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Staatsfinanzen Bund und Länder erwarten 2014 ausgeglichenen Haushalt

Trotz schwächelnder Konjunktur soll das Staatsdefizit weiter abgebaut werden. Die Defizitquote soll noch in diesem Jahr auf rund ein Prozent sinken. Allerdings bereiten die Griechenland-Hilfen dem Fiskus Probleme.
11 Kommentare

Bundestag verabschiedet Haushalt

DüsseldorfDie schwächere Konjunktur soll den Abbau des Staatsdefizits nicht bremsen. Darauf haben sich Bund und Länder im Arbeitskreis Stabilitätsrat geeinigt, erfuhr das „Handelsblatt“ aus Länderkreisen. Nach 4,3 Prozent im Vorjahr wird die gesamtstaatliche Defizitquote dieses Jahr auf rund ein Prozent sinken. Damit wäre die Quote noch einen halben Punkt niedriger als im Sommer geschätzt.

Statt 41,5 Milliarden Euro werden Bund, Länder, Gemeinden und Extrahaushalte des Bundes dieses Jahr nur 27,5 Milliarden Euro neue Kredite benötigen. Zu den Extrahaushalten zählen etwa der Bankenrettungsfonds Soffin, der Investitions- und Tilgungsfonds und der Klimafonds.

Deutlich langsamer als noch Sommer geplant sinkt jedoch die Schuldenquote des Staates, die 2010 auf den Rekordwert von 83,2 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) geschnellt war. Während die Sommerprojektion einen Rückgang der Quote bis 2015 auf 71 Prozent vorgesehen hatte, erwarten die Experten von Bund und Ländern nunmehr einen Rückgang auf 74,5 Prozent des BIP – 2015 soll ein Prozent des BIP 28,7 Milliarden Euro entsprechen.

Gründe für den langsameren Schuldenabbau seien, dass die Wirtschaftsleistung langsamer steige als im Sommer angenommen. Außerdem hätte die Regierung nunmehr Vorsorge für mögliche Zahlungen im Rahmen des Euro-Rettungsschirms EFSF getroffen – Kredite des EFSF an notleidende Euro-Länder werden den Bürgen anteilig zugeordnet und erhöhen damit deren Schuldenstand. Deutschlands Anteil beträgt rund 27 Prozent. Falls diese Kredite zurückgezahlt werden, sinkt der Schuldenstand entsprechend.

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11 Kommentare zu "Staatsfinanzen: Bund und Länder erwarten 2014 ausgeglichenen Haushalt"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Sie erwarten einen ausgeglichen Haushalt, genau so wie sie den Nikolaus und das Christkind erwarten.
    Oder ist heute der erste April?

  • "Bund und Länder erwarten 2014 ausgeglichenen Haushalt"

    Ja klar und am 21.12.2012 geht die Welt unter!

  • Völlig richtig.
    Um mal ganz ehrlich zu sein, denen geht in Wirklichkeit auch der Arsch auf Grundeis, sie wissen, dass sie Scheiße gebaut haben mit dieer Griechenland-Hilfe und sie belügen uns nun dass es eine wahre Pracht ist.
    Ich sag ja immer, das erinnert schwer an Göppels-Propaganda
    So blöde sind die nicht, die wissen genau, da braucht nur mal einer richtig anfangen und dann haben sie Randale auf der Straße.
    Denn wenn es den Deutschen ernsthaft ans Geld geht, werden sie wach.
    Deswegen wird der deutsche Michl immer noch eingelullt und leider glauben große Teile der Deutschen diesen Propaganda-Müll auch noch
    Aber ich glaube, nicht mehr lange. Es gärt nämlich gewaltig im Volk

  • An einen ausgeglichenen Haushalt 2014 könnte ich allenfalls dann glauben, wenn D jetzt, da die Wirtschaft brummt und die Steuereinnahmen sprudeln, einen Haushaltsüberschuss von 1%-2% des BIP erwirtschaften würde. Aber es ist das Gegenteil der Fall.

  • Das Staatsdefizit wird abgebaut? Das sind doch Märchen. Nur weil vielleicht die Neuverschuldung eingestellt wird ist das kein Grund, dies als Erfolg zu feiern. Der Staat ist dann nur so weit, dass seine Ausgaben den Einnahmen entsprechen. Was für jeden normalen Haushalt gelten sollte.

  • An die Redaktion vom Handelsblatt: Qualitäts- bzw. investigativer Journalismus sieht anders aus!

    Einfach mal in den Finanzplan des Bundes 2011 bis 2015 reinschauen (Bundesdrucksache 17/6601, Tabelle 2 unter Pkt. 3.1 auf Seite 10).

    Selbst unter Abzug der Kapitalbeteiligung am Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) von 4,3 Mrd. EUR jährlich ab 2013 verbleiben immer noch Nettokreditaufnahmen in nicht unerheblichen Ausmaß!

  • Die Sprüche hören wir seit zwanzig Jahren. Warum veröffentlichen sog. "Journalisten" solche Verlautbarungen überhaupt? Ist es nicht deren Aufgabe, unwichtigen Blödsinn vor der Veröffentlichung ihrer Publikation auszusieben?

  • Ich kann mich nur wiederholen. Die halten einen doch echt für total verblödet. Dieses Geldsystem ist kaputt und wir sind an dem Punkt angekommen wo ein baldiger Reset mal wieder notwendig sein wird, es geht gar nicht anders, da können wir noch so sparen, es hilft nichts. Was diese Regierung hier verzapft ist die lächerlichste Propaganda seit dem 3. Reich und sie kommt ständig absurd und wie auf Knopfdruck. Die wissen eben auch um ihre dümmsten WählerSchafe.

  • Dann spart der Bürger/Steuerzahler die Zinsen. Das ist richtig. Anschließend kauft der Bürger/Steuerzahler die selben Leistungen teuer zurück. Lachender Dritter ist dann wer?
    Sie Glauben doch nicht im Ernst, das etwas übrig bleibt, wenn die Beute so schön appetitlich angerichtet auf dem Tisch liegt.
    Außerdem sollte die "Griechenlandhilfe" als das bezeichnet werden, was sie auch ist. Als Gläubigerschutzmaßnahme. Lachender Dritter ist hier wiederum wer?

  • Genau...wieder nach der Bundestagswahl. Ich wette 2013 erklärt uns wieder jmd. das nicht gespart werden kann und wir wieder ein Defizit haben. Westliche Demokratien können alles außer sparen.

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