Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Sonntagstrend Union verharrt im Umfragetief – SPD und Grüne legen zu

Nur 27 Prozent der deutschen Wähler würden derzeit der CDU oder CSU ihre Stimme geben. Derweil legen die SPD und Grüne in der Wählergunst zu.
Kommentieren
Im „Sonntagstrend“ verharren CDU und CSU auf 27 Prozent. Quelle: dpa
Angela Merkel

Im „Sonntagstrend“ verharren CDU und CSU auf 27 Prozent.

(Foto: dpa)

New York/Berlin Die CDU und CSU können sich kurz vor der Landtagswahl in Bayern nicht aus dem Umfragetief retten. Nur 27 Prozent der deutschen Wähler landesweit würden derzeit der Union ihre Stimme geben. Dies ergab der Sonntagstrend, den das Meinungsforschungsinstitut Emnid wöchentlich für die „Bild am Sonntag“ erhebt. Das ist wie schon in der Vorwoche der niedrigste Wert für die Union seit Beginn der Erhebung.

Jeweils einen Prozentpunkt zulegen können derweil die SPD auf 17 Prozent und die Grünen auf 16 Prozent. Die AfD verlor dagegen einen Punkt und landete ebenfalls bei 16 Prozent. Die Linken verlieren ebenfalls einen Punkt und kommen auf zehn Prozent. Und auch die FDP sacken in der Wählergunst einen Punkt ab auf neun Prozent. Für den Sonntagstrend hat Emnid zwischen dem 27. September und dem 2. Oktober 2018 insgesamt 1515 repräsentativ ausgewählte Personen befragt.

Aktuelle Umfragen sagen der CSU massive Verluste bei der bayrischen Landtagswahl am 14. Oktober voraus. Den Umfragen zufolge würde die CSU ihre absolute Mehrheit klar verfehlen. Im ZDF-„Politbarometer“ kommt die bayrische Regierungspartei auf 35 Prozent, im ARD-„Bayerntrend“ ist sie auf 33 Prozent abgesackt. Bei der Landtagswahl 2013 hatte die CSU noch 47,7 Prozent erreicht.

Unterdessen bekräftigte der CSU-Vorsitzende Horst Seehofer seine Unterstützung für eine neuerliche Kandidatur von Kanzlerin Angela Merkel für den CDU-Vorsitz. „Erst in dieser Woche konnte ich die Kanzlerin wieder in einem schwierigen Koalitionsausschuss in Topform erleben“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“. Er fügte hinzu: „Sie macht mit voller Energie ihre Arbeit und lässt keinen Zweifel aufkommen, dass sie noch viel vorhat.“

Auch Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) meldete sich zu dem Thema zu Wort. Er sei sicher, dass Merkel beim Parteitag in Hamburg im Dezember wiedergewählt werde, sagte Schäuble der „Bild am Sonntag“. Die Abwahl ihres langjährigen Vertrauten Volker Kauder als Fraktionschef der Union sieht Schäuble nicht als Nachteil für Merkel: „Die Kanzlerin könnte der Wechsel an der Fraktionsspitze sogar stabilisieren.“

Die Union durchlebt momentan turbulente Zeiten. Der neue Vorsitzende der CDU-Landtagsfraktion in Sachsen, Christian Hartmann, hatte vergangene Woche für Unruhe bei der CDU/CSU gesorgt, als er eine Koalition mit der AfD nach der Landtagswahl 2019 nicht ausschließen wollte. Anschließend sagte auch der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland, er könne sich mittelfristig eine Koalition mit der CDU vorstellen.

Merkel und andere führende Politiker von CDU und CSU haben eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgeschlossen. Auch der Bundesinnenminister äußerte sich zu dem Thema. Seehofer erteilte einem Bündnis der CDU/CSU mit der AfD eine klare Absage. „Herr Gauland kann sagen, was er will: Es gibt keine Koalition zwischen Union und AfD. Nein, nein, nein“, sagte Seehofer der „Welt am Sonntag“.

Mit Material von Reuters und dpa

Startseite

Mehr zu: Sonntagstrend - Union verharrt im Umfragetief – SPD und Grüne legen zu

0 Kommentare zu "Sonntagstrend: Union verharrt im Umfragetief – SPD und Grüne legen zu"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote