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Staatschulden Deutschland verfehlt erneut Maastricht-Schuldenquote

Laut dem Maastricht-Vertrag darf das Verhältnis von Staatsschulden und BIP maximal 60 Prozent betragen. Deutschland verfehlt die Vorgabe knapp.
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Trotz Schuldenabbaus verfehlt Deutschland die EU-Vorgaben bei den Staatssteuern weiterhin. Quelle: dpa
Deutsche Bundesbank

Trotz Schuldenabbaus verfehlt Deutschland die EU-Vorgaben bei den Staatssteuern weiterhin.

(Foto: dpa)

Frankfurt Trotz eines kräftigen Schuldenabbaus hat Deutschland die EU-Vorgaben aus dem Maastricht-Vertrag im vergangenen Jahr knapp verfehlt. Die Staatsschulden verringerten sich 2018 zwar um 52 Milliarden Euro auf 2,06 Billionen Euro, wie die Bundesbank am Freitag in Frankfurt mitteilte.

Der Schuldenstand im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt lag aber zum Jahresende bei 60,9 Prozent und damit immer noch über der Grenzmarke des Maastricht-Vertrags von maximal 60 Prozent. Die Quote ist allerdings bereits das sechste Mal in Folge gesunken. Noch 2017 hatte sie bei 64,5 Prozent gelegen.

Im laufenden Jahr soll nun erstmals seit 17 Jahren die EU-Vorgabe bei der Verschuldung eingehalten werden. Die mehrjährige Finanzplanung des Bundes sieht für 2019 eine Schuldenstandsquote von 58 Prozent vor. Sie soll dann bis zum Jahr 2022 auf 52 Prozent weiter sinken. Die bislang höchsten Quote hatte Deutschland mit 81,8 Prozent im Jahr 2010.

Die im vergangenen Jahr erzielten Haushaltsüberschüsse wurden laut Bundesbank insbesondere genutzt, um Schulden abzubauen. Ohne Berücksichtigung der staatlichen „Bad Banks“, die im Zuge der Finanzkrise eingerichtet worden waren, wurden die Verbindlichkeiten um 36 Milliarden Euro verringert.

Die Sozialversicherungen setzten Überschüsse dagegen ein, um ihre Rücklagen weiter zu erhöhen. Die staatlichen „Bad Banks“ reduzierten ihre Schulden um 16 Milliarden Euro. Die Stützungsmaßnahmen zugunsten heimischer Banken lagen bei 183 Milliarden Euro. Die Hilfspakete für ins Straucheln gerate Euro-Staaten schlugen unverändert mit 88 Milliarden Euro zu Buche.

  • rtr
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