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Scheer und Lauterbach
(Foto: https://sozial-oekologisch-klar.de/)

Sozialdemokraten Lauterbach und Scheer kandidieren für Parteivorsitz und „klar linkere SPD“

In das Rennen um den SPD-Vorsitz kommt Bewegung. Ein zweites Duo gibt seine Kandidatur bekannt. Weitere Bewerber zeichnen sich bereits ab.
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Düsseldorf Nina Scheer und Karl Lauterbach wollen sich als Team um den SPD-Parteivorsitz bewerben. Das gaben die beiden Bundestagsabgeordneten an diesem Freitag bekannt. Auf ihrer Internetseite veröffentlichten die beiden ein sechsseitiges Bewerbungsschreiben. Es gehe ihnen um eine Politik, die Ungleichheiten vermindere, die natürlichen Lebensgrundlagen schütze und unverwässert sozialdemokratisch sei.

„Wir stehen als Team für einen sozial-ökologischen Aufbruch“, sagte Scheer dem „Spiegel“. Lauterbach sagte, die beiden wollten „eine klar linkere“ SPD. Die beiden werben auch für einen Ausstieg aus der Großen Koalition. „Wir gehen beide davon aus, dass die Große Koalition nicht in der Lage ist, den anstehenden Herausforderungen zukünftig gerecht zu werden“, heißt es in ihrer Bewerbung. Lauterbach und Scheer wollen die SPD-Mitglieder über den Verbleib in der Bundesregierung abstimmen lassen.

Der 56-jährige Lauterbach ist seit 2005 Bundestagsabgeordneter und seit 2013 stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Die 47-Jährige Scheer sitzt seit sechs Jahren im Parlament. Im Rennen um den Parteivorsitz sind die beiden das zweite Bewerber-Duo.

Bereits in der vergangenen Woche hatten Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann ihre Kandidatur bekannt gegeben. Weitere Bewerber zeichnen sich ab. Auch SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil kann sich offenbar vorstellen anzutreten.

In einem Interview mit „Zeit Online“ sagte er: „Ich bekomme auch mit, dass mein Name das eine oder andere Mal zu lesen ist, was einen natürlich ehrt. Aber für mich gilt erst mal: Ich will das Verfahren auf den Weg bringen – und natürlich mache auch ich mir Gedanken. Aber alles zu seiner Zeit.“

Auch andere Sozialdemokraten hatten zuletzt bereits ihre grundsätzliche Bereitschaft zu einer Kandidatur erkennen lassen. Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius sagte, unter bestimmten Bedingungen werde er über eine Kandidatur nachdenken. Auch der nordrhein-westfälische SPD-Fraktionschef Thomas Kutschaty und Gesine Schwan, die ehemalige Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin, hatten sich entsprechend geäußert. Als mögliche Bewerber werden auch Familienministerin Franziska Giffey und der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil gehandelt.

Die Bewerber sollen sich ab September auf bis zu 30 Regionalkonferenzen deutschlandweit vorstellen. Danach sollen die rund 438.000 SPD-Mitglieder per Brief oder online abstimmen. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Sollte kein Team oder Einzelbewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, soll es einen zweiten Mitgliederentscheid geben.

Die bisherige SPD-Vorsitzende Andrea Nahles war am 2. Juni zurückgetreten. In der Übergangszeit führen Thorsten Schäfer-Gümbel, Malu Dreyer und Manuela Schwesig die Partei kommissarisch.

Mehr: Lesen Sie hier mehr über das Verfahren, wie die SPD-Führung sich neu aufstellen will.

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1 Kommentar zu "Sozialdemokraten: Lauterbach und Scheer kandidieren für Parteivorsitz und „klar linkere SPD“"

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  • Das ist eine Marktluecke, die bereits von der Linken besetzt ist. Viel Erfolg!!!

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