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SPD-Innenpolitiker Edathy weist Kinderporno-Vorwurf zurück

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Als NSU-Aufklärer hohes Ansehen erworben

Auch die ehemalige Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) gab Edathy Rückendeckung: Es gelte die Unschuldsvermutung, twitterte die CDU-Politikerin und fügte hinzu: „Fotos aus Privatwohnung zu drucken, die nicht freigegeben wurden, ist einfach nur unsäglich.“ Unterstützung erhielt Edathy darüber hinaus vom ehemaligen SPD-Bundestagsabgeordneten Jörg Tauss, der wegen des Besitzes kinderpornografischer Filme und Bilder rechtskräftig verurteilt ist. Bei Twitter schrieb Tauss: „Ohne zum Fall #Edathy Näheres zu wissen. Offensichtlich wurde, wie bei mir, die Presse im Vorfeld über Durchsuchungen unterrichtet.“ Und: „Kann ihm nur alles Gute wünschen und empfehlen, nicht abzutauchen. Aber Rat ist schwierig, wenn man nichts weiß.“

Breiter bekannt wurde Edathy mit dem NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestags: Der 44-Jährige hat sich als Vorsitzender des Gremiums zu den Morden der rechtsextremen Terrorgruppe und möglichen Fehlern der Geheimdienste parteiübergreifend hohes Ansehen erworben. Der SPD-Innenpolitiker leitete das Gremium umsichtig und stellte die Aufklärung über Parteiinteressen.

Edathy war seit 1998 Mitglied des Bundestags und leitete von 2005 bis 2009 den Innenausschuss. Ein wichtiges Anliegen ist ihm seit Jahren die Bekämpfung des Rechtsextremismus in Deutschland.

Edathy hat in Hannover Soziologie und Sprachwissenschaft studiert, 1990 trat er der SPD dabei. Sein Vater kam in den 60er-Jahren aus Indien nach Deutschland, seine Mutter ist Deutsche. Edathy ist nicht verheiratet und hat keine Kinder.

Der Innenpolitiker, in Hannover geboren, gilt als eloquent, witzig und intelligent, dabei manchmal auch scharfzüngig. Bei Facebook ist er sehr aktiv. Der SPD-Politiker postet viele Fotos, darunter Begegnungen mit anderen Politikern, Termine im Wahlkreis, auch oft seinen Hund. „Eigentlich will ich mich nicht wirklich ändern. Eigentlich will ich mich doch ändern. Eigentlich müsste ich mich ändern. Aber eigentlich will ich nicht“, schrieb er in einem kurzen Stück im Dezember für die Zeitung „taz“ über Vorsätze zum neuen Jahr.

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