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SPD Martin Schulz wird Chef der Friedrich-Ebert-Stiftung

Der frühere Kanzlerkandidat soll die Parteistiftung der SPD zu neuem Glanz führen. Dafür bekommt die FES unter Martin Schulz allerdings weniger Geld.
08.09.2020 - 17:12 Uhr Kommentieren
Der Lohn für treue Dienste. Quelle: dpa
Martin Schulz

Der Lohn für treue Dienste.

(Foto: dpa)

Berlin Mitte August hatte Martin Schulz einen großen Auftritt. Der frisch gekürte SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz war trotz zeitgleichem G7-Finanzministertreffen in Schulz‘ Heimat Würselen zu einem gemeinsamen Auftritt gereist. Es war ein Dankeschön von Scholz an Schulz für dessen Unterstützung im Rennen um den SPD-Vorsitz.

Ansonsten aber war es doch recht ruhig um den Kanzlerkandidaten von 2017 geworden, was man negativ, aber auch positiv wenden kann: Immerhin hielt sich Schulz anders als andere frühere Vorsitzende mit Kritik an der eigenen Partei zurück.

Nun wird Schulz für seine treuen Dienste belohnt. Der 64-Jährige soll Vorsitzender der parteinahen Friedrich-Ebert-Stiftung und damit Nachfolger des zum Jahresende abtretenden Stiftungschefs Kurt Beck werden. Als Erstes hatte „The Pioneer“ darüber berichtet.

Beck hat Schulz in einem Brief an die Vorstandsmitglieder der Stiftung als seinen Nachfolger vorgeschlagen, die Partei zuvor grünes Licht gegeben. Bei einer Vorstandssitzung im Oktober soll sich Schulz als neuer Stiftungschef präsentieren, seine Wahl ist für Dezember vorgesehen.

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    Beitrag zur politischen Bildung

    Die parteinahen Stiftungen leisten einen Beitrag zur politischen Bildung, etwa durch Veröffentlichungen und Stipendien und werden überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert.

    Früher galten sie als große Denkfabriken. Doch mit den Jahren haben sie an Einfluss verloren – und das gilt in besonderem Maß für die Friedrich-Ebert-Stiftung, die im Vergleich zur CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung nochmals deutlich weniger wahrnehmbar ist. So monieren Genossen immer wieder, aus der Stiftung kämen zu wenig Impulse.  

    Die Hoffnung ist, die Stiftung könnte durch Schulz flammende Rhetorik gerade bei Europathemen zumindest wieder etwas mehr in den Blickpunkt rücken.

    Das Tagesgeschäft bleibt aber ein hartes Brot. Die Finanzierung der Stiftung hängt auch an den schlechter werdenden Wahlergebnissen der SPD, sie wird also mit weniger Mitteln auskommen müssen.

    Als besonders sparsam ist Schulz aus seiner Brüsseler Zeit nicht gerade bekannt, dort schuf er als Parlamentspräsident zweifelhafte neue Jobs. Allerdings wird er als Vorsitzender mit dem operativen Geschäft der Stiftung eher wenig zu tun haben.

    Mehr: Wie die SPD ihren Schlingerkurs beenden kann. Ein Kommentar.

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