieses aber flexibel gestalten und sich  auf jeden Fall mit den anderen Ländern abstimmen. Im Gegensatz zu Bayern plädiert der Thüringer Tiefensee statt einem für drei flexible Semester, „um die organisatorischen Auswirkungen gering zu halten“. 

    Mehr: Der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz skizziert, wie eine Rückkehr zur Normalität in der Lehre aussehen könnte – und plädiert für eine Verlängerung der Bafög-Laufzeit.

    Startseite
    Mehr zu: „SemFlex-Modell“ - Thüringen schlägt drei Flexi-Semester vor – für ganz Deutschland
    0 Kommentare zu "„SemFlex-Modell“: Thüringen schlägt drei Flexi-Semester vor – für ganz Deutschland"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%