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SPD Bewerbung um den Parteivorsitz: Scholz hat eine Partnerin gefunden

Der Finanzminister geht mit Klara Geywitz ins Rennen um die SPD-Doppelspitze. Generalsekretär Klingbeil klinkt sich aus. Inzwischen ist Dynamik in den Prozess gekommen.
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Die Potsdamer Landtagsabgeordnete kandidiert mit Olaf Scholz für die SPD-Führung. Quelle: dpa
Klara Geywitz

Die Potsdamer Landtagsabgeordnete kandidiert mit Olaf Scholz für die SPD-Führung.

(Foto: dpa)

Berlin Olaf Scholz geht gemeinsam mit der brandenburgischen Landtagsabgeordneten Klara Geywitz ins Rennen um die Führung der SPD. Sie hätten sich entschieden, „als Tandem mit unseren unterschiedlichen Lebenswegen, unseren Erfahrungen und mit den verschiedenen Perspektiven, aus denen wir auf unser Land blicken“, zu kandidieren, teilten Scholz und Geywitz gemeinsam mit. Es gehe ihnen darum, die SPD wieder stark zu machen.

Der Bundesfinanzminister und Vizekanzler hatte seine Kandidatur für den Vorsitz kürzlich überraschend bekanntgegeben, war jedoch zunächst ohne Partnerin angetreten. Zuvor hatte er es unter Verweis auf die starke Beanspruchung durch sein Ministeramt abgelehnt, sich für den Vorsitz zu bewerben.

Dass die Wahl nun auf Geywitz fiel, überraschte auch viele Genossen. Die 43-jährige Brandenburgerin ist zwar wie Scholz Mitglied im Parteivorstand, einem breiteren Publikum ist sie zumindest außerhalb Brandenburgs aber nicht bekannt.

2018 saß Geywitz mit Scholz in der Hauptverhandlungsrunde, die den Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD auf Bundesebene aushandelte. Seit 2004 ist sie Abgeordnete im Potsdamer Landtag. Derzeit kandidiert sie für die brandenburgische Landtagswahl am 1. September. Die SPD, die derzeit dort die Landesregierung führt, muss sich Umfragen zufolge auf große Stimmverluste einstellen.

Nachdem die Kandidatenkür zunächst nur langsam Fahrt aufgenommen hatte, ist das mittlerweile anders: Nach letztem Stand bewerben sich mit Scholz und Geywitz nun sieben Duos und drei einzelne Kandidaten.

Einzig Europa-Staatsminister Michael Roth und die ehemalige nordrhein-westfälische Familienministerin Christina Kampmann sowie nach eigenen Angaben auch die Bundestagsabgeordneten Karl Lauterbach und Nina Scheer haben bisher die für eine Kandidatur nötige Unterstützung aus der Partei.

Klingbeil findet keine passende Partnerin

Zudem werden nach Angaben aus niedersächsischen SPD-Kreisen alle vier dortigen Parteibezirke Landesinnenminister Boris Pistorius und die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping als Doppelspitze unterstützen.

Das Bewerberfeld umfasst außerdem die Duos Gesine Schwan/Ralf Stegner, Simone Lange/Alexander Ahrens und Hilde Mattheis/Dierk Hirschel sowie die Einzelkandidaten Karl-Heinz Brunner, Robert Maier und Hans Wallow.

Die Bewerbungsfrist für die Nachfolge der zurückgetretenen SPD-Chefin Andrea Nahles läuft noch bis zum 1. September. Die neue Parteispitze soll in einer Mitgliederbefragung faktisch bestimmt und auf einem Parteitag Anfang Dezember gewählt werden.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil nahm sich an diesem Dienstag selbst aus dem Rennen. Er galt lange als heißer Anwärter für eine Kandidatur. „Ich selbst habe mich entschieden, dass ich nicht zu denen gehören werde, die auf der Bühne stehen und sich um den Parteivorsitz bewerben“, teilte Klingbeil mit.

Er begründete dies in einem Youtube-Video unter anderem damit, dass er für die Doppelspitze keine passende Partnerin gefunden habe. Er habe Gespräche über ein für ihn hundertprozentig passendes Team geführt. Dabei habe er feststellen müssen, „dass es diese Konstellation nicht geben kann“.

Mehr: Das Berliner Regierungsbündnis hat nicht den besten Ruf. Doch nach einer neuen Studie kann sich die Bilanz bislang sehen lassen.

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