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SPD-Parteivorsitz Ex-Bundestagsmitglied Hans Wallow will SPD-Chef werden

Noch bis zum 1. September läuft die Bewerbungsphase für den Chefposten der SPD. Nun hat ein ehemaliger Abgeordneter aus Bonn seinen Hut in den Ring geworfen.
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Seit dem Rücktritt von Andrea Nahles Anfang Juni ist der Chefposten der Partei vakant. Quelle: dpa
SPD

Seit dem Rücktritt von Andrea Nahles Anfang Juni ist der Chefposten der Partei vakant.

(Foto: dpa)

Bonn Der ehemalige Bundestagsabgeordnete Hans Wallow aus Bonn will für den SPD-Vorsitz kandidieren. „Der Tanker SPD ist im Sturm. Vielleicht sitzt er sogar fest im Treibsand und kann nicht vor und zurück. Notwendig ist, dass einer, wenn man im Sturm ist, die letzte Verantwortung trägt“, sagte der 79-Jährige der Deutschen Presse-Agentur. In einem Schreiben an den kommissarischen Parteichef Thorsten Schäfer-Gümbel, das der dpa vorliegt, hat Wallow seine Absicht mitgeteilt.

Er selbst bringe die langjährige Erfahrung mit, die für den Neuanfang nötig sei. Er wolle vor allem die Wirtschaftspolitik seiner Partei reformieren, um eine Wirtschaftsflaute abzuwenden und mehr soziale Gerechtigkeit zu ermöglichen.

Die Bewerbungsphase für den SPD Vorsitz läuft noch bis zum 1. September. Bis dahin haben Bewerber Zeit, ihren Hut in den Ring zu werfen. Zur Bewerbung aufgerufen sind Kandidaten, die als Doppelspitze antreten, Einzelbewerbungen sind aber auch möglich. Wallow ist nicht für eine Doppelspitze und will alleine ins Rennen gehen. „Ich halte das für einen Trend“, sagte der Kandidat mit Blick auf die Doppelspitze der Grünen.

Der frühere Abgeordnete aus Bonn will sich auf den Posten des Parteichefs bewerben. Quelle: dpa
Hans Wallow

Der frühere Abgeordnete aus Bonn will sich auf den Posten des Parteichefs bewerben.

(Foto: dpa)

Bewerber für den SPD-Vorsitz müssen bis zum 1. September von mindestens fünf Unterbezirken, einem Bezirk oder einem Landesverband nominiert werden. Diese Bedingung erfüllt Wallow bisher nicht. Er bemühe sich um breite Unterstützung, werde sich notfalls aber auf die Rechtsordnung der Partei berufen und trotzdem kandidieren, sagte er.

Wallow war Anfang der 80er und in den 90er Jahren Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion. Aktuell ist er in der Arbeitsgruppe Migration und Vielfalt des SPD-Landesverbands Rheinland-Pfalz tätig.

  • dpa
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