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SPD-Fraktionschef Steinmeier „Webers Wechsel zur UBS ist ein Trauerspiel“

Axel Webers Wechsel zur UBS wird in Deutschland als großer Verlust gewertet. Investoren ärgert, dass der Ex-Bundesbanker nun nicht mehr Deutsche-Bank-Chef werden kann. Die Politik gibt der Kanzlerin die Schuld dafür.
04.07.2011 - 16:36 Uhr 14 Kommentare
Axel Weber. Quelle: ap

Axel Weber.

(Foto: ap)

Berlin/Düsseldorf SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier hat Kanzlerin Angela Merkel und der deutschen Wirtschaft Versagen im Falle des früheren Bundesbankpräsidenten Axel Weber vorgeworfen. "Der Wechsel von Axel Weber zur Schweizer Bank UBS ist ein Armutszeugnis für Angela Merkel aber auch für die deutsche Wirtschaft", sagte Steinmeier dem Handelsblatt.

Ex-Bundesbankpräsident Axel Weber hatte überraschend bei der Schweizer Großbank UBS anheuert, Er war einer der aussichtsreichsten Kandidaten für die Nachfolge von Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann. Weber sagte dem „Spiegel“, außer von der UBS habe er „nie andere formale Vertragsverhandlungen oder Offerten“ bekommen.

"Das Versagen der Kanzlerin in der europäischen Politik hat Deutschland den EZB-Chef Axel Weber gekostet. Offenbar durch den Machtkampf im Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat die Wirtschaft in Deutschland einen ihrer profiliertesten Experten verloren", sagte der SPD-Politiker Steinmeier. "Das alles ist ein Trauerspiel", kritisierte er. "Wenn Deutschland so mit seinen besten Köpfen umgeht, wird das Werben um Spitzenpersonal von außen nicht einfacher.“

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    Der Finanzexperte der FDP-Bundestagsfraktion, Frank Schäffler, wertet den geplanten Wechsel von Webers als schweren Schlag für die Geldpolitik in Europa. Dass Weber in den Verwaltungsrat der Schweizer Großbank UBS wechselt, sei ein Verlust für die Europäische Zentralbank (EZB) und die Bundesbank. „Als Falke hätte er versucht, der Prinzipienlosigkeit bei der EZB entgegenzuwirken“, sagte Schäffler Handelsblatt Online.

    Steinmeiers harte Kritik teilt Schäffler allerdings nicht. „Ob ein Schweizer Chef der Deutschen Bank oder ein Deutscher Chef einer Schweizer Bank ist, sollte im 21. Jahrhundert kein Kriterium mehr sein“, sagte der FDP-Politiker. „Bei privaten Finanzinstituten entscheiden diese Fragen letztendlich die Eigentümer.“

    Investoren kritisieren Deutsche-Bank-Chefkontrolleur
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    14 Kommentare zu "SPD-Fraktionschef Steinmeier: „Webers Wechsel zur UBS ist ein Trauerspiel“"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Unser linke Politik hat doch ohnehin die Gottesgabe alle gut ausgebildeten Leute aus dem Land zu jagen. Und anschließend wird über Fachkräftemangel gemeckert.
      In den letzten drei Jahren ist nahehzu ein halbe Mio weg gegangen. Bis heute war das der Politik keien einzige Diskussionw ert, es wird tot geschwiegen.

    • Schon vergessen, dass Weber zu dieser Aktion gezwungen wurde von usnrem durchgeknallten Türken-Wulff?
      Was hat Sarrazin denn getan? Er aht doch nur endlich mal die Wahrheit gesagt.
      Unser Land bräuchte viele Sarrazins
      Ach und lassen Sie Ihre Nazikeule stecken, ich bin nicht rechts, ich bin konservativ und ich möchte wieder Ordnung in meinem Land

    • Herr Weber hätte 80 Jahre früher geboren werden! Genau so wie sein Freund und Arbeitskollege Sarrazin. Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft. Vieles was einst war ist verloren, da niemand mehr lebt der sich erinnert. Sie haben es nur nicht bemerkt.

    • ...der Deutschen Bundesbank... den anderen grammatikalischen kram vergessen wir alle besser.

    • Wie würden Sie sich denn verhalten, wen Ihnen irgendeine Politik einen "Mentalterroristen" ins Nest setzen würde?

      Sarrazin zb. könnte insofern als solcher bezeichnet werden, als er unabgestimmt als Vorstandsmitglied die Republik aufmischt - als Mitglied des Vorstands der Deutschen Bank.

      So gesehen hatt Herr Dr. Weber das Haus damals doch einwandfrei geführt.

      Sie Gründe, weshalb Herr Dr. Sarrazin sich damals so öffentlichkeitswirksam in Szene gesetzt hatte, über die, da sei Ihnen zugestimmt, kann man indes auch heute noch durchaus spekulieren.

    • Wer braucht denn Herrn Weber, diesen rückgratlosen Opportunisten. Ich erinnere an sein Verhalten als es um Sarrazin ging. Sollen doch die Schweizer diesen Kerl bezahlen.

    • Wer Chef der DB wird, bestimmen allein die Eigentümer des Geldhauses und sonst gar niemand in Deutschland!

      Weder die deutsche Politik, noch das Handelsblatt oder FTD, welche beide das Thema immer und immer wieder bis zum erbrechen hochkochen!!

    • Das stimmt schon mal von den Fakten her.
      Aber was hat das damit zu tun das Herr Weber nicht zu DB gegangen ist? GAR NICHTS! Kein Angebot von der DT. Bank -> Keine Kekse für die Dt. Bank. so einfach ist das.

    • Da sind sie leider nicht ganz auf dem Laufenden: Axel Weber war vor nicht all zu langer Zeit Anwärter auf den EZB-Chefsessel. Er hat sich bei der EZB immer gegen den Ankauf von Anleihen ausgesprochen. Also jene 50 Mrd. Anleihen aus Griechenland und anderen Schuldenstaaten, die heute gerade mal noch die Hälfte wert sind. Frau Merkel hat leider Axel Weber dabei nicht unterstützt sondern ihn schlicht auflaufen lassen. Deshalb hat Weber dann auf eine Kandidatur verzichtet. Jetzt ist die EZB nur ncch eine Bad Bank.

    • Sie haben den ganzen Zusammenhang nicht verstanden. Ein land braucht nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Arbeitgeber. Die DDR ist daran gescheitert, weil sie nur Arbeitnehmer hatte und keine freie Arbeitgeber. Eine Nation ist nur dann grossartig, wenn sie zusätzlich auch entsprechende Bänker, Dichter und Denker hat.

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