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SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück stolpert ins Netz

Peer Steinbrück ist stolzer Twitter-Verweigerer. Dennoch kann der SPD-Kandidat bei der Bundestagswahl ohne Engagement im Web 2.0 nicht ernsthaft antreten. Sein Team hat es offenbar auch erkannt. Doch wer sagt's dem Chef?
8 Kommentare
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: „Ich twittere nicht.“ Quelle: dapd

SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück: „Ich twittere nicht.“

(Foto: dapd)

Ein Blitzstart sieht anders aus: Eine Woche nach der offiziellen Bekanntgabe seiner Kandidatur hat der frischgebackene SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück kein Wahlkampfteam. Keinen Sprecher. Und auch keinen Social-Media-Referenten.

Gerade der Mann (oder die Frau) für Twitter, Facebook und Co. dürfte beim ehemaligen Bundesfinanzminister einen schweren Stand haben. Schließlich hatte Steinbrück beim UdL Digital Talk selbst erklärt, sein Facebook-Account werde von seinen Mitarbeitern gepflegt, und Twitter komme für ihn schon gar nicht in Frage: „Ich twittere nicht.“ Kein Wunder also, dass der Steinbrück bereits bei SpiegelOnline und auf tagesschau.de als „Offline-Kandidat“ aufs Korn genommen wurde.

Dabei sollte gerade das Thema Social Media eine nicht zu geringe Priorität für den Kanzlerkandidaten haben. Einen Wahlkampf im Jahre 2012 ohne Google+ und Facebook und vor allem ohne Twitter zu führen, ist geradezu fahrlässig. Das müsste auch Steinbrück spätestens seit Barack Obamas Wahlkampf 2008 wissen. Der amerikanische Präsident hatte damals ganze Wählerschaften via Twitter „eingesammelt“.

Grundsätzlich muss Steinbrück gar nicht persönlich zwitschern. Machen Angela Merkel, für die Regierungssprecher Steffen Seibert ran muss, und Obama ja auch nicht zwangsläufig.

Oder wie Nico Lumma, SPD-Mitglied, Blogger und Twitterer, es ausdrückt: „Es ist auf, gut Deutsch gesagt, Lattenhagen, ob Steinbrück selber twittert oder nicht.“ Wichtig ist vielmehr, dass Steinbrücks Team in den sozialen Netzwerken präsent ist, dass seine Themen weitergetragen werden und seine Kampagne beworben wird.

Peter Altmaier: „Nicht schlimm, wenn Steinbrück nicht twittert“
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8 Kommentare zu "SPD-Kanzlerkandidat: Steinbrück stolpert ins Netz"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ob die nun twittern, schreiben, reden, bloggen, schreien, im Fernsehen auftreten, Radiointerviews geben, eine eigene Homepage betreiben, gedruckte Wahlprogramme verteilen, ist doch vollkommen egal, am Ende des Tages wird sowieso wieder alles gelogen sein!!!

  • Web 2.0? Klingt schon etwas altmodisch. Mir ist jemand der nachdenkt bevor er twittert lieber, als umgekehrt. In Wirklichkeit twittert er aber, nur eben auf seine eigene Weise. Er sagt vorschnell Dinge, die man nach ein paar Sekunden Nachdenken lieber nicht gesagt hätte. Ich kann mir keinen schlechteren Kandidaten vorstellen. Er passst doch auch nicht zu den Gutmenschen der SPD. Ich glaube, er ist die Inkarnation der großen Koalition, und die SPD richtet sich jetzt schon darauf ein. Kann sie auch, weil die FDP keine 5 % mehr erreicht, für rot-grün könnte es auch knapp werden und mit den Piraten kann man nicht koalieren als normaler Mensch. Es bleibt also nur die große Koaltion als Wahlausgang 2013 übrig, alles andere wäre eine große Überraschung. Im Übrigen bestehe ich auf Wahlbeobachter aus Georgien und Uganda, die überprüfen, ob bei uns die Wahl auch korrekt durchgeführt wird. Da habe ich so meine Zweifel.

  • Es zeigt sich immer mehr, dass die Nominierung des Herrn Steinbrück offenbar einem bösartigen Plan des Sigmar Gabriel entspringt.

  • Steinbrück wird von der Finanzindustrie ferngesteuert, genau wie einst Schröder.

    Ich kann die ganzen alten Säcke nicht mehr sehen.

  • der soll lieber abzwitschern, der vorlaute Vogel ...

  • Sehr geehrte Frau Halberschmidt,
    damit man stolpern kann, muss man gehen.
    [...]
    Guten Abend
    s.h.
    +++ Beitrag von der Redaktion editiert +++

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  • Steinbrück ist nun mal ein alter Mann, was kann man da noch verlangen, zu alt für Kanzler.
    Nicht schlimm wenn er nicht twittert, wir wählen ihn eh nicht. Ein Minister der kaum im Bundestag anwesend war sollte nicht Kanzler werden.

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