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Steuerliches Sofortprogramm für Kleinunternehmen Handwerk macht Front gegen Steuerreformpläne der Industrie

Die anhaltende Diskussion über einen Vorschlag von BDI-Präsident Jürgen Thumann, reinvestierte Gewinne niedriger zu besteuern als ausgeschüttete Erträge, wird in anderen Wirtschaftsverbänden inzwischen mit Misstrauen verfolgt.

HB BERLIN. „Die Kleinunternehmen haben ganz andere Interessen als der BDI“, sagte Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH), dem Handelsblatt (Donnerstagausgabe). Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) unterstützt den Vorschlag des BDI, Bundesfinanzminister Hans Eichel (SPD) lehnt ihn mit Blick auf die leere Staatskasse ab.

Der ZDH schickte gestern ein „Steuerliches Sofortprogramm für Kleinunternehmen“ an die Bundesregierung. Darin schlägt er vor, nach österreichischem Vorbild alle im Unternehmen verbleibenden Gewinne bis 100 000 Euro nur mit dem halben Durchschnittssteuersatz zu belasten. Ebenfalls zur Verbesserung der schmalen Eigenkapitalbasis sollte die Umsatzsteuer für Umsätze bis eine Million Euro erst bei Bezahlung der Rechnung anfallen - heute liegt die Grenze bei 500.000 Euro.

Anders als bisher tritt der ZDH jetzt für die Abschaffung der Gewerbesteuer und entsprechende Zuschläge zur Einkommen- und Körperschaftsteuer ein. In einem ersten Schritt sollten die Substanzsteuer-Bestandteile der Gewerbesteuer beseitigt werden, etwa die Besteuerung von Dauerschuldzinsen. Kentzler begründete dies mit der schlechten Ertragslage im Handwerk, das nicht wie die Industrie vom Exportboom profitiere, sondern unter der schwachen Binnenkonjunktur leide.

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