SPD-Kandidat fordert Wirtschaft viel ab Steinbrück: Deutschland ist Alice im Wunderland

Nach Meinung des SPD-Kanzlerkandidaten steht Deutschlands Wirtschaft „phantastisch“ da. Dafür nennt Steinbrück sechs Gründe - und sieht offenbar viel Spielraum, um den Unternehmen erhebliche Zusatzlasten aufzubürden.
Update: 24.10.2012 - 17:23 Uhr 45 Kommentare
Peer Steinbrück spricht auf dem Unternehmertag des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin. Quelle: dpa

Peer Steinbrück spricht auf dem Unternehmertag des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin.

(Foto: dpa)

BerlinFür den Herausforderer von Angela Merkel (CDU) ist die Lage klar: Die deutsche Wirtschaft steht "phantastisch" da, sagt Kanzlerkandidat Peer Steinbrück. Vor Unternehmern verglich der SPD-Politiker die Situation am Mittwoch gar mit "Alice im Wunderland". Steinbrück zeichnete die rosige Lage auf dem Unternehmertag des Groß- und Außenhandelsverbandes BGA - und nicht ohne Hintergedanken.

Für die Stärke der deutschen Wirtschaft nannte Steinbrück sechs Gründe. So sei die industrielle Basis in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern weitgehend erhalten geblieben. Hinzu kämen der starke Mittelstand und eine hohe Innovationskraft mit einer guten Wissenschaftslandschaft.

Auch das drei Säulen umfassende deutsche Kreditwesen und die Sozialpartnerschaft hätten dazu beigetragen. Schließlich habe auch die Politik nicht immer so viel verkehrt gemacht.

Steinbrück hatte als Finanzminister vor vier Jahren vor den Unternehmer des Bundesverbands des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA) noch versprochen, dass es es keine Steuererhöhungen geben werden. In seiner Zeit als Finanzminister hatte er dieses Versprechen auch eingehalten - doch in den Bundestagswahlkampf 2013 geht er mit einer ganz anderen Aussage. Er will die Steuern auf breiter Front erhöhen - vor allem zu Lasten der Unternehmen und Unternehmer.

Um rund 30 Milliarden Euro pro Jahr will der SPD-Kandidat die Staatseinnahmen erhöhen. Wie massiv Steinbrücks Pläne die Wirtschaft treffen, zeigen Berechnungen des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) für das Handelsblatt.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Was der Kandidat die Wirtschaft kosten würde
Seite 1234Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: SPD-Kandidat fordert Wirtschaft viel ab - Steinbrück: Deutschland ist Alice im Wunderland

45 Kommentare zu "SPD-Kandidat fordert Wirtschaft viel ab : Steinbrück: Deutschland ist Alice im Wunderland"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eigentlich weiß ich gar nicht warum sich alle in Ihren Kommentaren so aufregen ! P.S. ist halt ein "Lautsprecher", der unter dem Deckmantel "Ich bin Ehrlich und stehe auch zu unbequemen Wahrheiten" seine Stammtischparolen verbreitet; das wissen wir alle doch schon seit längerem. Ist doch gut, dass der P.S. so einen Quark erzählt; jetzt sollte selbst der letzte wissen, was zu tun ist:
    1. zur Wahl gehen
    2. diese Pfeife nicht wählen
    Dann funktioniert Demokratie wie es sein sollte.

  • Wie wäre es mit Excel statt mit Ideologie? Das gilt für die kalte Progression, für das Steuerabkommen mit der Schweiz, wo uns durch die Verweigerung der SPD viel Geld durch die Lappen geht, für die MWSt auf Finanzdienstlei-stungen (die Transaktionssteuer bleibt an den Sparern hängen!), die ungeheuer kostenintensiv zu ermittelnde Substanzsteuer Vermögenssteuer, die schwache Unternehmen vollends in die Knie zwingt. Das HB informiert falsch, wenn man glaubt, die neue SPD-Reichensteuer träfe nur Einkommen ab 100 T€ p.a.: wegen der Progression ist jeder ab ca 55 T€ p.a. betroffen (!). Die Erhöhung der Abgeltungssteuer ist ein Treppenwitz in Zeiten, in denen privates Vorsorgen fürs Alter immer wichtiger wird. Aber wenn man auf die 50% im Lande zielt, die kaum Steuern bezahlen, kommt man mit dieser Axt an die Wurzeln unseres Wohlstandes möglicherweise durch...

  • Dem Kerl ist einfach nicht zu helfen.

  • who the f...ist Frankreich? Diese selbsternannte Grand Nation im Westen ?

  • Es ist mutig, dass Steinbrück die Steuererhöhung vor der Wahl ankündigt.
    Meist ist es ja üblich vorher, Wohltaten zu versprechen (z.B. Helmut Kohls „blühende Landschaften in Ostdeutschland) und hinterher das Gegenteil zu machen.
    Dass er aber die Wirtschaft zur Kasse bitten will (die haben ja von der Eurokrise bisher nur profitiert) ist nur konsequent.

    Das Rezept der momentanen Streit und Chaos Regierung war ja meistens so:
    Gewinne werden privatisiert (= bleiben bei den Reichen)
    Verluste sozialisiert (soll gefälligst der Bürger zahlen).

    Dies ist im Moment bei der Energiewende besonders gut zu beobachten::
    Die Großverbraucher (Sogar Hühnchenmastbetriebe !!)werden vom EEG befreit, der Bürger trägt die Rest bzw. Hauptlast.

    So lässt sich wunderbar Stimmung gegen Sonne und Windkraft machen!

    Mit sonnigen Grüßen
    Werner Thoma

  • Steinbrück ist genau wie Helmut Schmidt ein Egomane, Selbstdarsteller und Versager. Schmidt hat die Verschuldungsorgie von Brandt nicht gestoppt, sondern sogar noch weitergeführt. Dass die anderen Blockparteien CDUCSUFDPGRÜNEPIRATEN genauso schlimm sind steht auf einem anderen Blatt.
    Mal die Antipathien für solche Gestalten beiseite gelassen:

    Wir sollen zahlen, die anderen gehen mit 52 oder 60 in Rente oder sind schon in Rente.

    Wenn es nur was helfen würde, aber selbst dass sit nicht der Fall.

    Der berühmte Schuß in den Ofen.

    Merkel: leiber 60 % Jugendarbeitslosigkeit anstatt das "Projekt Europa" aufzugeben.

    Ich würde den entsprechenden Politikern Feldarbeit mit Bücken aufbürden, aber das lebenslang ohne Entgelt

    Mit Sicherheit eine schlimmere Strafe als Gefängnis oder die Todesstrafe, die wir ja schon haben lt. Lissabonvertrag!!!

    Als deutscher Mittelständler würde ich mein Bündel packen und in ein anderes Land ziehen (Schweiz?, Österreich???)

  • Dieser Märchenerzähler ist unerträglich und löst bei mir nur Entsetzen aus. Hat dieser Kurzsichtpolitiker nicht im September 2008 als Finanzminister noch behauptet, der Fall von Lehman Brothers sei ein rein amerikanisches Problem und stelle keine Gefahr für Deutschland und Europa dar? Nun spuckt dieser Fehleinschätzer schon wieder die großen Töne - wo nimmt der bloß die Chuzpe her?

  • Dieser Versager, der nie gearbeitet hat, soll Deutschland
    führen?
    Wenn die Deutschen Wähler einen Funken Verstand haben,
    dann werden Sie bei der nächsten Wahl einen völligen
    Neuanfang wählen. Die etablierten Parteien - und zwar alle-
    die im Bundestag sitzen, dürfen nicht mehr gewählt werden.
    Lieber ein schreckliches Ende als ein Schrecken ohne Ende.

  • Die 20% hatten gerade das Wahlrecht und eine Wahlempfehlung ihrer Lehrerschaft. Uhaa!

  • Aufruf an deutsche Firmen:

    Verlegt euren Hauptsitz ins Ausland oder geht am Besten gleich dorthin.

    Kostet zwar etwas am Anfang, zahlt sich aber aus.

    Keinen müden Cent mehr für Politgauner!

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%