Sonntagstrend AfD steigt in Umfrage zur stärksten Partei im Osten auf

Die AfD steigt in der Wählergunst im Osten zur stärksten Partei auf. Landesweit kann unterdessen die Große Koalition ein Plus verbuchen.
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Die Partei liegt der Emnid-Umfrage zufolge bei 25 Prozent im Osten. Quelle: dpa
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Die Partei liegt der Emnid-Umfrage zufolge bei 25 Prozent im Osten.

(Foto: dpa)

New YorkDie AfD legt in der Gunst der Wähler im Osten des Landes zu. Die Partei liegt einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid zufolge bei 25 Prozent im Osten und ist damit die stärkste Partei in der Region. Die AfD verbucht einen Prozentpunkt mehr als in der Vorwoche und hat damit die Union überholt, die einen Punkt auf 24 Prozent abrutschte.

Drittstärkste Partei im Osten bleibt die Linke mit 18 Prozent, die SPD folgt mit 14 Prozent, hieß es in der Erhebung, die die „Bild am Sonntag“ vorab veröffentlicht hat.

Deutschlandweit sieht die Lage jedoch anders aus. Im landesweiten Sonntagstrend geht es für die Große Koalition aufwärts. Sie stieg der Umfrage zufolge in der Wählergunst um zwei Prozentpunkte auf 48 Prozent. Dabei haben CDU/CSU einen Punkt auf 30 Prozent gewonnen, und die SPD legte einen Zähler auf 18 Prozent zu.

Die AfD bleibt unverändert bei 15 Prozent, die Grünen fallen um einen Prozentpunkt auf 13 Prozent. Bei den Linken (zehn Prozent) und der FDP (neun Prozent) gibt es keine Veränderung.

Noch letzte Woche sah es für die Große Koalition weniger rosig aus: Union und SPD sanken in der Wählergunst auf ein Allzeittief. CDU/CSU und SPD kamen zusammen nur noch auf 46 Prozent – so wenig wie noch nie in der Geschichte des Sonntagstrends. Vor allem die SPD hatte es hart getroffen – die Partei verlor zwei Punkte und rutschte auf 17 Prozent ab.

Im Westen hingegen kommen CDU/CSU im aktuellen Sonntagstrend auf 31 Prozent, während die SPD 19 Prozent der Wählerstimmen für sich verbuchen kann. Die Grünen liegen bei 14 Prozent, die AfD schafft 13 Prozent, während die FDP zehn Prozent und die Linken acht Prozent bekommen.

Diese Woche hat vor allem die Debatte um Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen die deutsche Politik dominiert. Die Affäre hat zu einem Streit innerhalb der Großen Koalition geführt. Die SPD-Vorsitzende Andrea Nahles hat sich am Samstag überzeugt gezeigt, dass Maaßen nicht Präsident des Verfassungsschutzes bleiben wird. Die SPD halte an ihrer Position fest: „Herr Maaßen muss gehen, und ich sage euch, er wird gehen.“

Maaßen hatte erklärt, seiner Behörde lägen keine belastbaren Informationen für Hetzjagden bei den Ausschreitungen in Chemnitz vor. Kritiker werfen ihm vor, die Ereignisse dort zu verharmlosen und damit rechten Gruppen in die Hände zu spielen. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), CSU-Chef Horst Seehofer und Nahles wollen ihre Gespräche am Dienstag fortsetzen.

Für den Sonntagstrend wurden Emnid zufolge zwischen dem 6. September und dem 12. September 1.978 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Mit Material von Reuters.

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