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Staatsanwaltschaft ermittelt Polizeibeamter soll Flüchtlinge misshandelt haben

Schwere Vorwürfe gegen einen Bundespolizisten aus Hannover: Der Mann soll in einer Wache laut einem Bericht Flüchtlinge gequält und gedemütigt haben. Fotos der Vorfälle soll er an Kollegen verschickt haben.
21 Kommentare

Macht und Gewalt: Wirklich ein Polizeiproblem?

Hannover Die Staatsanwaltschaft Hannover hat wegen des Verdachts der Misshandlung von Flüchtlingen in einer Wache der Bundespolizei in Hannover Medienberichten zufolge Ermittlungen gegen einen Polizeibeamten aufgenommen. Nach gemeinsamen Recherchen des NDR-Fernsehmagazins „Hallo Niedersachsen“ und des Radiosenders NDR Info soll es im vergangenen Jahr mehrfach Übergriffe auf Menschen in den Gewahrsamszellen gegeben haben.

In einem Fall soll den Berichten zufolge ein Flüchtling aus Afghanistan gewürgt und mit angelegten Fußfesseln durch die Wache geschleift worden sein. In einem anderen Fall bestehe der Verdacht, dass ein Marokkaner in der Zelle gezielt erniedrigt wurde; ihm sei unter anderem verdorbenes Schweinemett verabreicht worden.

Nach Informationen des Senders soll sich der ins Visier der Staatsanwaltschaft geratene Beamte im Kurzmitteilungsdienst What's App solcher Handlungen gerühmt haben und außerdem ein Foto gemacht und an Kollegen verschickt haben. Das Bild zeige einen gefesselten Menschen in unnatürlicher Haltung und mit erkennbar von Schmerz verzerrten Gesichtszügen. Auf dem Foto sind die Stiefel zweier Beamter zu sehen.

Den Berichten zufolge gab es sowohl in der Dienststelle des Bundespolizisten in Hannover als auch in dessen Privathaus am Freitag Hausdurchsuchungen. Dabei wurde laut Staatsanwaltschaft Beweismaterial beschlagnahmt, heißt es in den Berichten weiter.

Wegen der Schwere der Vorwürfe sei Eile bei den Ermittlungen geboten gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge dem NDR demnach auf Anfrage. Die Bundespolizeidirektion in Hannover wollte sich auf Nachfrage des Senders nicht zu den Vorwürfen äußern, da es sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren handele. Eine Sprecherin sagte den Angaben zufolge aber, es gebe ein „größtmögliches Aufklärungsinteresse".

  • dpa
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21 Kommentare zu "Staatsanwaltschaft ermittelt: Polizeibeamter soll Flüchtlinge misshandelt haben"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Nichts, - genauso wenig wie Waterboarding bei Vernehmungen, nur wie heißt es doch so schön, der Zweck heiligt die Mittel.

  • [...]

    Natürlich ist es nicht in Ordnung, wenn ein Hilfesuchender misshandelt wird. Sofern es überhaupt einer ist.
    Man kennt aber auch nicht die Hintergründe! Als Polizist muss man sich definitiv nicht alles gefallen lassen. Ich möchte nicht wissen, was diese Leute tagtäglich über sich ergehen lassen müssen. Besonders von "Hilfesuchenden". Auch wenn die Methode nicht unbedingt toll war.
    [...]
    Menschliche Würde? Wer kann mir denn beweisen, dass diese Leute unsere Würde, eventuell die des Polizisten, respektieren? Sehr Naiv. Erweitern [...]

    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 

  • Da wird sich schon ein Anwalt finden der den armen geplagten marokkanischen Flüchtling beispringt.Marokkanischen Flüchtling? Auch egal. Alles im Namen der Humanität. Logo. Da folgt eine Verhandlung nach......und so weiter und so fort.

  • Es ist falsch was der Polizist gemacht hat!
    Es ist falsch das manche Flüchtlinge spucken, urinieren etc.

    Auf etwas Falsches mit etwas anderem falschen zu reagieren ist bekloppt

    Der Polizist gehört bestraft, aber so wie eine Schwalbe keinen Sommer macht, so macht ein schlechter Polizist nicht die ganze Polizei schlecht, oder ein missratener Flüchtling nicht alle Flüchtlinge.

    Wir hören nur von den paar schlechterzogenen Typen, von den vielen, die sich absolut korrekt verhalten hören wir nicht.




  • Fragt sich halt was disziplinarische Maßnahmen mit dem Verabreichen von verdorbenem Schweinemett zu tun haben?
    Vielleicht können sie das ja mal näher erläutern...

  • [...] wenn unsere leute die priviligiert aufwachsen dürfen ein so abartiges verhalten an den tag legen wie sollen wir dann im ausland helfen?? bei uns fängt der ganze schei* doch an. [...] es geht hier um die menschliche würde [...]

     
    Beitrag von der Redaktion editiert. Bitte bleiben Sie sachlich. 


  • Ein Flüchtling aus Afghanistan...

    Da wird 10 Jahre in Afghanistan Krieg geführt, um dort eine Demokratie zu beleben und nach 10 Jahren und riesigen Kosten reisen die Afghanen nach Deutschland um die halbe Welt, um hier Asyl zu beantragen.

    Was haben die internationalen Truppen in den vergangenen 10 Jahren eigentlich in Afghanistan gemacht?

  • Hannover?

    Ich denke an die Ermittlung i.S. Wulff, Maschmeyer, Edathy, ...

  • Warum liest man eigentlich nie von der Überforderung der Menschen, die sich um die Flüchtlinge, Asylanten, Zuwanderer, Migranten kümmern MÜSSEN? Nein ich will die Taten nicht rechtfertigen, verlange aber die gleiche Empathie, die man "traumatisierten" Kriminellen zuspricht.
    Müssen sich unsere Polizisten beleidigen, bespucken lassen und immer brav die Contenance bewahren? Hat schon einmal jemand darüber nachgedacht, was wohl in Menschen vor sich geht, die finanziell gerade so über die Runden kommen?

  • Wenn man bedenkt wer alles an den" Flüchtlingen, Asylanten, Facharbeitern" usw. eine Menge Geld verdient, kann man gut verstehen das der Strom von Menschen nicht abreissen soll. Rechtsanwälte, Sozialarbeiter mit Bacelorabschluss, und unterbeschäftigte Pfaffen verdienen wirklich gut an diesem Geschäftsmodell. Letztendlich zahlt das alles der Steurzahler, welcher als abhängig Beschäftigter dieses Jahr bis zum 11.Juli arbeiten wird um Steuern und Abgaben zu zahlen, danach arbeiten er für sich selbst.

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