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Sonntagsfrage Union im Aufwind – SPD und Grüne verlieren an Zustimmung

Die zunehmenden Einschränkungen durch schärfere Corona-Maßnahmen schaden CDU und CSU nicht. Im Gegenteil. Auch die FDP gewinnt leicht hinzu.
18.10.2020 - 11:26 Uhr Kommentieren
Die Christdemokraten und ihre Schwesterpartei CSU gewinnen an Zustimmung. Quelle: dpa
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Die Christdemokraten und ihre Schwesterpartei CSU gewinnen an Zustimmung.

(Foto: dpa)

Düsseldorf, Berlin Wäre am heutigen Sonntag Bundestagswahl, hätte eine denkbare schwarz-grüne Koalition weiterhin eine satte Mehrheit. Dabei können CDU und CSU ihre Stellung als stärkste Partei in der jüngsten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Kantar (ehemals Emnid) im Auftrag der „Bild am Sonntag“ sogar noch ausbauen.

Im Sonntagstrend, den das Institut wöchentlich erhebt, kommt die Union demnach auf 35 Prozent – das ist ein Prozentpunkt mehr als im Vergleich zur Vorwoche. Die Diskussion um die zunehmende Verschärfung der Corona-Maßnahmen sowie insbesondere um das umstrittene Beherbergungsverbot haben den Schwesterparteien also nicht geschadet.

Dagegen verlieren der aktuelle Koalitionspartner SPD sowie der mögliche zukünftige Koalitionspartner Grüne jeweils einen Prozentpunkt. Die SPD kommt in der aktuellen Umfrage auf 16 Prozent, die Grünen fallen auf 19 Prozent zurück.

SPD-Co-Chef Norbert Walter-Borjans gibt sich dennoch kämpferisch. Mit Blick auf die schlechten Umfragewerte betonte er: „Wir wollen weiter regieren, aber ohne CDU und CSU. Die gehören mal in die Opposition.“

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    Er warf im „Spiegel“ der Union eine Blockadehaltung vor. Dies sei der Grund dafür, dass abgesehen von der Politik gegen die Corona-Pandemie in der Großen Koalition kaum etwas vorangehe. Die SPD wolle mit Olaf Scholz „den künftigen Kanzler stellen – und unter die Zeit als Juniorpartner der Union einen Schlussstrich ziehen“.

    Leichte Zuwächse verzeichnet dagegen die FDP, die ebenso um einen Prozentpunkt auf nunmehr sechs Prozent zulegt wie die AfD, die nun auf zehn Prozent kommt. Unverändert bei acht Prozent steht der Umfrage zufolge die Linkspartei.

    Etwas weniger Bewegung macht dagegen die Trendbarometer-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa für die Fernsehsender RTL und n-tv aus, die bereits am Samstag veröffentlicht wurde. Gegenüber der Vorwoche gab es dort nur zwei minimale Veränderungen: einen Zuwachs von einem Prozentpunkt bei der FDP und einen Rückgang von einem Prozentpunkt bei der Linke.

    CDU/CSU bleiben in dieser Umfrage mit 36 Prozent mit großem Abstand vor Grünen (20 Prozent) und SPD (15 Prozent). Die AfD kommt hier auf neun Prozent, die Linke auf sieben Prozent. Die Zahl der Nichtwähler und Unentschlossenen liegt danach bei 23 Prozent.

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