„Sieg liegt in der Luft“ Nord-SPD setzt auf Bildung

Mindestens 26 Abgeordnetensitze hat sich SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl in Schleswig-Holstein vorgenommen. Punkten wollen die Nord-Genossen vor allem über das Thema Bildung - und mit Kritik an Christan Wulff.
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Siegesgewiss: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig Quelle: dpa

Siegesgewiss: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig

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LübeckFür die Landtagswahl in Schleswig-Holstein hat SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig seiner Partei hohe Ziele gesetzt. „Sieg liegt in der Luft“, sagte Albig am Samstag beim Landesparteitag in Lübeck. Die SPD solle am 6. Mai mindestens 26 Abgeordnetensitze erringen. Das wäre zwar nur einer mehr als derzeit, aber der nächste Landtag wird wahrscheinlich deutlich weniger als die jetzt 95 Mitglieder haben. Zudem wollen die Sozialdemokraten wenigstens 9 der 35 Wahlkreise gewinnen. „Die holen wir auf jeden Fall“, sagte Albig.

2009 hatten sie nur 6 von damals 40 erobert. Der Parteitag beschloss fast einstimmig ein kompaktes Programm mit Bildung als absolutem Schwerpunkt. Auch dem Ausbau der Betreuung für Kinder unter drei Jahren wird Vorrang eingeräumt. Mindestens ein Kita-Jahr soll in der nächsten Wahlperiode beitragsfrei werden.

Die Nord-SPD hatte am Freitagabend Albig offiziell zum Spitzenkandidaten gewählt. Der 48-jährige Oberbürgermeister von Kiel war einziger Bewerber und erhielt 188 von 194 gültigen Stimmen - 96,9 Prozent. Auf die folgenden Listenplätze wurden am Samstag die aus einer türkischen Familie stammende Serpil Midyatli gewählt sowie Landes- und Fraktionschef Ralf Stegner. Stegner hatte einen Mitgliederentscheid um die Spitzenkandidatur klar gegen Albig verloren.

Als Gastrednerin sagte die stellvertretende SPD-Vorsitzende Manuela Schwesig am Samstag: „Es geht am 6. Mai darum, dass die unzuverlässige schwarz-gelbe Landesregierung in Kiel abgelöst wird.“ Die Sozialministerin von Mecklenburg-Vorpommern warf dem wegen seiner Kredit- und Medienaffäre in der Kritik stehenden Bundespräsidenten Christian Wulff eine Schnäppchenjägermentalität vor, mit der er alle Vorurteile gegenüber der Politik verstärke. Das Staatsoberhaupt sei keine moralische Instanz mehr.

  • dpa
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6 Kommentare zu "„Sieg liegt in der Luft“: Nord-SPD setzt auf Bildung"

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  • Zuerste einmal müssen SPD und vor allem Grüne einmal erklären was sie denn uner Bildung verstehen.
    Sie propagiren ja die Einheitsschule, also stramm sozialistisch. Alle rein, einmal umrühren und jeder hat Abi, oder wie?
    Unsere derzeitigen Politiker sind ja selbst nicht gerade die Bildugnselite

  • @ PisaPisa,
    es ist wirklich nie zu spät.
    Nur; unter Bildung verstehen Politiker die Befähigung der Arbeitnehmer:
    Die richtige Bahnverbindung zur Arbeitsstätte zu erkennen, die Uhr zu lesen, damit ein pünktlicher Arbeitsbeginn stattfindet und zu erkennen, dass "die da oben" besser für sie mitdenken, also kein Grund besteht zu meckern, wenn drei Arbeitsstellen zum Lebensunterhalt erforderlich sind.
    Das hat allerdings mit Bildung nichts, aber auch gar nichts gemein.
    Zu Bremen wäre zu bemerken, dass dieses Bundesland unverändert am Tropf des Länderfinanzausgleichs hängt und gleichzeitig die Zahl der Millionäre deutlich gestiegen ist.
    Die Schlussfolgerung mag jeder selber ziehen.

  • @ Nord-SPD setzt auf Bildung

    Es ist nie zu spät. In der Studie der Schulbildungskompetenz liegt Schleswig-Holstein im letzten Drittel, sogar noch knapp hinter Niedersachsen, wenn auch noch vor Berlin und Bremen. (faznet, 2011)

  • In RLP versagt die Regierung ebenfalls überall - somit auch bei der Bildung. Rekordunterrichtsausfall.

  • Auf Bildung hat auch die SPD in NRW grossspurig gesetzt, grosse Versprechungen nichts dahinter - meine Tochter besucht ein Wirtschaftsgymnasium in NRW und es besteht nicht die Möglichkeit einen Englisch - Leistungskurs anzubieten.
    Die Blockparteien SPD,CDU,FDP,Grün haben nur für den EUrowahn Geld, aber nicht für unsere Kinder!

  • Hallo,
    auf eine Bildung zu setzen, die über die simpelsten Regeln hinausgeht, spreche ich jeder der sog. etablierten Parteien ab.
    Selber denkende Bürger haben längst erkannt, dass es weder eine christlich, noch eine sozial geprägte Partei gibt, obwohl zwei Parteien das "C" unsd das "S" als Kürzel im Parteinamen führen.

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