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Silvester-Nacht in Köln „Frauen sind kein Freiwild“

Seite 5 von 5:
AfD vergleicht Übergriffe mit „rechtlosen Zuständen zum Kriegsende“

Die Deutsche Polizeigewerkschaft erklärte, dass auch aus Stuttgart derartige Phänomene wie in Köln bekannt seien. Gewerkschaftschef Rainer Wendt betonte im NDR allerdings, dass es sich dabei nicht um organisierte Kriminalität handle, sondern um "eine Absprache der Täter, die die Masse der Menschen nutzen, die Dunkelheit und den Überraschungseffekt, um nach vollzogener Tat wieder unerkannt zu entkommen". Er warnte, durch diese Vorfälle könne sich die Stimmung in der Gesellschaft gegen Flüchtlinge verschärfen.

Auch der Präsident des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB), Roland Schäfer, warnte, solche Ereignisse wie in Köln förderten Ausländerfeindlichkeit. "Die Menschen, die zu uns kommen, haben die gleiche Kriminalitätsquote wie die Deutschen, nach meiner Erfahrung", sagte er. Da sei überhaupt kein Unterschied erkennbar.

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach zeichnete vor dem Hintergrund der Übergriffe in Hamburg ein düsteres Szenario. "Unsere offene Gesellschaft ist in ernsthafter Gefahr", schrieb sie bei Twitter.

Noch drastischer fällt die Prognose von Björn Höcke aus. Der Thüringer Fraktionschef der rechtspopulistischen Alternative für Deutschland (AfD) schrieb auf seiner Facebook-Seite: "Die Silvesternacht hat unserem Land mit den Ereignissen am Kölner Hauptbahnhof einen Vorgeschmack auf den drohenden Kultur- und Zivilisationszerfall gegeben."

Die Bundesvorsitzende der AfD, Frauke Petry, sprach von einem "massenhaften Missbrauch von Frauen, der an rechtlose Zustände zum Kriegsende erinnert". "Vergewaltigungen und sexuellen Missbrauch dieses Ausmaßes, noch dazu in der Öffentlichkeit, hat Deutschland seit 70 Jahren nicht mehr erlebt", erklärte Petry in einer Pressemitteilung. "Wenn Frauen auf einem der am stärksten belebten deutschen Plätze in Gegenwart der Polizei nicht mehr vor sexueller Gewalt durch eine Gruppe von mehr als 1.000 Männern mutmaßlich arabischer und nordafrikanischer Herkunft geschützt werden können, ist der sogenannte Rechtsstaat am Ende und damit der Schutz auch von Frauenrechten in unserem Land nicht mehr gewährleistet." Für Petry sind die Vorfälle damit ein Beleg für "die entsetzlichen Folgen einer katastrophalen Asyl- und Migrationspolitik in der Lebensrealität Deutschlands im Jahr 2016".

Nein, ich habe den Begriff „Lügenpresse“ meines Wissens nie in den Mund genommen. Das pauschale Verdikt eines ganzen...

Posted by Björn Höcke on Dienstag, 5. Januar 2016

Die Kölner Polizei kündigte derweil mit Blick auf den bevorstehenden Karneval an, alles dafür zu tun, damit sich solch ein Vorfall nicht wiederholt. „Das sind wir den Frauen schuldig und zugleich den nordafrikanischen Flüchtlingen, die friedlich bei uns leben wollen“, sagte NRW-Innenminister Jäger.

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39 Kommentare zu "Silvester-Nacht in Köln: „Frauen sind kein Freiwild“"

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  • Liebe Leser,
    die Kommentarfunktion ist geschlossen. Leserbriefe und interessante Beiträge zur Debatte nehmen wir gerne unter [email protected] entgegen.

    Beste Grüße aus der Redaktion.

  • Die Scheinheiligkeit der CDU-Politiker ist nicht mehr zu ertragen. Es war gerade doch ihre Politik die dieses Desaster ermöglicht hat. Köln, Hamburg, Stuttgart ist überall! Schon lange...


  • "Lügenpresse!" ?

    Jedes Asylantenheim, welches von einem braunen Mob angezündet wird, kommt zu Recht sofort in die Hauptnachrichten und wird dort in einem Kommentar verurteilt.

    Wenn Asylbewerber jedoch am 31.12.15 rudelweise in 3 deutschen Großstädten Frauen überfallen, missbrauchen, ausrauben und vergewaltigen, unterdrückt das ZDF selbst 4 Tage später noch in seiner "heute"-Sendung um 19 Uhr diese Meldung.

    Wofür müssen wir zwangsweise Rundfunkgebühren bezahlen? Damit Öffentlich Rechtliche Journalisten Nachrichten, die nicht ihrem Weltbild entsprechen, uns vorenthalten dürfen?

    So langsam wächst mein Verständnis für die neu und demokratisch gewählte polnische Regierung, die das Öffentlich Rechtliche Rundfunksystem offensichtlich nur auf eine demokratischere Basis stellen will.

  • Was will die Polizei auch machen ... Völlig unterbesetzt ... (...)

    Schweden, Dänemark zeigen wie es geht. Grenzen zu! Dann ist wenigsten kurz ruh!
    Die die sich nicht anpassen fliegen ... Wenn man sie dort auch nicht will ... wer will schon Kriminelle!? (...)

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich und achten Sie auf unsere Netiquette: „Nicht persönlich werden“ http://www.handelsblatt.com/netiquette 

  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich. 

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  • Liebe Leser,
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    Beste Grüße aus der Redaktion.

  • Nachdem die Australier die ersten "Asylanten"-Boote im Meer versenkt hatten, kamen keine Asylanten mehr übers Meer in dieses Land. Sind die Australier deswegen jetzt böse Menschen oder haben sie nur gesunden Verstand?

  • Treffer!

    So sieht es wohl aus....

    Es werden sehr unruhige Zeiten auf uns zu kommen...

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