Statistische Bundesamt Fast jeder sechste Deutsche von Armut bedroht

Die Zahl der armutsgefährdeten Menschen in Deutschland ist gestiegen. Dabei ist das Risiko für Frauen besonders hoch. Doch sie sind nicht die einzige gefährdete Gruppe.
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Eine ältere Frau bittet in der Einkaufsmeile Zeil in Frankfurt um Almosen. Das Statistische Bundesamt hat am Freitag bekannt gegeben, dass 2011 jeder Sechste in Deutschland von Armut gefährdet war. Quelle: dpa

Eine ältere Frau bittet in der Einkaufsmeile Zeil in Frankfurt um Almosen. Das Statistische Bundesamt hat am Freitag bekannt gegeben, dass 2011 jeder Sechste in Deutschland von Armut gefährdet war.

(Foto: dpa)

WiesbadenDie Zahl der armutsgefährdeten Menschen in Deutschland ist gestiegen. Im Jahr 2011 war fast jeder Sechste von Armut bedroht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Freitag mitteilte. Das entspricht 13 Millionen Menschen. Im Vergleich zu 2010 erhöhte sich die Zahl der Betroffenen damit um rund 200.000, ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung wuchs von 15,8 auf 16,1 Prozent.

Besonders stark stieg das Armutsrisiko in Haushalten von Alleinerziehenden. 38,8 Prozent und damit weit mehr als ein Drittel der in solchen Haushalten lebenden Menschen waren davon betroffen - im Jahr davor waren es noch 37,1 Prozent. Dagegen war das Armutsrisiko von Menschen in Haushalten von zwei Erwachsenen mit Kindern deutlich niedriger: Bei Paaren mit einem Kind lag die Quote bei 10,6 Prozent, bei Paaren mit zwei Kindern sogar nur bei 7,7 Prozent.

Die Zahlen orientieren sich an einer Definition der Europäischen Union für Armutsgefährdung. Demnach ist von Armut bedroht, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. In Deutschland sind das bei Singles 980 Euro im Monat, bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 Euro im Monat inklusive staatlicher Sozialleistungen.

Wie bereits in den Vorjahren lag bei Frauen das Armutsrisiko höher als bei Männern. Bei den Senioren ab 65 Jahren etwa waren 2011 insgesamt 13,3 Prozent der Männer, aber 16,6 Prozent der Frauen armutsgefährdet. Im Erwerbsalter zwischen 18 und 64 Jahren waren es 15,5 Prozent der Männer und 17,7 Prozent der Frauen, bei männlichen Minderjährigen 14,8 Prozent, bei ihren weiblichen Altersgenossen 15,7 Prozent.

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  • "nach ist von Armut bedroht, wer über weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung verfügt. In Deutschland sind das bei Singles 980 Euro im Monat, bei Familien mit einem Elternpaar und zwei Kindern 2058 Euro im Monat inklusive staatlicher Sozialleistungen"

    So ein Quatsch. Mit dem o.g. Betrag kann man gut leben, wenn man auf seine Ausgaben achtet nicht gerade jeden Luxus haben muss.

    Das Problem ist dass viele Bezieher sozialer Leistungen es sich in der sozialen Haengematte bequem machen und schnell der Anreiz verloren geht sich Arbeit zu suchen und dass dadurch auch die vielen Wirtschaftsfluechtlinge/Armutseinwanderer angelockt werden.

    In meiner Region werden Erntehelfer aus Osteuropa angekarrt waehrend die H4-Bezieher daheim rumsitzen. Wer staatliche Leistungen bezieht sollte dafuer auch eine Gegenleistung erbringen, auch wenn es sich temporaer nur um's Obst- und Gemueseernten handelt oder um Taetigkeiten die der Allgemeinheit nutzen.

  • Ich verabschiede mich. War ziemlich interssant in Leserforum Handelsblatt. Mein wirklicher Name ist KawasakiZ1

  • Phil, ich stimme Ihnen voll und ganz zu ! Demn ist nichts mehr hinzuzufügen!

  • Nach der Rente vom Jahre 2013 könnte ich locker damit im Alter auskommen. Das sind nämlich mehr als die 900 Euro. Ok, die Inflation muss man noch drauf rechnen.

    Allerdings gehe ich davon aus, wenn der heutige Bürger so in 20 bis 40 Jahren in Rente geht, wird es eh nur noch so eine Art Basissatz geben. Also Sozialhilfe für alle. So wie das heute schon in Griechenland ist. So ähnlich wird das 2030/2040 auch in Deutschland sein. Ursache: Deutschland ist halt pleite und verschleudert sein Geld für schwachsinnige Sachen.

    Generell halte ich es für sinnvoll, dass sich Leute zusätzlich Geld zurücklegen. Mir ist klar, dass viele das nicht können, weil die Löhne so schlecht sind.

    Tatsache ist halt, dass wir immer mehr schlecht ausgebildete Menschen haben, die absolut nutzlos sind, weil in Zukunft immer mehr Maschinen die Jobs übernehmen. Taxis (die selber fahren), Kurierdienste (Drohnen-Paketlieferanten), Supermarktkassen (via RFID-CHIP), Putzdienste, Krankenschwester-Roboter, usw....

    2100 braucht man nur noch 1 Mio Menschen, die alle Maschinen wartet + entwickelt. Rest ist nutzlos.

    VG
    Marvel

  • Woher weiß der Journalist, dass es sich um eine ältere Frau handelt. Das Alter ist eindeutig NICHT erkennbar.
    Aber was schert einen heutigen Journalisten die erste Studienwoche in der Journalistenakademie, wo ihm eindringlich gesagt wird: Recherchiere exakt und berichte aufrichtig.

  • @hellboy
    Benehmen Sie sich, Sie Flegel.

    Tut mir Leid wenn Sie zu den Verlierern der Gesellschaft gehören. Offensichtlich berechtigterweise, wenn Sie nicht mal das kapieren.

  • Ragnar hat recht. Hellboy hat keine Ahnung. Hellboy sollte sich erst mal informieren, bevor er das Niveau des Forums versaut. Andrerseits muß ja einer auch unterdurchschnittliche Kommentare abgeben; das ist wie bei arm und reich.

  • Na Bravo und dann kommen immer mehr Syrer, Afrikaner, Rumänen, etc. und erhalten pro Monat 137 Euro wie ich hier mal gelesen habe. Alle raus und nur wirkliche Kriegsflüchtlinge oder die bedroht werden auffangen. Die meisten sind Wirtschaftsflüchtlinge und die sollen raus, zurück!!!

  • @ Ragnar_Danneskjoeld

    Nixblicker! Schon mal was vom Existenzminimum gehört?

  • Die Südeuropäer haben zwar mehr Eigenheime als die Deutschen,
    von denen sind aber die wenigsten abbezahlt!
    Immobilienkrise in Spanien lässt grüssen!

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