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Sonntagsfrage Nach Thüringen-Eklat: FDP nur noch knapp über Fünf-Prozent-Hürde

Die FDP verliert nach dem Rücktritt ihres Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich an Zuspruch. Die Linke gewinnt dagegen Stimmen hinzu.
16.02.2020 - 09:13 Uhr Kommentieren
Nach Thüringen-Wahl: FDP nur noch knapp über Fünf-Prozent-Hürde Quelle: dpa
Demonstration am Samstag in Erfurt

Vor allem die FDP wird in Umfragen von den Wählern für den Eklat um die Ministerpräsidentenwahl in Thüringen abgestraft.

(Foto: dpa)

Berlin Die FDP liegt in der Wählergunst einer Umfrage zufolge nur noch knapp über der Fünf-Prozent-Hürde. Nach dem Rücktritt ihres Thüringer Ministerpräsidenten Thomas Kemmerich komme die Partei nur noch auf sechs Prozent und damit zwei Prozentpunkte weniger als in der Vorwoche, berichtet die „Bild am Sonntag“ unter Berufung auf den „Sonntagstrend“ des Instituts „Kantar“.

Die FDP war wie auch die CDU bundesweit unter Druck geraten, weil sie bei der Ministerpräsidentenwahl in Thüringen wie die AfD für den FDP-Kandidaten Thomas Kemmerich gestimmt hatten. Kemmerich trat daraufhin zurück.

Im Zuge der Turbulenzen kündigte auch CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer ihren Rückzug an. FDP-Chef Christian Lindner bekam vom Parteivorstand das Vertrauen ausgesprochen. Er entschuldigte sich für das Vorgehen seiner Partei in Erfurt.

Die Unionsparteien CDU/CSU hielten sich indes auch nach der Rückzugs-Ankündigung von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer bei 28 Prozent. Ebenfalls unverändert kämen die Grünen auf 20 Prozent und die SPD und die AfD auf jeweils 15 Prozent. Die Linke hingegen legte einen Punkt zu auf zehn Prozent.

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    Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die bereits am Samstag veröffentlichte Trendbarometer-Umfrage des Forsa-Instituts für RTL und N-TV: Derzeit würden sich im Bund nur noch sechs Prozent der Wahlberechtigten für die Liberalen entscheiden. Zuvor hatte die FDP im Januar und Februar in der Umfrage bei acht bis neun Prozent gelegen.

    Die Union kommt im RTL/N-TV-Trendbarometer auf 27 Prozent, die SPD auf 14 Prozent. Die Grünen könnten mit 24 Prozent rechnen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre. Die Linke erreicht zehn Prozent, die AfD elf Prozent. 20 Prozent der Wahlberechtigten sind derzeit unentschlossen oder würden nicht wählen.

    Bei einer Neuwahl gäbe es mit 51 Prozent eine Mehrheit für Schwarz-Grün, auch für Grün-Rot-Rot könnte es mit 48 Prozent reichen, weil mehrere kleine Parteien die Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament verpassen würden. Die „regierungsfähige Kanzlermehrheit“ liegt laut Forsa daher bei 46 Prozent.

    Forsa fragte auch danach, wen die Bürger bei einer Direktwahl des Kanzlers wählen würden, Friedrich Merz von der CDU oder Grünen-Parteichef Robert Habeck. Merz käme hier auf 31 Prozent, Habeck auf 30 Prozent. 39 Prozent würden sich für keinen von beiden entscheiden.

    Mehr: Angela Merkels Nachfolgestrategie ist krachend gescheitert – was nun, CDU?


    • rtr
    • dpa
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