Social Media in der Politik Wenn Facebook die Bundestagswahl entscheidet

Elfmal so viele Anhänger wie SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück hat Kanzlerin Merkel in dem sozialen Netzwerk versammelt. Zwar entscheidet Facebook nicht über die kommende Wahl – doch der Einfluss des Internets wächst.
10 Kommentare
Kanzlerin Angela Merkel: Im Internet zuhause. Quelle: dpa

Kanzlerin Angela Merkel: Im Internet zuhause.

(Foto: dpa)

BerlinGinge es nach der Zahl der Facebook-Freunde, hätte Angela Merkel (CDU) die kommende Bundestagswahl schon so gut wie gewonnen. Mit rund 260.000 Anhängern hat die amtierende Kanzlerin in dem sozialen Netzwerk mehr als elf Mal so viel Zuspruch wie ihr Herausforderer Peer Steinbrück (SPD). Ein Vorsprung, der kaum noch einzuholen ist.

Für die SPD und ihren Kanzlerkandidaten muss das ein Alarmsignal sein. Zwar stimmen die Deutschen am 22. September wie gewohnt mit Stift und Papier und nicht auf Facebook darüber ab, wer künftig in Berlin das Sagen hat. Doch auf dem Weg dorthin informieren sich immer mehr Wähler online über Politik.

Das Internet wird als Informationsquelle immer wichtiger

Welche Informationsquellen/Medien nutzen Sie für politische Themen?

Vergleich 2013 zu 2009

(mit der Maus über die Grafik fahren)


Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom dürfte die kommende Bundestagswahl so stark vom Internet beeinflusst werden wie keine zuvor. Während sich vor vier Jahren nur 45 Prozent der Deutschen im Web über Politik informierten, seien es inzwischen bereits 60 Prozent.

Bei den 18- bis 29-Jährigen liege der Anteil sogar bei 80 Prozent. „Kein anderes Medium hat so stark aufgeholt wie das Internet“, sagte Bitcom-Verbandspräsident Dieter Kempf bei der Vorstellung der Zahlen am Dienstag in Berlin.

Vorsprung nur durch Amtsbonus?
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: Social Media in der Politik - Wenn Facebook die Bundestagswahl entscheidet

10 Kommentare zu "Social Media in der Politik: Wenn Facebook die Bundestagswahl entscheidet"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ob die aktuelle Generation etwas von Politik versteht ist unerheblich, denn wählen darf jeder ab 18.

    Laut aktueller Wahlprognose der Internetseite: Das Wahlorakel von Closter Zell ist derzeit die AfD sogar noch vor der SPD.

    http://closter-zell.de/Prognose

    Derzeit haben dort ca. 3.000 Leute gewählt. Sicher sind dort auch viele Nichtwähler, die dort wählen, aber eine Stimmung lässt sich ablesen.

    Alternative Gruppen verdrängen zunehmend die etablierten Parteien.

    LG Michael

  • Hoffentlich gibt es bald ein soziales Netzwerk, in dem der blutende und verbundene Daumen nach oben zeigt. Ich wette mal, erstens wird er nicht kommen und zweitens, wer mit dem Zeigefinger hantiert, muß den Daumen still halten, sonst fällt er automatisch nach unten.

    Wenn fazebook ein Stimmungsbarometer für die Wahl oder die Beliebtheit sein soll, dann weiß ich wo ich stehe und dort bleibe ich mit allen meinen Gliedern in sozialer Bodenständigkeit. Seitdem das Wort Wahnsinn in den täglich allgemein gültigen Sprachgebrauch eingeflossen, spätestens dann weiß jeder, wo er zu Hause ist.

  • Ob die Facebook Generation überhaupt von Politik etwas versteht ist sehr fraglich. Mit Sätzen:Mein Hund hat mein Hibiskus voll gepinkelt und dann hunderte Antworten darauf zu lesen ist kein Spaß. Also müssen Politiker ganz tief in den Keller gehen. Über Kosmetik werden nicht gerade die Grünen Frauen diskutieren und die SPD nicht über Steuern und 120 KMH auf Autobahnen. Mediengestalter
    werden die Fragen ausarbeiten und dann wird am Ende die Politik die einfach gestrickte Facbookgemeinde manipulieren bis der Arzt kommt. Politische Erziehung über Facbook,ohne andere Medien zu lesen, wird die Gesellschaft entgültig erkranken lassen.

  • Neue Besen kehren gut, leider nutzen sie sich auch sehr schnell ab.

    Die Piraten sind ein Beispiel dafür, dass kurze Höhenflüge relativ schnell enden können. Man sollte von der AFD nicht zu viel erwarten, schließlich können wir mit ihr vom Regen in die Traufe kommen. Falls diese Partei entweder unter 5% bleibt oder darüber ist und keine Koalition eingeht, kann es zu italienischen Verhältnissen kommen.

    Wenn Politiker als sogenannte Gutmenschen über Umweltschutz reden, Umverteilung und Enteignung predigen,
    dann liebe Nachbarn und Betroffene schaut genau hin. Wie verhalten sich solche Naturen privat, holen sie oder deren Familienmitglieder mit dem Auto ihre Frühstücksbrötchen?

    Deckt sich deren Lebensweise mit dem was sie vorgeben?

    In welchen Aufsichtsräten sitzen sie und wie hoch sind die Nebeneinkommen?

    Rauchen sie etwa und verpesten die Umwelt?

    Wie oft nutzen sie für private Urlaubsreisen das Flugzeug und tragen ihr Geld ins Ausland?

    Das Internet ist geeignet die größten Lügner sehr schnell zu entlarven, falls sich ihr Lebensstil absolut nicht mit ihren Ansprüchen an andere deckt.

  • Frau Merkel suggeriert den Leuten eine rosarote Zukunft mit der ständigen Phrase "Mehr Europa bei Abgabe von nationalenr Souveränität". Hier wird geschickt verpackt, dass die Leute angeblicht mehr Macht an die "EU in Brüssel" Zentralmacht abgeben wollen .. was garkeiner will, wenn man es auch so benennen würde. ==> Geschickte Begriffvermischung.

    ... Mehr Europa ... Mehr Europa ... Mehr Europa ... Mehr Europa ... Mehr Europa was für ein Schwachsinn !

  • 260.000 von wie vielen Wahlberechtigten? Man achte bitte auf die Relation!

  • willi:
    Es ist Wahlkampf, und die AfD-Befürworter tun nicht mehr, als die Wahrheit über die enttäuschenden Altparteien zu bemängeln. Das Volk muss wach werden, wenn es den alten Murks nicht mehr will.

  • facebook entscheidet die Bundestagswahl nicht. Entscheiden tun die älteren Mitmenschen (die gehen nämlich noch zu einem hohen Prozentsatz zur Wahl).
    Übrigens geht mir die AfD Werbung, getarnt als Forumsbeitrag, total auf den Senkel. Ich verkenne nicht, daß das Europroblem uns drückt. Ich will aber weder den oberlehrerhaften Grünsozialismus, noch die Unfähigkeit der SPD "nein" zu sagen gegenüber all denen, die uns erpressen mit irgendwelchen Altscheiss.
    Als allererstes müssen wir vor unserer Haustüre kehren, weniger Schulden machen (d.h. der Staat substantiell weniger ausgeben) und nicht immer den anderen sagen, was die machen müssen.6guP3U

  • Merkel: "Scheitert der Euro, dann scheitert Europa". Wie recht doch Merkel hatte. Beide sind gescheitert!. Jetzt hilft zur Schadensbegrenzung nur noch die AfD, endlich eine Alternative, die Merkel nie hatte. Diese AfD wird sie wohl nicht mehr loswerden.

  • Merkels Desaster bleibt leider: massive Entwertung der deutschen Sparrücklagen, Dezimierung der privaten Vorsorgen wie Renten und Lebensversicherungen, explodierende Strompreise, Pflichtbürgschaften der Bürger ohne Rückfrage, Ausverkauf an EU-Pleiteländer, Rentenkürzungen nach Gutsherrnart (Westrentner). Leider erkennt Merkel nicht, dass es die Folgen des dauer-koma-kranken Euros sind, die auch den Süd-EU-Ländern keine Chance mehr gibt, siehe riesige Arbeitslosenzahlen besonders bei den Jugendlichen. Und diesen Irrsinn sollen die deutschen Bürger wählen??? Niemals mehr eine der Altparteien, die das genannte Desaster zu verantworten haben.

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%