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SPD Bewerbungsfrist für SPD-Parteivorsitz beginnt

Zwei Monate hat die SPD Zeit, Kandidaten für den Parteivorsitz zu finden. Dann sollen erstmals die Mitglieder abstimmen. Bisher hat allerdings niemand eine Kandidatur angekündigt.
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Um antreten zu können, muss ein Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nachweisen. Quelle: dpa
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Um antreten zu können, muss ein Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nachweisen.

(Foto: dpa)

Berlin Bei der SPD beginnt an diesem Montag offiziell die Bewerbungsfrist für die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles. Bis zum 1. September sollen Interessenten ihren Hut in den Ring werfen. Dabei hat der Parteivorstand auch ausdrücklich Teams zur Kandidatur ermutigt - auf dem Wahlparteitag im Dezember soll die Möglichkeit einer Doppelspitze in die Satzung der Partei aufgenommen werden. Anders als bei anderen Parteien sollen sich die Zweierteams schon vor der Wahl finden und zusammen antreten. Mindestens eine Frau muss dabei sein.

Als mögliche Anwärter für das Amt gelten unter anderem Familienministerin Franziska Giffey und SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil. Bisher hat allerdings niemand eine Kandidatur angekündigt, aussichtsreiche Bewerbungen werden in der Partei auch erst gegen Ende der Frist im August erwartet.

Eine Bewerbung nicht ausgeschlossen haben der nordrhein-westfälische SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty und die ehemalige Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten, Gesine Schwan. Zuvor hatten mehrere SPD-Spitzenpolitiker klar gemacht, dass sie nicht zur Verfügung stehen - darunter alle drei kommissarischen Parteichefs, die Ministerpräsidentinnen von Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz, Manuela Schwesig und Malu Dreyer, sowie der hessische SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel.

Um antreten zu können, muss ein Kandidat die Unterstützung von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nachweisen. Die Bewerber sollen sich dann auf 20 bis 30 Regionalkonferenzen deutschlandweit vorstellen.

Danach sollen die rund 438 000 SPD-Mitglieder per Brief oder online über die Kandidaten abstimmen. Das Ergebnis soll am 26. Oktober feststehen. Sollte kein Team oder Einzelbewerber mehr als 50 Prozent der Stimmen bekommen, soll es einen zweiten Mitgliederentscheid quasi als Stichwahl geben. Den Gewinner will der Vorstand beim Parteitag am 6. bis 8. Dezember vorschlagen.

Mehr: Erstmals können sich Teams auf den SPD-Parteivorsitz bewerben. Auf Regionalkonferenzen sollen sich die Kandidaten der Basis vorstellen, die über die neue Parteispitze entscheidet.

  • dpa
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