Soziale Sicherungen Finanzpolster der Rentenkasse rekordverdächtig

Während Politiker in Berlin über Altersarmut debattiert haben, sind die Rücklagen der Rentenversicherung auf 32 Milliarden Euro gestiegen: Ein Rekordwert, bei dem der Beitragssatz gesenkt werden muss – eigentlich.
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Zwei Rentner im Schatten des Schlossparks Charlottenburg: Bei den Zahlen des BVA handelt es sich laut eines Sprechers der Rentenversicherung nur um erste Daten. Quelle: dpa

Zwei Rentner im Schatten des Schlossparks Charlottenburg: Bei den Zahlen des BVA handelt es sich laut eines Sprechers der Rentenversicherung nur um erste Daten.

(Foto: dpa)

BerlinDas Finanzpolster der Rentenversicherung hat zum Jahresende 2013 einen Rekordwert von rund 32 Milliarden Euro erreicht. Wie das Bundesversicherungsamt (BVA) am Donnerstag auf seiner Internetseite auf Grundlage erster Daten mitteilte, betrug die Nachhaltigkeitsrücklage Ende Dezember 31,96 Milliarden Euro.

Das entsprach 1,8 Monatsausgaben. Bereits beim Überschreiten des 1,5-fachen einer Monatsausgabe muss laut Gesetz eigentlich der Beitragssatz zur Rentenversicherung gesenkt werden. Die neue Bundesregierung will diesen Mechanismus aber außer Kraft setzen. Sie hat die in diesem Jahr eigentlich fällige Senkung von 18,9 auf 18,3 Prozent verhindert, um die Rentenkasse für neue Ausgaben für eine höhere Mütterrente und die Rente mit 63 zu rüsten.

Ein Sprecher der Rentenversicherung wies darauf hin, dass ein vorläufiges Rechnungsergebnis erst Mitte Februar vorliege. Bei den Zahlen des BVA, über die die „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet hatten, handele es sich nur um erste Daten.

Aus den BVA-Zahlen ergibt sich, dass die Rentenkassen trotz der Beitragssenkung 2013 von 19,6 auf 18,9 Prozentpunkte einen Überschuss von etwa zwei Milliarden Euro verbuchten. Ende 2012 betrugen die Reserven noch knapp 30 Milliarden Euro. Die Einnahmen der Rentenversicherung sprudelten aber stärker als erwartet, weil sich Beschäftigung und Löhne und damit die Beitragseinnahmen besser entwickelten als erwartet.

  • rtr
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6 Kommentare zu "Soziale Sicherungen: Finanzpolster der Rentenkasse rekordverdächtig"

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  • Es gibt nur eine brauchbare Lösung: die Beamtenmafia muss weg, und zwar schnell!!!

  • Bitte nicht politisch und von Lobbyisten gegeneinander ausspielen lassen ? Scheint gewollt zu sein !

    Jung vs Alt / Gesund vs Krank / Arbeitnehmer vs Arbeitslos, Hartz IV / u.s.w... ,

    Eine seriöse, nachhaltige Gesundheit- und Renten-REFORM ist seit mehr als 30 Jahren überfällig, ein Skandal !

    Ständig werden wir zukünftige Rentnenbezieher, Rentner der Willkür aus Politik und Lobby, also von wenigen, ausgesetzt und mit Kompetenzleere/Profitinteresse (Riester) belästigt, belogen und betrogen !

    Durch Beitragsleistungen alleine werden diese Bereiche Gesundheit und Rente nicht finanzierbar sein, in Zukunft.
    Das müsste eigentlich mittlerweile jedem klar sein !!!

    Die sogenannte "gesunde" Alterspyramide würde mehr als 70 Jahre in Anspruch nehmen.
    Ich möchte aber vor meinem Tod ein Leben mit Qualität leben !!!

    DIE , die über unsere Altersvorsorge, Lebensqualität entscheiden, haben wenig oder keine Rentenabhängigkeit vom
    Niveau her im Alter zu befürchten !

    Von der Anerkennung der Lebensleistung mal abgesehen.

    Es ist mittlerweile gruselig, skandalös wie mit diesen Themen in der Gesellschaft gesprochen und umgegangen wird.

    Für die wenigen, ein profitabler Zustand !







  • @ steuersklave,
    eine Rente mit dem "Generationenvertrag" existiert doch längst nicht mehr.
    Warum nicht einfach das Beamtenrecht als Ruhestandsversorgung für Alle einführen?
    Keiner zahlt ein und wenn dann nur fiktiv, aber jeder bekommt ohne Demographiefaktor über 70% vom Einkommen seinen letzten Arbeitsjahre.
    Das funktioniert doch mathematisch nicht?
    Korrekt!
    Aber es funktioniert immer noch bei Politikern und deren Begünstigte. Hier ist die Pensionszahlung aus dem Steuerhaushalt gesichert noch ehe Schlagloch & Co repariert wird.

  • Sehen wir's doch mal objektiv: die umlauf- finanzierte Rente ist am Ende. Die scheinbar vollen Rentenkassen sind nur eine momentane Situation, die teils konjunkturell und teils durch Minderauszahlung der Vollen Rentenansprüche bedingt ist.

    Langfristig muss diese Form der Rentenfinanzierung mit dem mehr als ungerechten Generationenvertrag scheitern.

    Deshalb MUSS JETZT die DIREKTE RENTE eingeführt werden. Die Umlagefinanzierung per Generationenvertrag und die Verschiebung der Finanzierungsprobleme in die Zukunft ist ungerecht, politisch unseriös und im Grunde kriminell (Schneeball- System).

    Nur bei der DIREKTEN RENTE wird die Lebensleistung des Einzahlers angemessen und gerecht durch adäquate Rentenauszahlung realisiert.

    Das heutige 'Renten- System' ist eigentlich gar kein vertretbares System, es ist das Abzocken unbeteiligter Junger Steuerzahler und die kriminelle Ausbeutung des Volkes durch die herrschende Beamtenmafia.

  • Riesiges Finanzpolster? Und warum dann nicht eine Rentenerhöhung, wie sich die Politiker laufend genehmigen? Wieso dann Rentnerarmut?

  • Nicht die Rentenbeiträge müssen gesenkt werden, sondern die Rentenleistungen müssen erhöht werden !
    Es sind nicht die Beitragszahler überfordert, sondern die Rentner, und das wird in der Zukunft noch deutlicher spürbar werden.

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