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SPD-Vorsitz Sarrazin: Eine nach links gerückte SPD „sollte gefälligst mit erster Garnitur antreten“

Thilo Sarrazin gibt seiner Partei gern Ratschläge, allerdings teils vergiftete: Auch für den Posten des SPD-Chefs schwebt dem umstrittenen Politiker eine Person vor.
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Der Ex-Berliner Finanzsenator liegt mit seiner Partei im Clinch. Quelle: imago images / Karina Hessland
Thilo Sarrazin

Der Ex-Berliner Finanzsenator liegt mit seiner Partei im Clinch.

(Foto: imago images / Karina Hessland)

Berlin Das Adjektiv „streitbar“ trifft auf ihn besonders zu – das hat Thilo Sarrazin an diesem Freitag wieder bewiesen: Der Ex-SPD-Finanzsenator von Berlin fordert in einem Interview den Vorsitzenden der Jusos, Kevin Kühnert, zu einer Kandidatur für den SPD-Vorsitz auf – verbunden allerdings mit einem gehörigen Seitenhieb auf seine Partei.

Sarrazin sagte demnach der „Bild“-Zeitung: „Wenn die Linken schon die komplette Machtübernahme in der SPD anstreben, dann sollen sie gefälligst mit ihrer ersten Garnitur antreten und die Partei nicht mit drittklassigen Kandidaten behelligen.“

Bisher gelten Parteivize Ralf Stegner und der Abgeordnete Karl Lauterbach als prominenteste Vertreter des linken Parteiflügels unter den Bewerbern.

Sarrazin gehört der SPD seit 45 Jahren an, liegt aber im Clinch mit seiner Partei: Seine Bücher sind zwar Bestseller, doch in den Augen der SPD schadet der 74-Jährige der Partei mit seinen Äußerungen. So mühen sich die Sozialdemokraten seit fast bald zehn Jahre mit Sarrazins Parteiausschluss ab, der Fall ist immer noch nicht abgeschlossen.

Zwar hatte eine Schiedskommission Sarrazins Ausschluss im Juli für rechtlich in Ordnung erklärt, doch der Politiker legte Berufung ein. Zwei weitere Instanzen in der SPD kann er noch anrufen, notfalls auch die ordentlichen Gerichte – notfalls bis hin zum Verfassungsgericht.

Mehr: Die SPD versucht seit längerem Thilo Sarrazin auszuschließen. Eine andere Partei hat dem Autor aber eingeladen, Mitglied zu werden.

  • deli
  • dpa
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