Steuerhinterziehung Schäuble für deutsches Steuer-FBI

Finanzminister Wolfgang Schäuble will Steuersündern an den Kragen: Er plädiert dafür, dem Bundeszentralamt für Steuern mehr Befugnisse zu geben. Außerdem begrüßt er Luxemburgs Ankündigung, das Bankgeheimnis zu lockern.
Update: 11.04.2013 - 01:16 Uhr 53 Kommentare
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plädiert für ein deutsches Steuer-FBI. Quelle: dpa

Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) plädiert für ein deutsches Steuer-FBI.

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BerlinFinanzminister Wolfgang Schäuble hat für die Idee eines deutschen Steuer-FBI geworben. „Wenn die Länder wollen, dass das Bundeszentralamt für Steuern im Kampf gegen Steuervermeidung mehr Befugnisse erhalten soll, wäre das sicherlich ein zu begrüßender Schritt“, sagte Schäuble der „Süddeutschen Zeitung“ (Donnerstagausgabe).

Es müsse aber klar sein, dass eine stärkere Konzentration von Befugnissen beim Bund allein nicht ausreiche. „Der Kern des Problems ist die Tatsache, dass sich die Staaten durch Steuervermeidungsstrategien gegeneinander ausspielen lassen – und nicht die mangelhafte Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern“, betonte der CDU-Politiker.

Ausdrücklich begrüßte Schäuble daher die Ankündigung von Luxemburg, das Bankgeheimnis zu lockern und Informationen über die Zinseinkünfte ausländischer Kontoinhaber ab 2015 automatisch an die Behörden anderer Länder weiterzuleiten. „Das ist für Luxemburg wahrlich kein kleiner Schritt und verdient unseren Respekt.“ Zugleich plädierte der Minister für eine Ausdehnung des Informationsaustauschs auch auf Dividenden und Wertpapierverkaufserlöse sowie die Eindämmung legaler Steuervermeidungsmöglichkeiten für große Konzerne.

„Wir werden nicht darauf warten, bis auch die letzte Karibik-Insel ihr Verhalten ändert, aber wir werden nur mit einem breiten internationalen Ansatz erfolgreich sein“, erklärte Schäuble. Von einem erfolgreichen Kampf gegen Steuerhinterziehung hänge letztendlich auch die Legitimität staatlichen Handelns ab. „Würden wir noch einmal eine Krise bekommen wie 2008, dann stünde nicht nur die marktwirtschaftliche Ordnung auf dem Spiel, sondern unsere gesamte Gesellschaftsform der westlichen Demokratie.“

Nach den jüngsten Enthüllungen über Steueroasen war die Forderung nach einem „deutschen FBI gegen internationale Steuerhinterziehung“ lautgeworden. So könne man wirksamer gegen Steuerhinterziehung vorgehen, sagte der Parlamentarische Staatssekretär in Schäubles Finanzministerium, Steffen Kampeter (CDU). SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück und Parteichef Sigmar Gabriel hatten sich für eine bundesweite Steuerfahndung ausgesprochen.

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53 Kommentare zu "Steuerhinterziehung: Schäuble für deutsches Steuer-FBI"

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  • Schäuble ist einfach ein widerlicher Drecksack.
    Hätten wir endlich ein anderes Geldschöpfungssystem, bräuchten wir Alle keine Steuern zu bezahlen.
    Kreaturen wie schäuble blieben uns dann einfach erspart.

  • Jawohl Herr Schäuble, richtig so. Diese Leute finden dann wahrscheinlich noch mehr Ihrer Plastiktüten mit D-Mark, aus der guten alten Zeit, mit Herrn Schreiber.
    Und bringen Sie endlich dorthin wo Sie Hingehören.

  • Lustig ist immer, wenn es irgendwelche Verwerfugnen gibt, wird sofort nach einer neuen Behörde gerufen.
    Also erst einmal wieder viel Aufwand und viel Geld zum Installieren von zig Beamten, ehe überhaupt ein Cent angeblichen Schwarzgeldes zurück ist.
    Mein Gott, was sind die da in Berlin alle bescheuert

  • Machen Sie Herr Minister,

    mit einem Jahresbrutto von 34.000,- Euro inkl. Schicht- und Feiertagsarbeit, die ja auch schon geringfügig besteuert wird, sorgte ich bis 2009 über die Börse privat vor. Nun der Schlag mit der Abgeltungsteuer, die nicht einmal für die private Altersvorsorge, die die Politiker ja immer wieder fordern, Steuervergünstigungen vorsieht. Sie können das Land mit Steuern und Abgaben überziehen aber einen Fortzug nicht verhindern. Machen Sie doch !!! Es gibt genügend gute Länder auf der Welt wo es sich auch gut leben lässt, aber eben ohne diese arrogante Deutsche Hochnäsigkeit und der nach wie vor großen Steuergeldverschwendungen.
    Tschüß Herr Schäuble.

  • Das eigentliche Problem liegt in der Gemeinschaftswährung. Der Euro und der Rettungsschirm ESM müssen weg!

    Eine Lösung wäre die Parallelwährung. Wie könnte eine Parallelwährung aussehen?

    Der jetzige Euro wird als Valuta-Euro gewandelt. Mit dem Valuta-Euro, den es überall in den Euro-Ländern geben wird, wird der internationale Zahlungsverkehr als Verrechnungseinheit festgelegt. Über den Valuta-Euro laufen auch sämtliche Bankgeschäfte. Der US Dollar richtet sich nach dem Valuta-Euro.

    Zu dem Valuta-Euro wird eine Parallelwährung die D-Mark für Deutschland eingeführt. Die D-Mark gilt als Zahlungsmittel innerhalb Deutschland.

    Griechenland würde die Drachme als Zahlungsmittel für den Binnenmarkt als Parallelwährung ebenfalls zusätzlich einführen.

    Mit diesem Beispiel möchte ich die Wirkungsweise des Wechselkurses zum Valuta-Euro zeigen. Der D-Mark Wechselkurs zum Valuta-Euro beträgt 1:1. Der Drachme Wechselkurs zum Valuta-Euro beträgt 4:1.

    Das Prinzip lässt sich auf alle Euro-Staaten umsetzen. Was mit dem Valuta-Euro und den unterschiedlichen Wechselkursen geschieht, ist die Widerherstellung der Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Länder untereinander. Kein Land muss auf seine Souveränitäten verzichten. Und der Euro bleibt als Valuta-Euro für den internationalen Zahlungsverkehr bestehen.

  • Der Herr Schäuble auf dem Berliner Olymp hat keinen Kontakt mehr zur Realität vom Michel. Der ist total abgehoben! Und unterliegt dem Europa-Wahn, der bisher schon massenweise deutsche Werte vernichtet hat. Warum wohl gehen die Unternehmer und die sonstige Elite ins Ausland mit dem Geld? Genau! Weil man in Deutschland abgezockt wird von einem gnadenlosen Beamten-System, wie es sonst keines in Europa gibt!!! (außer vielleicht Österreich)

    50% der Deutschen, die Lohnsklaven, füttern 10% Beamte durch, die keinerlei Wertschöpfung erzeugen. Und es ist nicht genug, NEIN, die wollen die Steuern noch weiter erhöhen! Weil diese deutsche Regierung nicht mit Geld umgehen kann, sollen die 50%, die hier noch was bewegen noch stärker bluten. UNFASSBAR DIESE IGNORANZ IN DER BUNDESREGIERUNG, INSBESONDERE BEI HERRN SCHÄUBLE UND AUCH BEI FRAU MERKEL!

  • Statt Steuer-FBI schlage ich vor
    Behörde für Steuer und Abgaben Sicherstellung, kurz Stasi.

  • och @gaehn

    lesen Sie doch andere Kommentare. Dann müssen Sie sich auch nicht langeilen :)

    Und im übrigen kann mna vieles ausblenden...die braune Sosse sowieso. Je nach dem, welche Ideologie ich vertrete, gelle :-)

    Machen Sie sich mal hier schlau...passt Ihnen aber sicherlich nicht in den Kram.

    http://mantovan9.wordpress.com/2011/04/17/aktion-arbeitsscheu-reich-wehret-den-anfangen/

    Wahrscheinlich gehören sie auch zu solch einen Privilegierten. Der Angst hat vorm Untergang. Sonst würden Sie jedenfalls sachlicher diskutieren und nicht andere diffamieren. Die Fakten und vorallem die Historie spricht nämlich eine eindeutige Sprache!!!

  • Steuerzahler und die Hetze der Linken, den arbeitenden Mittelstand noch mehr zu schröpfen, gerät eigentlich jeder, der einigermaßen EK-Steuern zahlt unter den Generalverdacht der Steuerhinterziehung.

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    Ah ja...und Ihre Hetze gegen links ist schon sehr auffällig!! Wo haben Linke jemals den Mittelstand mehr besteuern wollen???!! Die LInken wollen die Reichen mehr zur Kasse bitten, aber nicht den Mittelstand.

    Wahrscheinlich wissen Sie gar nicht wer zum Mittelstand zählt.

    Es ist immer wieder auffälig wie hier verdeckte rechte Hetze gegen links erfolgt. Das ist lächerlich, da nur Fakten zählen!!!

    Also, wo sind Ihre Beweise @muunoy?!!!!!

  • @Freidenker, was Sie hier behaupten ist genau das: eine Behauptung! Gestern erinnerten Sie an Nostradamus "wahrlich ich sage euch, es wird Krieg geben...." Ihre ewigen Prophzeihungen und Besserwissereiene, die Sie mit irgendwelchen ungegründeten Hypothesen in den Raum stellen, ermüden, vor allen Dingen mit dieser Prise Überheblichkeit, die durch nichts gerechtfertigt ist, da es ja noch nicht mal von ihrem eigenen Mist stammt, sondern der grosse Krysimanski es gesagt hat.

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