Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Städtebund für „flexible Lösungen“ Kommunen rütteln am Kita-Rechtsanspruch

Seite 2 von 2:
"Wirtschaft muss sich stärker engagieren"

Auch die Wirtschaft, die ja vehement die jungen Frauen dränge, schnell wieder in den Beruf zurückzukehren, müsse sich viel stärker engagieren, sagte der Städtebund-Geschäftsführer weiter. Dazu gehöre der Ausbau bestehender Betriebskindergärten. „Zusätzlich sollten sich aber auch kleinere Unternehmen zusammentun und Tagesmütter oder Erzieherinnen fest anstellen“, sagte Landsberg. „So können sie für ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Betreuung organisieren, ohne eine eigene Einrichtung unterhalten zu müssen.“

Interaktive Infografik

Anteil der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung

Stichtag: 1. März 2011

Für dieses Konzept spreche insbesondere, dass die Investitionskosten für einen Kitaplatz pro Kind im Schnitt 36.000 Euro plus 12.000 Euro Betriebskosten betrügen. Die Betriebskosten eines Platzes in der Tagespflege betrügen im Schnitt 7.500 bis 8.000 Euro jährlich.

Dessen ungeachtet versicherte Landsberg, dass die Städte und Gemeinden „mit ganzer Kraft“ den weiteren Ausbau der Kinderbetreuung betrieben, um den Rechtsanspruch zum 01. August 2013 erfüllen zu können. Die Städte und Gemeinden hätten schon viel geschafft, betonte er. Zurzeit liege das Betreuungsangebot schon bei 620.000 Plätzen. Das sei vor sechs Jahren noch unvorstellbar gewesen. „Dennoch zeichnet sich bereits heute ab, dass die Nachfrage in manchen Regionen nach Betreuungsplätzen – bei allen Anstrengungen – weit größer sein wird als das Angebot“, sagte Landsberg.

Laut Angaben des Bundesfamilienministeriums  werden bis August 2013 insgesamt 780.000 Plätze gebraucht. 160.000 Plätze fehlen demnach.

 

Startseite
Seite 12Alles auf einer Seite anzeigen

25 Kommentare zu "Städtebund für „flexible Lösungen“: Kommunen rütteln am Kita-Rechtsanspruch"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Eigentlich stimmt es doch, was Bischof Mixa mal sagte, dass Frauen sich selbst zu Gebährmaschinen degradieren.
    da kann man doch gleich den Lebensborn wieder einführen, Kind kriegen und ab damit
    Mann, mann wo driften wir hin?

  • pedrobergerac
    Völlig richtig
    Das ist ja auch das, was Psychologen sagen

  • netshadow
    Genau
    Ein Kleinkind unter Drei muß zuallerst einmal mütterliche liebevoll Zuwendung erhalten, ein Kind brauht Nestwärme. Ja, ich weiß, fürchterlich altmodisch, aber trotzdem immer noch gültig.
    Eine Schweizer Psychologin sagte mal "ein Kind ist wie ein Blumenableger, den topfen wir ein, gießen ihn regelmäßig und schauen jeden Tag nach, ob er schon gewachsen ist"
    Genau so ist es. Und was will unser Staat? Ab in die Staatserziehung, damit die Kinder nur ja keine feste familiäre Bindung mehr erhalten, sondern schon vom Staat auf links gedreht werden, damit sie polit. die Bürger werden, die der Staat will
    Was folgt denn als nächsgtes?
    Der Wehrkunde-Unterricht im letzten Kindergarten-Jahr?
    Eine alleinerziehende Mutter, die arbeiten muß, muß die Möglichkeit der Betreuung haben, aber alle andren sollten mal überlegen, was sie tun und ob Urlaub und Designerklamotten wirklich nötig sind
    "Gib Deinem Kind wenn es klein ist, starke Wurzeln und verleih ihm, wenn es größer wird, Flügel"
    Wurzeln in der KITA???????

  • vandale
    ich stimem Ihnen ja z. T. zu, aber wie wäre es denn, wenn auch in den Familien mal wieder ein wenig Bescheidenheit einkehren würde?
    Jedes Jahr Urlaub und immer nach dem Motto je weiter desto besser.
    Was hat denn ein Kleinkind vom Urlaub?
    Das wird abends im Hotel ins Bett gepackt, da paßt dann das Zimmermädchen auf und die Eltern gehen raus und saufen.
    Warum kann man nicht zu Hause bleiben und sich liebevoll ums Kind kümmern?

  • So ist es. Aber würde der Bund sein eigenes Geld drucken und dieses Monopol nicht den Privatbanken überlassen, dann könnte er die Kindererziehung wieder den Eltern überlassen.

  • Genau.

  • Es ist die nobelste Aufgabe des Menschen, seine Kinder großzuziehen. Niemand sollte aus finanziellen Gründen gezwungen sein, seine Kinder zu früh in Krippen oder an Tagesmüttern-vätern abzugeben. Die ersten Jahre bei den Eltern sind für die Entwicklung der kleinen Seelen und für die Charakterbildung total wichtig. Ab 2 Jahren ist es dann sinnvol, eine regelmäßige Sozialisierung in größeren Kindergruppen vorzunehmen. Aber das auch nur Schritt für Schritt.
    Das wäre auch die nobelste Aufgabe der Politiker dies zu ermöglichen.

  • Das war doch wieder mal klar, dass das so nicht funktionniert. Es scheint wohl ein Interesse daran zu bestehen, dass Frauen, die Kind und Karriere machen wollen, entweder aus Deutschland auswandern, oder Kinder bekommen und dann der Allgemeinheit als HArtz 4 Empfaenger auf der Tasche liegen, wenn die Ehe dann platzt (die Scheidungsquote liegt bei fast 40 Prozent). Mit Logik hat diese seit Jahrzehnten bestehende Verweigerungshaltung nichts zu tun-.
    Zum Punkt Oma: Oma, mittlerweile, da die Ausbildung so ewig in D dauert, ist ueber 70 und wird sich bedanken, in ihrer Rente jetzt wieder einen Knochenjob zu haben ( man denke z B an das staendige Gewichtheben beim Windelwechseln) weil die Tochter keinen KITA platz hat.

  • @ Thomas

    Absolut richtig. Der Bund beschließt besonders gerne Gesetze, bei denen andere (Länder, Gemeinden, Hauseigentümer etc.) die Kosten zu tragen haben.

    Schon Luther wußte: Auf einem fremden Arsch ist´s gut durch´s Feuer rutschen.

  • "Dann wird die primitive Hartz4 Mutti kurz angelernt (es fehlen bekanntlich tausende Erzieher) um dann die dümmliche Illusion zu nähren, dass sie bei einem Betreuungsschlüssel von 1 zu 10 noch sog. "frühkindliche Bildung" vermitteln könnte."

    Eine "frühkindliche Bildung" unter 3 Jahren ist allerdings Schwachsinn.
    Ab 3 Jahren müssen genügend Plätze zur Verfügung stehen, wer einen haben will.
    Unter 3 Jahren kann man nicht gleichzeitig ein "Omakonzept" fordern, von Babybildung blubbern, keine Babypfleger haben und so tun als kämen dann ganz schlaue soziale Menschen dabei heraus.
    Unter 3 Jahre Elterngeld, Teilzeitförderung und Förderung privater Initiativen (Oma ist auch privat), damit man tatsächlich eine Wahl hat.
    Die Wahl hört an dem Punkt auf, an dem Windeln teurer sind als das Einkommen.

    Und - sorry, eine "Hartz4-Mutti" ist nicht per se ungeeignet, in dieser Logik müßte jede Mutter oder jeder Vater erstmal einen Schein machen.

Alle Kommentare lesen
Serviceangebote