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Sicherheitskonzept der Innenminister Big Brother gegen Fußball-Hooligans

Die Innenminister des Bundes und der Länder setzen bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 auf eine massive Überwachung mit Videokameras und High-Tech im Hintergrund, damit die Polizei Hooligans und andere Gewaltäter "herausfischen" kann.
Videoüberwachungsanlage der Düsseldorfer Polizei. Foto: dpa

Videoüberwachungsanlage der Düsseldorfer Polizei. Foto: dpa

HB STUTTGART. Der "Nationale Sicherheitsplan", den Bundesinnenminister Otto Schily und seine Kollegen aus den Ländern am Mittwoch in Stuttgart verabschieden wollen, sieht vor, Stadien, Innenstädte und Partymeilen großräumig mit Kameras zu überwachen. Ein Teil davon solle mit Datenbanken gekoppelt werden, in denen biometrische Gesichtsmerkmale von Gewalttätern gespeichert sind.

Stellt der Rechner eine Übereinstimmung fest, können Polizeikräfte vor Ort informiert werden, die den Verdächtigen kontrollieren. Dabei soll ein neu entwickeltes mobiles Fingerabdrucksystem zum Einsatz kommen, das einen schnellen Abgleich Verdächtiger mit den Daten bereits erfasster gewalttätiger Hooligans und anderer Straftäter erlaubt.

Um Terroranschläge zu verhüten, wollen die Innenminister für die Zeit der WM Experten des Bundesnachrichtendienstes, des Verfassungsschutzes und des Bundeskriminalamtes zusammenziehen. Sie sollen sogar eine zeitweilige Sperrung des Luftraums über WM-Spielorten anordnen können.

Vor Beginn der Innenministertagung hatte Bundesminister Otto Schily seine Länderkollegen finanziell in die Pflicht genommen: "Jeder muss für das bezahlen, für das er Verantwortung trägt", sagte Schily im ZDF-Morgenmagazin. Die Länder könnten nicht immer nur Verantwortung tragen und dann die Kosten auf den Bund abwälzen wollen. Schily zufolge ist auch vorgesehen, dass die deutschen Sicherheitsbehörden von 300 ausländischen Kollegen in zivil unterstützt werden.

Bei der WM werden insgesamt 64 Partien in Berlin, Dortmund, Frankfurt, Gelsenkirchen, Hamburg, Hannover, Kaiserslautern, Köln, Leipzig, München, Nürnberg und Stuttgart ausgetragen. In der Vorrunde spielt keine Mannschaft zwei Mal im selben Stadion, außerdem liegen mindestens zwei Tage Pause zwischen Spielen im selben Stadion.

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