Städte- und Gemeindebund Arbeitgeber warnen vor den Folgen

Die jüngst ausgehandelten Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst könnten für die Beschäftigten ein bitteres Nachspiel haben. Der Städte- und Gemeindebund rechnet nun mit einem Stellenabbau in vielen Kommunen.
Update: 02.04.2012 - 07:39 Uhr 31 Kommentare
Mitarbeiter der Hamburger Stadtreinigung haben sich auf einer Demonstration für Tariferhöhungen eingesetzt. Quelle: dpa

Mitarbeiter der Hamburger Stadtreinigung haben sich auf einer Demonstration für Tariferhöhungen eingesetzt.

(Foto: dpa)

BerlinNach den Tarifverhandlungen im öffentlichen Dienst haben sich die Arbeitgeber an der „Grenze des Vertretbaren“ gesehen. Tatsächlich wird der Tarifabschluss des öffentlichen Dienstes nach Einschätzung des Städte- und Gemeindebundes nun zu Personalabbau und Privatisierungen in den Kommunen führen.

„Für viele Kommunen nimmt durch den Tarifabschluss der Druck zu, Personal abzubauen und öffentliche Leistungen zu privatisieren“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der Düsseldorfer „Rheinischen Post“.

Viele Städte und Gemeinden würden zudem „nach Möglichkeiten suchen, ihre Einnahmen durch höhere Beiträge, Gebühren oder Steuern zu verbessern“. Landsberg forderte die Bundesregierung auf, den Kommunen Sozialleistungen abzunehmen.


Die Eingliederungshilfen für Behinderte, die die Kommunen pro Jahr fast 14 Milliarden Euro kosteten, seien keine kommunale Aufgabe. Die Tarifparteien in Bund und Kommunen hatten am Wochenende eine Einigung erzielt, wonach die gut zwei Millionen Beschäftigten des Öffentlichen Dienstes in den kommenden zwei Jahren schrittweise 6,3 Prozent mehr Geld bekommen.
Die Kommunen bezifferten ihre Mehrausgaben durch den Tarifvertrag auf 2,2 Milliarden in diesem Jahr und rund 4,3 Milliarden Euro im kommenden Jahr.

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31 Kommentare zu "Städte- und Gemeindebund: Nach der Lohnerhöhung droht der Stellenabbau"

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  • Hallo Handelsblatt, wo sind plötzlich meine Beiträge geblieben? Eben waren es noch 30 Kommentare und jetzt nur noch 24, einige Beiträge darunter auch 2 von mir wurden entfernt. Mir ist nicht bekannt, dass ich mich im Ton vergriffen oder jemanden beleidigt hätte.

  • Die sozial Schwachen sollen immer den Kopf hinhalten und sich noch mehr versklaven lassen!

    Auf der anderen Seite stehen Familien, wie die Quandts, welche allein für 2010 und 2011 zusammen über 1 Milliarde EUR an Dividendenzahlung erhalten.

    Dank unseren Regierungen von Schwarz, Rot, Gelb und Grün werden dafür lediglich 25% Steuern fällig.

    Kein Wunder also, dass die einen im Geld ersticken und die anderen ihre Haut für nichts und wieder nichts zu Markte tragen müssen.

  • weil sie durch Regelungen und
    unnötige Gesetzeregelungen verteuert wurden.
    Gelber Sack und Mülltrennung die das Ganze erheblich verteuern, obwohl Privatanbieter eine kostengünstige Mülltrennung anbieten, die aber der Gestzgeber ablehnt.
    Desweiteren werden in der Müllverbrennung erheblich Gewinne gemacht, die aber wohlweislich von den Städten verschwiegen werden und unter dem Deckmantel bleiben.
    Oder wieso kosten ein Tag ineiner norditalienischen Klinik Notaufnahme mit allen notwenidgen Untersuchungen nur 330Euro und bei uns in Deutschland das zwei- bis dreifache, obwohl die Lohnkosten in Oberitalien mindestens auf dem gleichen Niveau wie unsere sind.
    Durch die aufgeblähten Verwaltungen und Gesetzesvorschriften werden hier die Kosten aufgebläht und unsere Ministerien sind nicht in der lage oder wollen es auch nicht, dieser bei uns herrschenden Kostenexplosion entgegenzuwirken.
    Also wieder einmal versagende Sesselfurzer, die dem Steuerzahler zu Last fallen

  • und warum steigen dann die Kosten für Müllabfuhr wenn die doch durch Private Unternehmen kostengünstig durchgeführt werden?

  • @ProKapitalismus,
    aha "wenn die Konkurenz billiger ist" das sieht man bei den Tankstellen und den Energiepreisen, man empfiehlt dem Bürger immer nur sparen und weniger verbrauchen, wohlwissend dass dann die Preise noch weiter steigen, denn wie schon gesagt die Unternehmen sind ihren Aktionären verpflichtet.

  • @guenni7
    dann dürften in einem Familienunternehmen ohne Fremdarbeiter keine Preiserhöhung anfallen, schauen Sie mal beim Bauern, einmal ist das Wetter zu trocken, nächstes Jahr zu kalt, darauf ein kalter Frühling, im Herbst zu wenig Sonne und immer werden dan die Preise erhöht. Der Bäcker erzählt das er die höheren Getreidepreise leider an die Kunden weitergeben muß, die Energielieferanten erhöhen die Preise auch wenn ich immer weniger verbrauche bekommt nur der einen rabatt der besonders viel verbraucht. Man hört immer wieder irgendwelche Gründe warum die Preise angehoben werden müssen, von höheren Gehältern ist eher seltener die Rede. Mir geht es meiner Meinumg nach sehr gut hier in Deutschland ich kenne aber auch Kollegen die weit weniger verdienen und die sollten schon für die geleistete Arbeit vernünftig bezahlt werden. Ich hätte es lieber gesehen wenn anstatt einer prozentualen Gehalterhöhung nur eine soziale Komponennte z. B. 150,- Euro für jeden Beschäftigten herausgekommen währe aber dies ist für den gehobenen Dienst zu wenig gewesen, die Verantwortlichen die jetzt von Personalkürzungen reden erhalten ja auch die 6,3%, mann könnte auch statt 1000 kleine Bedienstete auch nur 200 von den hochbezahlten entlassen.

  • @ Pro-Kapitalismus:

    Sie treffen den Nagel auf den Kopf...die meisten Politiker und Gewerkschafter in diesem Land sollten sich einfach mal einen Einführungskurs Volkswirtschafslehre zu Gemüte führen, die an so ziemlich jeder Uni in Deutschland angeboten wird. Man kann ja gern verschiedene Standpunkte vertreten, das ist ja auch der Sinn einer parlamentarischen Demokratie: Aber ich verlange eigentlich von jedem Politiker und Gewerkschafter, dass er sich ein Bild der Konsequenzen machen kann, die sein Standpunkt mit sich bringt! Und das ist wohl kaum gewährleistet, wenn man wie Andrea Nahles 20 Semester Politik, Philosophie und Germanistik studiert hat und dann irgendwas von dem verstehen will, was man da quacksalbert...in anderen Parteien sieht das Bild nicht viel besser aus-auch ein reines Jurastudium ist völlig unzureichend, um die Zusammenhänge zu verstehen. Und diese Idioten müssen wir dann mangels Alternativlosigkeit (in diesem Kontext ist das Wort wirklich angemessen) auch noch wählen!!! Schande über Dich liebes Deutschland

  • die wirklich notwendigen Jobs, die wir auch benötigen, wie Bettpfannen ausleeren oder Müll beseitigen, werden eh schon zum Großteil von der Privatwirtschaft getätigt.
    Aber die Sesselfurzer und oder die nur Pseudoverwaltungsaufgaben leisten, bremsen uns nur und verursachen unnötige Kosten, und sind oft Schmarotzer, die eher mit Hartz 4 vergütet werden sollten.

  • Einigen Kommentatoren würde es überaus gut tuen, mal für ein Jahr ins Ausland zu gehen, um zu sehen, wie die Verhältnisse dort sind.
    Deutschland ist ein SCHLARAFFENLAND für Alle die dort leben.
    Selbst für die, die wenig verdienen.
    Dieses andauernde weinerliche "die haben aber mehr als ich" ist mehr als peinlich.

  • Blödsinn, die Preissteigerungen sind hausgemacht!

    Wer Ackerland für BIO-Sprit braucht, treibt die Lebensmittelpreise!
    Wer von heute auf Morgen nicht abgeschriebene AKW stilllegt, treibt die Strompreise!
    Und wer dann noch höhere Gehälter will, treibt alle Preise in die Höhe. Inflation entsteht nicht durch die Geldmengenerweiterung, sehr wohl aber durch die jetzigen Gehaltszuwächse!
    Der Euro hat mit der Sachlage nichts zu tun.

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