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SPD-Chef Gabriel für Sockelrente gegen Altersarmut

Rentner, die 35 bis 40 Jahre Vollzeit gearbeitet haben, sollen nach dem Willen von SPD-Chef Sigmar Gabriel eine Sockelrente erhalten, die deutlich oberhalb der heutigen Grundsicherung liegt. Die FDP reagierte mit Kritik.
26 Kommentare
Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert eine Sockelrente gegen Altersarmut. Quelle: dapd

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert eine Sockelrente gegen Altersarmut.

(Foto: dapd)

Berlin SPD-Chef Sigmar Gabriel hat eine Sockelrente zur Bekämpfung der Altersarmut gefordert. Nach 35 oder 40 Jahren an Vollzeitarbeit solle ein Rentner mehr erhalten als die heutige Grundsicherung, die nichts anderes sei „als Hartz IV im Alter“, sagte Gabriel den Zeitungen der „WAZ“-Mediengruppe vom Samstag. Die Sockelrente müsse deshalb deutlich oberhalb der heutigen Grundsicherung liegen. Die FDP kritisierte den Vorschlag als unausgegoren und nicht finanzierbar.

Die Idee einer Sockelrente sei Teil des SPD-Gesamtkonzepts für eine Steuer- und Abgabenpolitik, an dem auch der ehemalige Finanzminister Peer Steinbrück gearbeitet habe, erklärte Gabriel. „Ich bin ihm dankbar dafür, dass er sich da ein halbes Jahr lang voll eingebracht hat.“ Steinbrück gilt neben Gabriel und SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als möglicher Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013. Die SPD wollte ihr Steuer- und Abgabenkonzept ursprünglich noch vor Beginn der parlamentarischen Sommerpause präsentieren. Am vergangenen Montag beschlossen die Sozialdemokraten allerdings, die Veröffentlichung auf Herbst zu verschieben.

FDP WEIST VORSCHLAG ALS UNAUSGEGOREN ZURÜCK Kritik kam vom sozialpolitischen Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb: „Eine Sockelrente für Alle - unabhängig von der Arbeitszeit - wäre keinesfalls finanzierbar.“ Gabriels Hinweis, die Sockelrente koste am Anfang nichts, mache zudem deutlich, wie unausgegoren der Vorschlag sei. Die FDP fordere zur Vermeidung von Altersarmut Freibeträge für private und betriebliche Altersvorsorge, damit sich eigene Anstrengungen immer lohnten und zu einer Gesamtaltersvorsorge oberhalb der Grundsicherung führten.

Gabriel kündigte an, das neue SPD-Steuerkonzept werde festschreiben, dass Steuereinnahmen aus wirtschaftlichem Wachstum in den Schuldenabbau gehörten. Die Partei will den Spitzensteuersatz von derzeit 42 auf dann 49 Prozent heraufsetzen und zugleich die Einkommensgrenzen erhöhen. Gabriel sagte der „Wirtschaftswoche“, aus seiner Sicht könne dann auch auf eine Reichensteuer verzichtet werden: „Der Begriff riecht sehr nach Sozialneid. Ich habe nichts gegen Reiche.

 

 

  • rtr
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26 Kommentare zu "SPD-Chef: Gabriel für Sockelrente gegen Altersarmut"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Ich finde den Vorschlag einer Sockelrente für Menschen die 35 und mehr Jahre Volzeit gearbeitet haben sehr gut. Ich kenne viele aleinerziehende Frauen mit 2 Kindern und haben trotzdem 35 voll gearbeitet und bekommen eine Minirente. Grund ist oft der typische Frauenberuf wie Seketärin, Verkäuferin u.s.w. Viele Stunden und wenig Gehalt.Dann gibt es Menschen, welche fast nicht gearbeitet haben und diese bekommen am Ende das Gleiche. So was ist total ungerecht. Es wäre eine gutes Thema für die SPD, denn es gibt viele Rentner die noch zur Wahl gehen.

  • Ehe Ihr Euch die Köppe einhaut, habt Ihr hier mal, was aus unserer Rentenvers. alles bezahlt wird.
    Das ganze nennt man versicherungsfremde Leistungen, von denen jeder von Ihnen schon gehört hat:

    Kriegsfolgelasten

    Renten in den neuen Bundesländern (für die nie ein Pfennig in

    die Rentenversicherung eingezahlt wurde!)

    Absicherung des Arbeitsmarktrisikos durch Rentenzahlung

    Renten für Aussiedler (für die nie ein Pfennig in die

    Rentenversicherung eingezahlt wurde!)

    Ausgleich für NS-Unrecht

    Ausgleich von SED-Unrecht

    Renten von polnischen Offizieren die in den 70er Jahren nach Deutschland übersiedelten.

    Renten von jüdischen Emigranten in Israel und USA usw.

    Reha - Kuren

    Stationäre Therapien für Spielsüchtige

  • Dass viele in Berufen mit wenig Gehalt waren, dafür kann niemand was. Es kann nicht jeder Prof. werden.
    Aber auch die Rentenvers. ist eine Solidarvers. Die Starken tragen die Schwachen.
    In der Schweiz z. B. gibt es eine Mindestrente, die liegt derzeit bei -soweit ich weiß- 1.500 €
    Es gibt aber auch eine Begrenzung nach oben. Denn in der Schweiz zahlen alle ein auch der Millionär uns ein Beitrag ist prozentual natürlich sehr viele höher, daher eben auch die Begrenzung nach oben. Übrigens, die Millionäre der Schweiz fidnen das in Ordnung
    Dass viele bei uns nach Renteneintritt in die Armut fallen, ist doch längst Wirklichkeit, weil bei uns die Renten so zusammen gestrichen wurden.
    Oder können Sie mit 1.000 € leben?
    Allein die Umstellung DM-Euro war eine Rentenkürzung um 30%

  • Hier kann es auf Dauer nur eine Antwort geben um Entlassungs-Mißbräuche zu beenden:
    Die Arbeitgeber müssen mehr beteiligt werden. D. h., der Beitrag der Arbeitgeber in die Arbeitslosenvers. muß enorm höher werden als derzeit.

  • Der deutsche Eckrenter, so wird das genannt, der 35 Jahre voll gearbietet hat, erhält so ca. 850 bis 900 € Rente. Das ist Hohn.
    Und warum? Weil Kohl die Rentenvers. geplündert hat und die Einheit davon finanziert hat. Die FDP war mit im Boot. Und weil bis heute versicherungs fremde Leistungen aus unserer Renteners. finanziert werden, die eigentlich Staatsaufgabe sind und von allen Steuerzahlern geleistet werden müßten
    Zuerst einmal muß dem Staat der Zugriff auf die Rentenvers. genommen werden, denn es ist unsere Vers. in die wir hohe Beträge einzahlen. Das Geld gehört nicht dem Staat.
    Der Vorschag von Gabnriel muß differenziert werden. Wer natürlich immer nur halbtags gearbeitet hat, aber Kinder groß gezogen hat, kann zwar nicht eine Rente fordern, wie ein Vollverdiener. Dass er aber trotzdem mehr haben muß als ein Hartz IV-Empfänger in der 3 Generation, der noch nie garbeitet hat, gebietet eigentlich schon der Anstand. Hier muß die Kidnererziehung mehr bewertet werden
    Also die Idee ist nicht schlecht, es muß aber feinjustiert werden
    Dass die blöde FDP dagegen ist, it klar. Dei sollen sich vom Acker schaffen, diese Kidnergrtenkidner braucht keiner

  • Man kann es nicht genug wiederholen. Die Pensonäre stecken monatlich 2700€ Durchschnittspension (beitragsfrei!!) ein u. die Rentner 1050€.
    Die Pensionen könnten um 10% auf 2430€ gekürzt werden u. liegen damit mehr als das Doppelte der Rente höher.
    Demzufolge kann ich mich mit der Idee von Gabriel anfreunden!

  • Man kann es nicht genug wiederholen. Die Pensonäre stecken monatlich 2700€ Durchschnittspension (beitragsfrei!!) ein u. die Rentner 1050€.
    Die Pensionen könnten um 10% auf 2430€ gekürzt werden u. liegen damit mehr als das Doppelte der Rente höher.
    Demzufolge kann ich mich mit der Idee von Gabriel anfreunden!

  • Viele Arbeiter werden dank 1-Euro-Jobs niemals die Grundrente erreichen. Die Kosten wären wohl überschaubar, denn das Geld wird in der Gehaltsklasse, von der Gabriel hier redet, überwiegend im eigenen Lande ausgegeben werden und damit letztendlich wieder im Steuersäckl des Finanzministers landen.

    Wie gedenkt die SPD aber z.B. mit privat abgeschlossenen Renten umzugehen? Wer privat vorgesorgt hat soll dies sicherlich nicht völlig vergeblich getan haben?

    Einfacher wäre es wahrscheinlich, so wie früher die Renten öfters mal um absolute Beträge anzuheben, nicht prozentual. So können niedrige Renten ebenfalls über das Sozialhilfeniveau angehoben werden, ohne wieder alles nochweiter zu verkomplizieren und so neue Ungerechtigkeiten zu schaffen.

  • Der Wahlkampf 2013 ist eröffnet!

    SPD = im Umfragetief ca. 23%
    CDU = im Umfragetief ca. 33%
    FDP = im Umfragetief ca. 4%

    Grüne = Gewinner ca. 24 %
    Linke = Mitläufer ca 7%
    Nichtwähler = 9% oder auch mehr

    Hauptsache man ist sich selbst am nächsten, sagen sich die Politiker
    und erhöhen sich unverhältnismäßig ihre Diäten.

    Wirkliche Reformen anzugehen, in Sachen Renten, Krankenversicherung und
    Steuersystem sind sie nicht fähig, damit der Wasserkopf verkleinert wird.

    Die Lobby ist einfach zu stark, abgesehen davon, wer sägt schon gerne
    an seinem eigenen Stuhl!?

    Wenn was geändert wird, dann nur "umverteilt": "da etwas mehr und auf der
    anderen Seite wieder etwas weniger".
    Mehr können sie nicht, stattdessen, wird der Staatsapparat noch weiter
    aufgestockt und die Kosten erhöht.

    Also, was machen sie, sie schmeißen mal wieder nicht durchdachte und
    unqualifizierte Meinungen in die Masse.

    "Gebt den Bürgern Hirnschmalz".

    Ablenkung ist anscheinend die Politik, die nur noch betrieben wird. Hirnschmalz
    wird der Öffentlichkeit vorgesetzt und im Hinterzimmer, während sich die Masse
    mit dem Thema beschäftigt, werden die Dinge, die den Steuerzahler zur Kasse bitten,
    beschlossen.
    Man sollte dabei die Hilfen für Griechenland nicht vergessen, die
    Bankenkrise oder die sog. Sanierung der WestLB usw., die gerade so im vorbeigehen
    beschlossen wurde.

    Mir graut es jetzt schon vor den Wahlen 2013! Welche Marionetten werden dann den
    Job übernehmen...

  • mit der Wiedervereinigung mussten wir erst mal finanzielle Zugestaendnisse an den Zentralrat und den Siegermaechten machen. Das Wort Nazi wurde ueber Nacht zur finanziellen Daumenschraube, dass auch hemmungslos ausgenutzt wurde. Die grossen (Reparations-)Gelder waren in der deutschen Rentenkasse, die mit Hilfe unserer Politiker vollkommen gepluendert wurde.

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