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SPD-Chef Kurt Beck Der Notvorsitzende

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Wird die SPD ihrem Anspruch auf Volkspartei am unteren Ende der sozialen Skala nicht gerecht, so sieht es weiter oben nicht besser aus. Vorbei sind die Zeiten, da sich nicht nur Intellektuelle, Wissenschaftler, Freigeister für sie stark machten, sondern auch in der Parteispitze saßen, wie Carlo Schmid, Peter von Oertzen, Erhard Eppler. Die haben sich eingereiht in die Fluchtformation, die die Gewerkschafter gebildet haben: Sie scheuen die Honoratioren-Reihen der SPD.

Weder „topdogs“ noch „underdogs“: Die Zukunft der SPD liegt dort, wo sie nicht hinwill, weil die CDU hier Platzhirsch ist: in der Mitte. Sie muss sich beteiligen an der „Mittelschichtsveranstaltung“ (Walter), in der Parteien wie Parlament immer mehr von öffentlich Bediensteten bestimmt werden. Müntefering sagt deshalb: „Wir sind keine Partei der Unterschicht.“ Doch Walter sieht: „Je moderner Parteien sind, desto weniger berücksichtigen sie das untere Drittel.“ Beide lassen Beck ratlos im Regen stehen.

Defensiv steht der Pfälzer in der Mitte. Kein Wunder, dass sich bei dem Mannsbild Metaphern aus dem Mannschaftssport aufdrängen. Stünde er in den Reihen „seines“ Vereins, des 1. FC Kaiserslautern, übernähme er die Rolle des „Ausputzers“. Im Zentrum der Abwehr stehend, Gegnern den Weg zum Tor verstellend und den eigenen Stürmern mit Pässen Beine machend. Angreiferqualitäten indes entfaltet er so nicht.

„Ei, wenn du so zufrieden bist mit dem Kurt, dann sag mir doch mal: Treibt der Kurt dir persönlich Optimismus ein?“ – „Ei, nein. Des grad net.“

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