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Steigende Migrantenzahlen Merkel fordert Geduld

Die Entwicklung von Flüchtlingskonzepten in Europa ist laut der Bundeskanzlerin ein langfristiger Prozess, bei dem es einen langen Atem brauche. Auch seien Bemühungen notwendig, um Herkunftsländer zu stabilisieren.
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Trotz steigender Flüchtlingszahlen ruft die Bundeskanzlerin zu Geduld mit den europäischen Flüchtlingskonzepten auf. Es brauche einen langen Atem, so Merkel. Quelle: dpa
Angela Merkel

Trotz steigender Flüchtlingszahlen ruft die Bundeskanzlerin zu Geduld mit den europäischen Flüchtlingskonzepten auf. Es brauche einen langen Atem, so Merkel.

(Foto: dpa)

Berlin Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zu Geduld mit den Flüchtlingskonzepten der EU gemahnt, auch wenn immer mehr Migranten über das Mittelmeer nach Europa streben. Es gehe um eine langfristige Entwicklung, „und da wird auch ein längerer Atem notwendig sein“, sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit dem Präsidenten von Burkina Faso, Roch Marc Kaboré, in Berlin. Notwendig seien aber auch „sehr entschiedene Bemühungen in Libyen, vor allen Dingen eine politische Ordnung wieder herzustellen“.

Trotz mehrerer politischer Gipfel zur Migration begeben sich immer noch Tausende Menschen von Libyen aus auf die lebensgefährliche Überfahrt nach Europa. Am Wochenende wurden innerhalb von 24 Stunden bei mehr als 20 Operationen mehr als 3.000 Menschen geborgen.

Die von Libyen ausgehende Migration habe in vielen Fällen wirtschaftliche Gründe, sagte Merkel. Schon im Herbst seien Hunderttausende in dem Land gewesen, die eine Überfahrt nach Europa geplant hätten. Wenn nun Migrationspartnerschaften wie etwa mit Niger aufgelegt werden sollten, brauche es eine gewisse Zeit, ehe man Lebensmöglichkeiten für die Menschen vor Ort geschaffen habe. „Das geht nicht innerhalb von wenigen Monaten.“

Vorrangig sei es nun, eine politische Ordnung in Libyen herzustellen und das Land zu stabilisieren. Sie sei froh, dass Ägypten, Algerien und Tunesien in diesem Zusammenhang die Initiative ergriffen hätten. „Aber auch das ist nichts, was innerhalb von vier Wochen gelöst wird. Sondern das ist ein komplizierter Prozess.“

  • dpa
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