Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Statistisches Bundesamt Jeder zweite Flug 2020 ging über Kurzstrecke

53 Prozent der Passagierflüge gingen über Strecken unter 1000 Kilometer. Das ist Wasser auf die Mühlen der grünen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock.
04.06.2021 - 08:37 Uhr 3 Kommentare
Drehkreuz für Reisende: Viele von ihnen nutzen offenbar das Flugzeug für Strecken unter 1000 Kilometer. Quelle: imago/photothek
Frankfurter Flughafen

Drehkreuz für Reisende: Viele von ihnen nutzen offenbar das Flugzeug für Strecken unter 1000 Kilometer.

(Foto: imago/photothek)

Berlin Mehr als jeder zweite Flug ging im vergangenen Jahr über eine kurze Distanz von weniger als 1000 Kilometer. Die Kurzstreckenflüge hatten einen Anteil von 53 Prozent an allen Passagierflügen, die auf den deutschen Hauptverkehrsflughäfen starteten oder landeten, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte.

Insgesamt waren es rund 313.000. Der Anteil sei damit „trotz coronabedingt stark zurückgegangener Passagierzahlen ähnlich hoch wie vor der Pandemie“, hieß es. 2019 lag er bei 54 Prozent.

Auch 2020 war jeder siebte Passagierflug in Deutschland ein Inlandsflug – insgesamt waren dies rund 85.000. „Dabei wird nicht erfasst, ob es sich um einen Zubringerflug handelt oder nicht“, erklärten die Statistiker. Fast die Hälfte (48 Prozent) aller Inlandsflüge entfiel auf Distanzen zwischen 400 und 500 Kilometern. Das traf auf rund 41.000 Flüge zu.

Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock hatte sich dafür ausgesprochen, die als klimaschädlich geltenden Kurzstrecken- und Billigflügen abzuschaffen. Es sei unfair, dass mit Steuergeldern das Kerosin für Flugzeuge subventioniert werde, während Fernfahrten mit der Bahn insbesondere zu Stoßzeiten teuer seien, kritisierte sie.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Passagierflüge in Deutschland im Jahr 2020 waren nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) für einen CO2-Ausstoß von insgesamt 9,75 Millionen Tonnen verantwortlich. Davon gingen 740.000 Tonnen auf das Konto von reinen Inlandsflügen, was einem Anteil von knapp acht Prozent entspreche.

    Mehr: Grüne und Verbraucherschützer wollen Inlandsflüge durch bessere Bahn obsolet machen.

    • rtr
    Startseite
    3 Kommentare zu "Statistisches Bundesamt: Jeder zweite Flug 2020 ging über Kurzstrecke"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Herr Peter,

      ein gewisser Trend Ist in Deutschland schon zu verspüren. Die Motivation der sog. Leistungsträger und Nettosteuerzahler geht in den Keller. Nicht wenige kehren Deutschland den Rücken. Ein Hochsteuerland mit einer desolaten Infrastruktur und einer Parallelwelt stellt kein Reiz mehr dar, sich in Zeugs zu legen oder gar im Land zu bleiben.

      Grüezi

    • Klar, wenn keine Kurzstreckenflüge mehr erlaubt sind, dann fliegt man halt über Paris nach London - oder wenn man nach Dubai will, fliegt man halt über London statt über Frankfurt.
      Bärbock ist Ideologin ohne Hirn und Verstand!
      Was soll übrigens die komische Grenze von 1000 km - wer fährt schon 1000 km mit dem Zug. Kurzstrecke ist für mich 300 km! Und bei Zubringerflügen, werde ich und viele eben nicht auf die Bahn ausweichen.
      Bärbock nervt - sollte die Kanzler*in werden, dann werden wohl viele intelligente Menschen mit pragmatischen Denken Deutschland den Rücken kehren - allen voran die Unternehmer.
      Da kann noch soviel subventioniert werden - der gute Unternehmer scheut Subventionen - die Anträge und die prüfenden Bürokraten sind lästig und halten von der wichtigen Arbeit ab. Beispiel: Spahn verschwenderisches Verhalten bei Masken und Tests öffnet Tür und Tor für unproduktive Subventionen! Schlechte, teilweise kriminelle Geschäftemacher zocken den Staat ab. Und der Staat ist unfähig gute von schlechten Geschäftsführern zu unterscheiden.

    • Offensichtlich entsprechen die Kurzstreckenflüge einem entsprechenden Bedarf der Reisenden.
      Der Vorstoß der Kanzlerkandidatin der Grünen Baerbock, Kurzstreckenflüge auf die Bahn zu verlagern, ignoriert die Tatsache, daß die Bahn - von den notorischen Verspätungen auch im Fernverkehr einmal ganz abgesehen - auf einer Vielzahl von Kurzstrecken schon unter zeitlichen Aspekten schlicht nicht wettbewerbsfähig ist.
      Mag sein, daß im Biotop grüner Lebenswelten der Zeitfaktor auch bei Reisen eher eine untergeordnete Rolle spielt. Bei der Mehrzahl sowohl der Geschäfts- als auch der Privatreisenden scheint dies jedoch nicht der Fall zu sein.
      Und was die von den Grünen schon seit längerer Zeit gepredigten „Flugscham“ betrifft, sollte man sich daran erinnern, daß die grünen Volksvertreter im Deutschen Bundestag nach einer Erhebung aus dem Jahr 2019 im Vergleich zu den Mitgliedern aller sonstigen Bundestagsfraktionen überproportional häufig das Flugzeug als Verkehrsmittel bevorzugten. Wenn der Steuerzahler für das entsprechende Flugticket aufzukommen hat, ist es somit auch mit dem grünen Umweltbewusstsein anscheinend nicht allzu weit her.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%