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SPD „Ich will gewinnen“: Scholz sagt der Konkurrenz den Kampf an

Auf einer Pressekonferenz demonstrieren die SPD-Spitze und der Kanzlerkandidat Geschlossenheit. Für sein Programm nennt Scholz bereits drei zentrale Punkte.
10.08.2020 - 14:01 Uhr Kommentieren

Scholz: „Es ist unser ehrgeiziges Ziel, die nächste Regierung zu führen“

Düsseldorf Überrascht hat Olaf Scholz vor allem eines: dass es der SPD-Spitze gelungen ist, ihr Geheimnis einen Monat lang geheim zu halten. Die Entscheidung, dass Scholz zum Kanzlerkandidaten der Sozialdemokraten gekürt werden soll, fiel bereits vor vier Wochen, wie Co-Parteichef Norbert Walter-Borjans auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Scholz und Co-Chefin Saskia Esken am Montagnachmittag bekanntgab.

Immer wieder hätten die Eingeweihten telefoniert, um zu erfahren, ob die Information bereits an die Öffentlichkeit gelangt sei, so Scholz. Dass es ihnen schließlich geglückt war, das Geheimnis bis zu diesem Montag zu hüten, sei für ihn ein Beweis für die Geschlossenheit der Partei und „ein gutes Zeichen für die kommende Zeit“.

Der Vorstand hatte Scholz an diesem Montag einstimmig als Kanzlerkandidat nominiert. Profiliert hat sich der Finanzminister nach Ansicht der SPD-Spitze zuletzt vor allem als Krisenmanager: Scholz genießt laut Walter-Borjans hohes Ansehen: in der Bevölkerung, aber auch in der Partei. „Er hat mit seiner entschlossenen und durchsetzungsstarken Art, aber auch mit Besonnenheit Deutschland gut durch die Krise hindurchgeführt“, sagte Walter-Borjans.

Parteichefin Esken lobte insbesondere die Zusammenarbeit mit Scholz. „Wir haben Olaf Scholz als Partner erlebt, der für sozialdemokratische Politik kämpfen kann und will.“

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    Noch vor einigen Monaten hatten Walter-Borjans und Esken gegen Scholz gearbeitet. Nun räumte Esken ein, dass Scholz' Kandidatur für viele sicherlich eine ungewöhnliche Wende darstelle: „Ich bitte Sie in diesem Fall um Vertrauen für den gemeinsamen Weg“, so Esken.

    Scholz sagte der politischen Konkurrenz den Kampf an. „Ich freu' mich über die Nominierung, und ich will gewinnen.“ Er zeigte sich zuversichtlich, dass seine Partei bei der nächsten Wahl deutlich mehr als 20 Prozent der Stimmen holen werde. Seine einstimmige Nominierung sei „etwas ganz Besonderes und eine große Verpflichtung“.

    Klar sei für ihn, dass die SPD in der großen Koalition mit der Union bis zum Ende der Legislaturperiode weiterarbeiten werde, sagte Scholz. „Wir haben noch viel zu tun.“

    Dieser Verpflichtung stelle sich die SPD und werde sie auch wahrnehmen. Für sein Programm als Kanzlerkandidat nannte er drei zentrale Punkte: Es gehe es um Respekt, gerechte Löhne und sichere Arbeitsplätze.

    Zudem sei es wichtig, die Zukunft mit Blick auf die Digitalisierung zu entwickeln. Und schließlich nannte Scholz Europa. Er sei sehr froh, dass sich die EU-27 in der Coronakrise solidarisch gezeigt hätten. Deutschland trage hierbei eine besondere Verantwortung.

    Mehr: Die Jagd nach dem Merkel-Erbe: SPD macht Scholz zum Kanzlerkandidaten.

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