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SPD-Politiker „Riesenfehler“: Lauterbach meldet Honorare nach

Der Gesundheitspolitiker hat Versäumnisse bei der Meldung von Nebeneinkünften eingeräumt. Zuvor hatte schon Grünen-Chefin Baerbock mit Nachmeldungen für Aufsehen gesorgt.
24.05.2021 - 12:15 Uhr 6 Kommentare
Der SPD-Gesundheitsexperte hat die Versäumnisse über Twitter öffentlich gemacht. Quelle: dpa
Karl Lauterbach

Der SPD-Gesundheitsexperte hat die Versäumnisse über Twitter öffentlich gemacht.

(Foto: dpa)

Berlin Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat Versäumnisse bei der Meldung von Nebeneinkünften an den Bundestag öffentlich gemacht. „Mit 2 Monaten Verspätung habe ich Buchhonorarvorschuss vom 12/2020 an Bundestag gemeldet“, schrieb Lauterbach in der Nacht zum Montag auf Twitter.

„Dabei fiel meinem Büro auf, dass alle Nebeneinnahmen aus 2018/19, 17.850 Euro für 4 Vorträge, noch nicht gemeldet waren. Riesenfehler, für den ich geradestehe: 17.850 Euro spende ich für Indien.“ Darunter postete Lauterbach eine Spendenbestätigung über 3000 Euro des UN-Kinderhilfswerks Unicef.

Der Beitrag löste bei Twitter angeregte Diskussionen aus. Am frühen Morgen ergänzte Lauterbach, das Geld sei versteuert worden. Die von ihm verbreitete Quittung beziehe sich nur auf 3000 Euro, weil das die Obergrenze für eine Spende sei. „Rest am Dienstag.“

Abgeordnete müssen Nebeneinkünfte an den Bundestag melden. Diese werden in grober Form dann auch auf ihren Bundestagsseiten veröffentlicht.

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    In der vergangenen Woche hatte Grünen-Chefin Annalena Baerbock Aufsehen erregt mit Sonderzahlungen ihrer Partei von mehr als 25.000 Euro aus den vergangenen Jahren, die sie der Parlamentsverwaltung verspätet nachgemeldet hatte. Darunter war auch eine Corona-bedingte Sonderzahlung der Grünen, die eigentlich nur für Beschäftigte gedacht ist – Baerbock als Parteichefin erhält aber gerade kein Gehalt ihrer Partei.

    Mehr: Debatte um Nebeneinkünfte bedroht Höhenflug der Grünen

    • dpa
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    6 Kommentare zu "SPD-Politiker: „Riesenfehler“: Lauterbach meldet Honorare nach"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Sie probieren es wenigstens und wissen, das es auch klappen könnte.

      Nun ist es halt mal aufgeflogen.

      Und weiter?

    • Das erinnert an die "Flugmeilenaffäre" der Grünen durch Özdemir, Trittin, Schlauch u.a.

      Sie zahlten einfach und fertig. Es kam nie ans Licht, dass ihnen bei der Steuernachzahlung 6 Prozent für die Steuernachzahlung berechnet wurden, sowie es bei allen Selbstständigen und Freiberuflern üblich ist und jeder das sicher einmal im Leben genießen durfte.

      Das ist dann der Unterschied zwischen Politiker/- innen und der Bevölkerung, wie bei vielen anderen Dingen.

      Und dann von einer Spaltung der Gesellschaft zu reden, ist einfach beschämend und dumm.



    • Man verliert das vERTRAUEN, schon mit den AMTHORs ging es los, Frau BÄRBAUM als Kanzlerin undenkbar, SIE wollte Steuern hinterziehen, nicht mehr und nicht weniger.
      Lauterbach wollte sich bereichern obwohl ER das gar nicht nicht nötig hatte, der Bürger wird belogen nach Strich und Faden.

    • eigentlich hat auch in der EU keiner Lust, Einnahmen zu melden, und damit Steuern zu zahlen. Nach BÄRBAUM
      nun LAUTERBACH und viele werden folgen.
      Niemand hat Lust die "Vergesslichkeit" dieser Spitzenleute klipp und klar zu sagen : DAS IST STEUERHINTERZIEHEUNG, wo bleiben die Sanktionen ?
      BAERBAUM als Kanzlerin ist schon mal weggefallen, der unter totaler Vergesslichkeit "leidende" Scholz-o-mat
      mit Sicherheit auch, Steuerbetrüger in hohen Staatsämtern sind unmöglich. Weg damit aus der Politik.

    • @Herr Max MusterStudent
      Sind Politiker Beamte? Nicht grundsätzlich, aber meistens schon: Ein Beamter geht in die Politik, ist nicht erfolgreich, kehrt auf seine Beamtenposition wieder zurück.
      Dieses Privileg haben normale Angestellte, Arbeiter, Freiberufler, Unternehmer nicht.
      Deshalb finde ich Ihren Gedanken gut, dass die Nebeneinkünfte jener Politiker, die auf ihre Posten zurückkehren wollen, beschränkt werden sollten. Ein Beamter darf ja auch nicht "übermäßig" dazuverdienen.
      Sollte sich ein Unternehmer/Investor in die Politik wagen, so sind dort aus meiner Sicht keine Grenzen zu setzen, da jene Menschen sehr viel verdienen und auch die Politik aufgrund ihres Wissens massiv pragmatisch unterstützen können.
      Würden Sie die Nebeneinkünfte jener Menschen beschränken, würden jene aus der Politik vergrault. In der Regel gehen jene Menschen in die Politik, um für das Land etwas gutes zu leisten. Die schönen Politikereinkünfte sind meist sekundär - ganz im Gegensatz zu den Berufspolitikern oder Politikern mit Beamtenhintergrund.

    • Um die Anreize für Korruption zu minimieren, sollte es einen maximalen Betrag für Nebeneinkünfte von Politikern geben. Denn ausartende Nebeneinkünfte unterwandern die "hergebrachten Grundsätze des Beamtentums".

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