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SPD Kühnert gibt Juso-Vorsitz vorzeitig auf und will für Bundestag kandidieren

Der Bundesvorsitzende der Jusos gibt sein Amt vorzeitig ab. Im kommenden Jahr will er im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg zur Bundestagswahl antreten.
03.08.2020 Update: 03.08.2020 - 23:18 Uhr 3 Kommentare

Kevin Kühnert kündigt Rücktritt von Vorsitz der Jusos an

Berlin Der Juso-Bundesvorsitzende Kevin Kühnert will sein Amt vorzeitig abgeben und 2021 für den Bundestag kandidieren. Der 31-Jährige stellt sein Amt beim Bundeskongress Ende November zur Verfügung, wie eine Sprecherin der SPD-Nachwuchsorganisation der Deutschen Presse-Agentur am Montagabend bestätigte. Zuvor hatte der Berliner „Tagesspiegel“ darüber berichtet.

Die Neuwahl des Juso-Vorsitzenden wird damit um ein Jahr vorgezogen. Ein personeller Wechsel rechtzeitig vor der Bundestagswahl 2021 sei der „bestmögliche Zeitpunkt“, sagte Kühnert dem „Tagesspiegel“. Seine Nachfolgerin oder sein Nachfolger hätten es verdient, „dem SPD-Wahlkampf den eigenen Stempel aufzudrücken“.

Kühnert, der auch stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender ist, kündigte an, dass er für die Bundestagswahl im Herbst kommenden Jahres im Wahlkreis Tempelhof-Schöneberg antreten wolle. Dieser Wunsch sei im SPD-Kreisvorstand „sehr wohlwollend“ aufgenommen worden, sagte er der Zeitung.

Kühnert ist gebürtiger Berliner und seit 2017 Juso-Vorsitzender. Im November 2019 wurde er wiedergewählt. Bundesweit bekannt wurde Kühnert als ein Kopf der #NoGroko-Kampagne von Anfang 2018. Im Rennen um die neue Parteispitze hatten die Jusos im vergangenen Jahr das Kandidaten-Duo Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans unterstützt, das sich letztlich auch durchsetzen konnte.

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    Mit einer Kandidatur von Kühnert für den Bundestag hätte die Berliner SPD ein wichtiges Zugpferd für den Wahlkampf 2021 gewonnen. Bislang hat Bundesfamilienministerin Franziska Giffey die größten Aussichten für die Spitzenkandidatur im Bundesland. Sie solle zunächst am 31. Oktober auf einem Parteitag gemeinsam mit Fraktionschef Raed Saleh zur SPD-Landesvorsitzenden gewählt werden, hieß es aus Parteikreisen.

    Spekuliert wird zudem, ob Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller angesichts gestiegener Zustimmungswerte länger im Roten Rathaus bleiben und wieder als Spitzenkandidat antreten will. Gleichzeitig wird ihm nachgesagt, in den Bundestag wechseln und auf Platz eins dieser Liste kandidieren zu wollen. Gesagt hat Müller zu all dem bislang nichts.

    Mehr: Bewerbung in Potsdam: Scholz nimmt Kurs auf Kanzlerkandidatur. Lesen Sie hier mehr.

    • dpa
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    3 Kommentare zu "SPD: Kühnert gibt Juso-Vorsitz vorzeitig auf und will für Bundestag kandidieren"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Kreißsaal - Hörsaal - Plenarsaal
      ..wobei Herr Kühnert Mittleres auch nur in homöopathischen Dosen genossen hat.

      'Politisches Talent' ist wohl heute die euphemische Umschreibung für 'Von nix ne Ahnung, aber mitreden wollen'. Arme SPD. Ich dachte echt es könnte nicht Schlimmer kommen.....

    • "Nichtskönnen" scheint ganz offiziell Basisqualifikation im Politikbetrieb zu werden...
      Armes Deutschland!

    • Im normalen Leben benötigt jede Krankenschwester, jeder Elektriker, jede Führungskraft eine Ausbildung um seinen Beruf / bzw. Tätigkeit erfolgreich und anerkannt auszuführen.

      Wenn man von alledem nichts hat dann heißt es "politisches Talent". Armes Deutschland.
      Und so Schlaumeier beeinflussen dann die Zukunft eines High-Tec-Landes wie Deutschland und damit Europas.

      Aber für die Vermittlung von Kenntnissen gibt es ja Lobbyisten. Eigene Kenntnisse und Ausbildungen und Erfahrungen behindern offensichtlich nur.

      Eine erstaunliche Sicht der Dinge.

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