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Sicherheit Cyberangriffe werden heftiger

Deutschland ist ein begehrtes Ziel für Hacker. Am Hasso-Plattner-Institut wurde diskutiert, ob eine Verbannung von Huawei darauf eine Antwort sein kann.
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Immer mehr Angriffe auf IT-Infrastruktur müssen abgewehrt werden. Quelle: Reuters
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Immer mehr Angriffe auf IT-Infrastruktur müssen abgewehrt werden.

(Foto: Reuters)

Potsdam Die Zahlen, die Dirk Backofen, Leiter des Bereichs Security bei T-Systems, vorträgt, sind enorm: 31 Millionen Angriffe auf absichtlich gestellte Fallen, sogenannte Honeypots, verzeichnete die Telekom im April im Durchschnitt weltweit – pro Tag. 2017 waren es noch vier Millionen Angriffe pro Tag.

Auch die Qualität der Attacken hat zugenommen, resümierten Vertreter der deutschen IT-Sicherheitsbehörden bei der Konferenz für Cybersicherheit am Hasso-Plattner-Institut am Donnerstag. „Die Wucht der Angriffe nimmt zu“, sagte Werner Sczesny, Vizepräsident des Bundesnachrichtendienstes.

„Auch 2018 setzten insbesondere die Nachrichten- und Sicherheitsdienste der russischen Föderation und der Volksrepublik China Cyberangriffe für Spionageaktivitäten gegen Deutschland ein“, warnte Michael Niemeier, Vizepräsident des Bundesamts für Verfassungsschutz. „Große Sorgen machen uns Cyberangriffe, die für Sabotage eingesetzt werden können, vor allem gegen kritische Infrastrukturen.“ Deutschland sei weiterhin ein begehrtes Ziel.

In den vergangenen Monaten ist eine internationale Diskussion über die Zusammenarbeit mit Netzwerkausrüstern aus China hochgekocht. Grund sind Sicherheitsbedenken insbesondere der US-Regierung. Erst vergangene Woche setzte sie den chinesische Technologiekonzern Huawei auf eine schwarze Liste.

Hu Houkun, rotierender Vorsitzender von Huawei, wehrte sich gegen die Vorwürfe und nannte die Einschränkungen gegenüber Huawei „unfair“. „Heute sind die Telekomindustrie und Huawei betroffen, morgen könnten es Ihre Industrie, Ihre Unternehmen, Ihre Kunden sein“, warnte er.

Jedoch hat auch die Bundesregierung Angst vor Spionage und Sabotage im 5G-Netz. „Wir brauchen eine hohe Netzsicherheit und -verfügbarkeit“, sagte Niemeier. „Wir sind hier in einer großen Schwierigkeit, dass es nicht viele Anbieter gibt, europäische insbesondere.“

Außer Huawei gibt es nur noch drei andere Anbieter, davon zwei aus Europa. Statt das chinesische Unternehmen zu verbannen, plant die Bundesregierung derzeit Verschärfungen bezüglich der Sicherheitsanforderungen für den 5G-Ausbau. Niemeier zeigte sich zufrieden darüber. Mit den Änderungen werde die Schwelle sehr hoch gesetzt.

Mehr: Ein Interview mit dem Chef des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik finden Sie hier.

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