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Sonderregelungen für Bauarbeiter gefordert IG Bau fordert Bürgerversicherung

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar- Umwelt (IG Bau) will sich für die Einführung einer Bürgerversicherung für Rente und Gesundheit einsetzen. Die Gewerkschaft plädiert für einen „radikalen Umbau“ der Sozialversicherungssysteme, um sie für die Zukunft zu sichern.

HB/dpa FRANKFURT. Die Kosten für Arbeitslosigkeit und das Altern der Gesellschaft dürften nicht allein auf dem Faktor Arbeit lasten, sagte der IG Bau-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel am Dienstag in Frankfurt. Alle Erwerbstätigen, auch Selbstständige, Beamte und Politiker, sollten in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, forderte er.

Nach den Renten-Reformvorschlägen der IG Bau soll die Beitragsbemessungsgrenze schrittweise abgeschafft werden. Außerdem sollen alle Einkommensarten wie Zinseinkünfte mit berücksichtigt werden, um die Einnahmen auf eine breitere Basis zu stellen. Nur so könnten die Beiträge stabil gehalten und langfristig gesenkt werden.

Ebenso müsse bei der Krankenversicherung der Kreis der Beitragszahler auf alle Bürger ausgedehnt werden. „Wir brauchen den Mut zu gesellschaftlichen Reformen, die sich Land und Leute leisten können“, sagte Wiesehügel, der auch Mitglied der Rürup-Kommission ist. Diese hat die Vorschläge der Gewerkschaft jedoch abgelehnt.

Nicht mittragen will die Gewerkschaft die geplante Kürzung bei der Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes von 32 auf 18 Monate bei den über 55-Jährigen. Bauarbeiter seien besonders schwer belastet, betonte der stellvertretende IG BAU-Bundesvorsitzende Ernst-Ludwig Laux. Das Arbeitslosengeld bedeute für die meisten einen „geordneten Übergang“ in die Rente. Wenn nicht für alle, so müssten zumindest für Bauarbeiter Sonderregelungen geschaffen werden. Bezahlt werden könne dies von der Bundesanstalt für Arbeit, indem versicherungsfremde Leistungen wie etwa Sonderkosten für regionale Arbeitsmarktmodelle umgeschichtet würden.

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