Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Statistisches Bundesamt Nah aneinander liegende Forschungsinstitute profitieren voneinander

Das Statistische Bundesamt hat eine Karte präsentiert, in der alle deutschen Forschungsinstitutionen verzeichnet sind. Dabei zeigt sich eine Tendenz.
Kommentieren
Im Zehn-Kilometer-Radius befinden sich um die Technische Universität München 63 weitere Einrichtungen. Quelle: dpa
TU München

Im Zehn-Kilometer-Radius befinden sich um die Technische Universität München 63 weitere Einrichtungen.

(Foto: dpa)

Wiesbaden Nahegelegene Forschungseinrichtungen profitieren stärker voneinander als andere. Das legt eine Karte des Statistischen Bundesamtes nahe, in der erstmals alle deutschen Hochschulen und Forschungsinstitutionen verzeichnet sind. „Die intensive Kooperation schlägt sich auch räumlich nieder“, berichteten die Destatis-Mitarbeiter am Montag in Wiesbaden.

Ein Beispiel sind die in der vergangenen Woche ausgezeichneten Elite-Unis: In ihrer Umgebung liegen mehr außeruniversitäre Forschungseinrichtungen als im Umkreis einer durchschnittlichen Hochschule. Während sich im Umkreis von zehn Kilometern um eine deutsche Universität im Durchschnitt zehn außeruniversitäre Einrichtungen befinden, sind es unter den Exzellenz-Unis 27.

Am deutlichsten ist das in München und Berlin. Im Zehn-Kilometer-Radius befinden sich um die Humboldt Universität Berlin und die Technische Universität Berlin jeweils 64 und um die Technische Universität München 63 weitere Einrichtungen.

In Deutschland gab es im Wintersemester 2017/18 laut Statistischem Bundesamt insgesamt 429 staatlich anerkannte Hochschulen; Berufsakademien sind in der Statistik nicht erfasst. Weil einige mehrere Standorte haben, gibt es insgesamt 641 Hochschulstandorte, Universitätskliniken sind außen vor. Davon sind 122 Universitäten, 439 Fachhochschulen, 58 Kunsthochschulen und 22 Pädagogische oder Theologische Hochschulen.

Auf der anderen Seite stehen 665 private außeruniversitäre Forschungseinrichtungen. Sind werden zwar öffentlich gefördert, sind aber „ohne Erwerbszweck“. Das bedeute, dass diese Institute in Abgrenzung zum Wirtschaftssektor forschen und eine gemeinnützige Aufgabe haben, erklärte ein Mitarbeiter des Statistischen Bundesamtes. Dazu zählen zum Beispiel Helmholtz-Zentren, Max-Planck-Institute oder die Institute der Fraunhofer-Gesellschaft. Wie die Karte zeigt, liegen sie häufig zentral in den kreisfreien Großstädten, rund 40 Prozent sind weniger als einen Kilometer vom nächsten Hochschulstandort entfernt.

Eine weitere Gruppe bilden „öffentlich bestimmte außeruniversitäre Einrichtungen für Wissenschaft, Forschung und Entwicklung“, davon gibt es 353. Der Staat bestimmt dabei die Inhalte und finanziert diese Einrichtungen. Darunter fallen zum Beispiel Landesforschungsanstalten oder Institute der Bundeswehr.

Mehr: Beim Wettbewerb um den Titel „Exzellenz-Uni“ ging es nicht nur um das Prestige – sondern auch um viel Geld. Studentenvertreter üben scharfe Kritik.

  • dpa
Startseite

Mehr zu: Statistisches Bundesamt - Nah aneinander liegende Forschungsinstitute profitieren voneinander

0 Kommentare zu "Statistisches Bundesamt: Nah aneinander liegende Forschungsinstitute profitieren voneinander"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote