SPD-Debatte Sarrazin-Kritiker fordern Nahles zum Rücktritt auf

Sarrazin darf bleiben, soll aber dennoch freiwillig gehen: In der SPD mehren sich Stimmen, die den Buchautoren zum Parteiaustritt drängen. Unterdessen gerät Andrea Nahles unter Beschuss.
Update: 27.04.2011 - 14:45 Uhr 11 Kommentare
Andrea Nahles gerät zunehmend in die Kritik. Quelle: dpa

Andrea Nahles gerät zunehmend in die Kritik.

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BerlinDie Zahl steigt und steigt. Bis zum Mittwochmittag lag sie bei 2050 - so viele Bürger haben im Internet bereits die „Berliner Erklärung“ unterzeichnet, die sich gegen den Verbleib von Thilo Sarrazin in der SPD richtet. „Die Erklärung spiegelt die Seele der Partei“, sagte der Berliner Landesparlamentarier Rahed Saleh, einer der Unterzeichner.

Die Erklärung kritisiert den „Zickzackkurs der Partei“ in Sachen Sarrazin. „Wir entschuldigen uns bei den Menschen, die sich durch diese Haltung verletzt oder enttäuscht fühlen“, schreiben die Verfasser und appellieren an die SPD-Mitglieder, die Partei nicht zu verlassen: „Die Partei braucht Euer politisches Rückgrat.“

Mehrere SPD-Organisationen hatten in der vergangenen Woche nach Verhandlungen einer Schiedskommission ihre Ausschlussanträge gegen Sarrazin zurückgezogen. Vorausgegangen war eine Erklärung des früheren Politikers, wonach er keine sozialdemokratischen Grundsätze verletzen oder Migranten diskriminieren wollte. Hintergrund sind die umstrittenen Thesen zur Integration in seinem Buch „Deutschland schafft sich ab“.

Reaktionen: "Sarrazin kann in der SPD keine politische Heimat haben"

Sarrazin habe gesehen, dass seine Positionen nicht mit den SPD-Grundwerten vereinbar seien, sagte die Vizefraktionschefin im Berliner Abgeordnetenhaus, Dilek Kolat. Daran ändere auch die Einstellung des Verfahrens nichts. Die Partei werde jetzt diskutieren müssen, ob sie „alle Positionen bis an den Rand des Rechtspopulismus“ dulde. Sie selbst sehe ihre Aufgabe darin, den „aufgeklärten Teil der Partei zu stärken“ und das Vertrauen der Migranten zurückzugewinnen, sagte Kolat, die türkische Wurzeln hat.

Der Spandauer Abgeordnete Raed Saleh kritisierte die Einigung als „Kuhhandel“. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles, die dabei die Bundespartei vertrat, habe bei ihm „viel Kredit verspielt“. Die Meinung von Nahles, wonach es eine „kluge Entscheidung“ war, sei deren „ganz persönliche Einschätzung“, fügte Kolat hinzu. Sarrazin habe eine „windelweiche Erklärung“ abgegeben, in der er nichts klargestellt und sich nicht distanziert habe. Die hessischen Jusos gingen noch weiter: Es sei einfach nicht nachvollziehbar, warum der Parteiausschluss von Thilo Sarrazin nicht weiter verfolgt werde, erregte sich der Verband. „Deshalb fordern wir Konsequenzen aus dieser Entscheidung und den Rücktritt von Andrea Nahles als SPD-Generalsekretärin.“

Rückendeckung erfährt Nahles dagegen von Ralf Stegner, Landesvorsitzender der SPD in Schleswig-Holstein. Es sei keine Lösung, Sarrazin aus der Partei zu verbannen. "Am besten wäre es, Thilo Sarrazin würde selbst erkennen, dass ein Rechtspopulist wie er seine politische Heimat nicht in der SPD haben kann“, erklärte Stegner, der dem SPD-Präsidium angehört. Sarrazin sollte lieber heute als morgen gehen.

Nach Ansicht von Niedersachsens SPD-Chef Olaf Lies sollte Sarrazin Größe zeigen, die SPD vor Schaden bewahren und freiwillig austreten. „Wäre ich in seiner Situation, würde ich jetzt Verantwortung übernehmen und die Partei schützen und sie deshalb verlassen“, sagte der niedersächsische Landespolitiker. Dennoch sei das Ende des Ausschlussverfahrens richtig gewesen.

Sarrazin selbst sagte auf die Frage, warum er in der Partei bleiben wolle, dazu sei „alles gesagt“. Er sei im Managerkreis der Friedrich-Ebert-Stiftung tätig und im Übrigen „einfaches Mitglied“.

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11 Kommentare zu "SPD-Debatte: Sarrazin-Kritiker fordern Nahles zum Rücktritt auf"

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  • Werte Frau die Zukunft DE liegt in den Hüften der Zugereisten, wenn ich das hier lese alles bestens ihr schreibt die Wirklichkeit. Das ist mein Ernst Palestina seit ihr schon lange nur wer wird die Stellung Israels einnehmen ?

  • die Medien tuen einen Scheiss für Deutschland...
    die ganze Lage ist doch nicht mehr zu ertragen.. macht man abends das Fernsehen an... nur noch Bunte, die auf Kosten der Deutschen leben wollen..Atomausstieg, Super, dann kaufen wir den Strom eben bei den Franzosen; Wenn dort ein Kraftwerk in die Luft fliegt... egal ist ja nicht bei uns!
    Straftäter die Menschen zu halb zu Tode prügeln, werden wieder laufen gelassen, Kinderficker sowieso...Der nächste Kanzler ist ein Moslem (grüße an Özdemir)...

    Wer es noch nicht merkt... wir haben hier bald wieder Anarchie.. dumm nur, dass die ganzen Kuselmucken die illegalen Waffen haben, Deutsche dürfen ja keine mehr legal besitzen, es sei denn sie wollen sich durch die Gesetzgebung drangsalieren lassen...

    und wer nicht Links ist, ist rechtspopulist, dazwischen gibt es nichts mehr...

    Hinweis: Deuschland schafft sich nicht ab! Das ist bereits geschehen!!!

  • Wenn die Medien sich um eine umfassende wahrheitsgemäße Berichterstattung und Beschreibung der Lage bemühen würden, wäre das Gesamtsystem in 100 Stunden am Ende, nicht nur die SPD! Es kann sein, daß wir am kommenden Wochenende die ersten "Hamsterkäufe" der besser unterrichteten Bprter sehen werden, Wahrscheinlichkeit gering, aber real, Griechenland wird fallen, fragt sich nur, wann und wie stark der Domino-Effekt Deutschland erreichen wird.

  • 60% der SPD-Mitglieder sind laut Umfragen gegen einen Parteiausschluss Sarrazins. Warum erscheint das nicht in dem Artikel?

  • Zuerst müssen Deutschenhasser der SPD Deutschland verlassen, alle Islamgläubige und Hr. Kolat z.B.. Auch Kinderfeinde wie Hr. Schröder und Hr. Clement darf in Deutschland der Aufenthalt nicht mehr gewährt werden.

  • Ich glaube so langsam, nicht nur Deutschland schafft sich ab, sodnern vor allem auch die SPD.
    Ist die SPD überhaupt noch eine deutsche Partei?
    Es kann doch wohl nicht sein, dass die SPD uns verschweigt, dass sie mehr und mehr von Türken dominiert wird, die die Islamisierung Deutschlands anstreben.
    Das sit eindeutig Verrat an deutschen Wählern
    Jetzt wissen wir endlich auch, arum die SPD derart für MultiKulti ist.
    Wer hat uns verraten? Sozialdemokraten.
    Dieser Satz scheint wieder anwendbar

  • Genau so ist es. Die Berliner SPD scheint nur aus Türken zu bestehen.
    Dilek Kolat ist die Fau von dem Kenan Kolat von dem Verband der Muslime.
    Und auch der grüne sogg. Integrationsbeauftragte ist Türke.
    nun wundert mich auch nicht mehr, warum es in Berlin so zugeht.
    Die SPD muß wohl Farbe bekennen, ob sie noch eine deutsche partei ist.
    Denn diese Türken geben sich zwar integriert, sind es aber in letzter Konsequenz eben nicht.

  • Selbst die einst als Hoffnungsträgerin der SPD geltende Nahles wird aus der Partei(führung) gedrängt... grotesk und zugleich bezeichnend!

  • Mein Vertsändnis, wenn auch nicht meine Zustimmung wächst für "rechtsradikale" Entgleisungen junger (und auch älterer) Deutscher, die sich angesichts solcher Entwicklungen ansonsten hilflos und ausgegrenzt im eigenen Lande fühlen.

    Der Abriß des türkisch-armenischen Versöhnungsdenkmales zeigt eindeutig, aus welchem "Holz" diese Leute geschnitzt sind, die uns Deutsche ins ideologische, politische und ökonomische Abseits stellen wollen.

    Wenn Sarrazin "geht", wird wohl Herr Gabriel seine Parteikasse mit Geldern aus Altpapierentsorgungserlösen von Parteibüchern altgedienter Genoss/inn/en aufstocken können. Meins wäre auch dabei, aber denen habe ich schon immer mißtraut!

  • Es scheint, dass die SPD schon zu einem Gutteil von der türkischen Lobby und den Parteigängern des türkischen Nationalisten Erdogan übernommen worden ist.

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