SPD-Kritik an Griechenland-Äußerungen „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“

Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen. Die SPD im Europaparlament reagiert verärgert und weist den Vorstoß als Populismus zurück.
14 Kommentare
In der CSU wächst der Unmut über Griechenland - wofür die SPD kein Verständnis hat. Quelle: dpa
CSU-Fahnen

In der CSU wächst der Unmut über Griechenland - wofür die SPD kein Verständnis hat.

(Foto: dpa)

BerlinIn der Debatte um die neue griechische Regierung hat der Vorsitzende der SPD-Abgeordneten im Europäischen Parlament, Udo Bullmann, Äußerungen aus der CSU scharf kritisiert. Hintergrund ist die in dieser Woche erhobene Forderung der CSU-internen Gruppierung „Konservativer Aufbruch“, die „fehlgeschlagene Rettungspolitik“ der Bundesregierung und der Europäischen Zentralbank (EZB) zu beenden.

„Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“, sagte dazu Bullmann dem Handelsblatt (Online-Ausgabe). „Die Angreifer sprechen von griechischer Freibier-Mentalität - sie sind offenbar lange nicht in Griechenland gewesen.“ Dort seien allen öffentlich Bediensteten 30 Prozent ihres Einkommens gekürzt worden. Viele Jüngere hätten zudem keine Arbeit, und Menschen könnten in Krankenhäusern nicht mehr behandelt werden, weil Ärzte fehlen.

„Freibier-Mentalität herrscht höchstens bei den Oligarchen, die noch immer keine Steuern zahlen - und bei den CSU-Populisten“, sagte der SPD-Politiker. Tatsächlich habe aber das „Diktat der Austerität“ Hunderttausende Menschen aus dem griechischen Mittelstand in die Armut gestoßen.

Bullmann warf den Vertretern des „Konservativen Aufbruchs“ überdies vor, mit ihren Äußerungen, die Diskussion um einen Austritt Griechenlands aus dem Euro, den sogenannten Grexit, befeuert zu haben. „Dieser würde den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten und zu unkalkulierbaren Marktturbulenzen führen“, warnte Bullmann. „Die Ansteckungseffekte könnten den Euro wieder in eine tiefe Krise stürzen.“

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Prominente CSU-Politiker beim konservative Initiative
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

Mehr zu: SPD-Kritik an Griechenland-Äußerungen - „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“

14 Kommentare zu "SPD-Kritik an Griechenland-Äußerungen: „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen.

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Da haben doch diese Politiker der CSU vollkommen Recht....

    weil dann Griechenland sich danach besser entfalten könnte...

    dazu würde es der EU die griechische Regierung keine weitere Milliarden zusätzlich an die EU kosten...

    der EURO würde sich wieder als eine Harte Währung zeigen....

    und eine Inflation in Europa wäre schneller erreichbar als mit DRAGHI´s SCHULDENGELDER !!!!!!









  • Schade das man die CSU nicht bundesweit wählen kann - sind zwar auch nicht DIE Alternative aber immer noch besser als die anderen Einheitsbrei-Parteien

  • „Populisten der CSU attackieren die Euro-Zone“
    ------------------
    Tsipras bewundert Che Guevara.
    Der neue Finanzminister ist ein "Beton-Stalinist".
    Der Außenminister wechselte den Pelz von Ultra Links nach Ultra Rechts.

    Geht es nach einigen konservativen CSU-Politikern, sollte Griechenland besser heute als morgen die Euro-Zone verlassen.

    In Griechenland regieren jetzt Links- und Rechtspopulisten. Syriza ist ein Konglomerat aus Sozialisten, Kommunisten und Stalinisten.
    Anel (Unabhängige Griechen) ist eine rechtsextremistische Vereinigung. Ihr Führer Panos Kammenos ist ein erklärter Antisemit.

  • Weil die elitistischen Sesslerfur..r in ihren warmen Elfenbeintürmen in Brüssel völlig den Kontakt zur Realität verloren haben, es sich aber nicht eingestehen wollen und an ihren ideologischen Sackgassen, die die Besonderheiten der jeweiligen (Finanz-)kulturen völlig ignorieren und damit ganze Volkswirtschaften ruinieren, festhalten. Es ist eben so, dass für die Griechen und deren kulturelle Gewohnheiten ein Harteuro wirtschaftlicher Wahnsinn ist und für Deutsche ein Weicheuro. Insbesondere wenn diese gegen den Willen des Volkes unter Vorspiegelung falscher Tatsachen durchgedrückt werden.

    Wenn, wie die Elitisten behaupten, ein Grexit "den deutschen Steuerzahler Milliarden kosten und zu unkalkulierbaren Marktturbulenzen führen" würde, so sind diese nur das Realisieren der Verluste durch die falsche Politik dieser Möchtegern-Imperatoren, die im Moment mit allen Mitteln verschleiert und so im Untergrund immer größer werden. Das sie davor Angst haben, noch zu Amtszeiten für den wirtschaftlichen Wahnsinn zur Verantwortung gezogen zu werden, den sie verzapft haben, verwundert nicht.

    Der Austritt der Schweiz aus dem Euro vor wenigen Tagen, ist im übrigen Blaupause und Testfall für den Dexit (Deutschlands Ausstieg aus dem Euro) und wird zeigen, was Panikmache des Imperiums" und was real ist.

  • Die SPD sollte endlich aufhören aktiv gegen Deutschland Politik zu machen!

  • Wir sollten konsequent sein, und akzeptieren, dass in Europa die Staaten und die Bevölkerung seit ca 2000 Jahren sehr unterschiedlich sind. Ganz im Gegensatz zu den Vereinigten Staaten von Nordamerika. Das ist ein neues Gebilde, 200 Jahre alt und geeint im Ursprung durch eine gemeinsame Überzeugung von Freiheit.
    Als Konzequenz müssen wir akzeptieren, dass es Staaten in Europa gibt, die gut mit der Inflation leben können (zB Griechenland), andere aber nicht (zB Deutschland). Also lasst uns den Euro teilen in eine Weichwährung, und eine harte Währung. Dann kann jede Bevölkerung wählen, wo sie sich selbst sehen.
    Europa, die EU (zB das Schengenabkommen) werden daran nicht zerbrechen. Eine politische Union ist etwas anderes, als eine Wirtschaftsunion.

  • Es ist und bleibt ein Dauerthema, wir Diskutieren über die Wirkung, aber die Ursache und die Verursacher müssen Dauerhaft in unser Gedächtnis bleiben ! Die wiederholte Doku im TV > Die Euro-Kriese < sagt einiges dazu aus !

    Zu früh - Zu viel - Zu schnell

    Natürlich hatten einige Lobbyisten und Lobby-"Politiker" ein Interesse, das Länder wie GRE die EURO-Gemeinschaft "bereichert" !
    Das dieses Land stetig militärisch Aufrüstet hatte doch Vorteile für deutsche Lobbyisten, oder ? Dafür kann man überfällige REFORMEN in Deutschland aussitzten und den Bürger steuerlich zusätzlich belasten. Diejenigen, die aus dieser "Politik" Vorteile ziehen, verstecken sich hinter Ihren politisch geduldeten oder gewollten Steuer - Oasen, nur ein Beispiel !

    Auf KOSTEN und Kürzungen der Bürger, Arbeitnehmer/Selbstständige und Rentner, wie Unternehmen die keine Steuer-Oasen "nutzten" können, wurde dieses Europa von wenigen "gestaltet !

    Es ist eine Schande, wie der betroffene, unschuldige EU-Bürger belastet wird, egal woher, ob vom Geber- oder Nehmerland !!!
    Die Verursacher aus Politik und Wirtschaft sowie Finanzen behalten IHRE Vorteile und laufen noch störungsfrei und skandalös frei herum, in unserem Land !!!

    Das ist EUROPAfeindliche Politik !

  • @Herr adolf schrom: Von was reden Sie hier? Sind Sie nüchtern? Ganz im Ernst!

  • Es ist leider etwas dran am Populismus der CSU Gaukler Bei den Griechen ist es so wie in vielen Ländern die Konservativen wirtschaften
    das Land herunter und die" Sozen"müssen es wieder richten und ernten dann den Undank weil sie keine Geschenke verteilen können
    und wie z.B. Hartz IV oder bei der 2010 Reform auch Menschen weh tun müssen Die Griechen wurden von den konservativen in die EU
    reinbetrogen und Konservative in der EU haben sie aufgenommen Jetzt mache ich auch auf Populismus

  • Es ist leider etwas dran

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%