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Steuerzahlergedenktag Ab wann arbeiten wir für den eigenen Geldbeutel?

Ab Montag arbeiten die Steuerzahler in Deutschland endlich für sich selbst, hat der Steuerzahlerbund errechnet. Doch das DIW widerspricht und ruft ein anderes Datum zum sogenannten Steuerzahlergedenktag aus.
07.07.2013 - 12:42 Uhr 14 Kommentare
Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes ging die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2013 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Erst ab Montag an bleibt von Lohn und Gehalt etwas übrig. Quelle: dpa

Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes ging die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2013 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Erst ab Montag an bleibt von Lohn und Gehalt etwas übrig.

(Foto: dpa)

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat Berechnungen des Steuerzahlerbunds widersprochen, wonach der 8. Juli der sogenannte Steuerzahlergedenktag 2013 sei. Von diesem Datum an können die Deutschen nach Steuerzahlbund-Angaben das, was sie in diesem Jahr erwirtschaften, auch für sich selbst behalten.

Der DIW-Steuerexperte Stefan Bach sagte dazu Handelsblatt Online: „Die Berechnungsmethode des Steuerzahlerbundes ist grundsätzlich fraglich und überschätzt die gesamtwirtschaftliche Abgabenquote deutlich, weil das Abgabenaufkommen auf das Volkseinkommen bezogen wird.“ Bei dieser gesamtwirtschaftlichen Einkommensgröße seien die indirekten Steuern bereits abgezogen. „Daher sollte man besser das Nettonationaleinkommen zu Grunde legen, das noch nicht um indirekte Steuern korrigiert ist. Dann liegt die gesamtwirtschaftliche Abgabenquote 2013 bei 45 Prozent, und der Steuerzahlergedenktag ist nicht Anfang Juli, sondern wäre schon auf den 13. Juni gefallen.“

Nach Berechnungen des Steuerzahlerbundes ging - rein rechnerisch - die bisherige Arbeitsleistung des Jahres 2013 komplett für Steuern und Sozialabgaben drauf. Demnach bleibt erst vom 8. Juli an von Lohn und Gehalt etwas übrig. Im Durchschnitt muss jeder Bundesbürger nach diesen Berechnungen 51,6 Prozent seines Verdienstes abführen.

Der Steuerzahlerbund ermittelt jedes Jahr den Steuerzahlergedenktag. 2012 fiel er ebenfalls auf den 8. Juli. Weil das vergangene Jahr jedoch ein Schaltjahr war, arbeitete man effektiv einen Tag länger für die öffentlichen Kassen. Die höchste Belastung war nach Angaben des Steuerzahlerbundes in den Jahren 1999 (54,5 Prozent) und 2000 (54,7 Prozent).

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    Kritisch sieht der Bund der Steuerzahler auch die gesamte aktuelle Legislaturperiode. „Ziehen wir Bilanz, dann müssen wir feststellen, dass vieles versprochen, aber nur wenig realisiert wurde“, sagte Verbandspräsident Reiner Holznagel der „WirtschaftsWoche“. „Gut sind die Entlastungen bei den Sozialabgaben, schlecht ist weiterhin die Höhe der steuerlichen Belastung.“

    Der Steuerzahlergedenktag am 8. Juli spiegelt einen volkswirtschaftlichen Durchschnitt wider. Betrachtet man einzelne Haushaltstypen, wird deutlich, wie unterschiedlich die Belastungen verteilt sind. Nach Berechnungen des Steuerzahlerbunds und der „WirtschaftsWoche“ muss beispielsweise eine vierköpfige Familie mit einem Verdiener und einem Haushaltseinkommen von 4190 Euro nur bis zum 21. Juni für den Staat arbeiten. Ein Doppelverdiener-Ehepaar mit zwei Kindern, einem Eigenheim und einem hohen Einkommen von 13.630 Euro braucht dagegen bis zum 22. Juli, um alle Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abzuzahlen.

    Ein Unternehmer, der mit seinem Betrieb 100 Millionen Euro umsetzt und 5,4 Millionen Gewinn erzielt, muss sogar bis zum 5. September für den Staat arbeiten. Selbst von einem Hartz-IV-Empfänger, der seinen gesamten Lebensunterhalt in Höhe des Regelsatzes von 382 Euro aus der Staatskasse erhält, fließen über die Verbrauchsteuern knapp 30 Prozent zurück an den Staat.

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    14 Kommentare zu "Steuerzahlergedenktag: Ab wann arbeiten wir für den eigenen Geldbeutel?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • "und kurz bevor man zum Notar geht, kommt der Kommunist und enteignet per Vermögen- oder Erbschaftsteuer. Und das kündigen sie auch noch vor der Wahl an..."
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      Was erwarten Sie von Kommunisten? Hauptsache, die Funktionäre können auf Kosten anderer in Saus und Braus leben (das zieht sich duch alle kommunistischen Regimes von der DDR bis Nord-Korea). Und ein merkwürdiges Verhältnis zu anderer Leute Eigentum haben sie offensichtlich auch: Das Löschen vom Bildern auf einer Kamera, die einem nicht gehört, ist eine strafbare Sachbeschädigung, vor allem, wenn eine Einwilligung zu den rein privaten Bildern vorlag! Ich hätte das zur Anzeige gebracht!
      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/linke-abgeordnete-wagenknecht-beim-hummer-essen-fotografiert-bilder-geloescht-a-523509.html
      http://www.focus.de/politik/deutschland/sahra-wagenknecht-auch-linke-duerfen-hummer-essen_aid_676262.html
      Wasser predigen, Champus saufen, der Kommunismus, wie er leibt und lebt!

    • Und davon erspart man sich ein wenig Eigenkapital, um irgendwann Wohneigentum als Altersvorsorge anzuschaffen und kurz bevor man zum Notar geht, kommt der Kommunist und enteignet per Vermögen- oder Erbschaftsteuer. Und das kündigen sie auch noch vor der Wahl an...

    • Dann geistern hier wohl wieder die üblichen Verschwörungstheorien durch die Gemeinde....

    • Was wird hier eigentlich stehen, wenn die AfD nach der Bundestagswahl noch nicht einmal über 5% gekommen ist?

    • Nein, im Grunde sind es fast immer über 60% Staatsquote, weil man bei den Abzügen immer vom "Sozialversicherungs Brutto" ausgeht, also ohne den Arbeitgeberanteil. Der Bruttolohn ist ja das "Sozialversicherungs Brutto", was der abhängig Beschäftigte irrtümlich immer als Bruttolohn bezeichnet, plus dem Arbeitgeberanteil. Wenn sie 60'000 EUR Sozialversicherungs brutto bekommen, dann ist ihr liegt ihr Bruttogehalt bei rund 85'000 EUR. Sie bekommen aber nur rund 30'000 netto ausgezahlt. 30/85=35%. Somit wird dem Lohnsklaven schon rund 65% seines Lohns durch Steuer und Zwangsabgaben in marode Sozialversicherungssystem abgeknöpft. Das reicht aber nicht. Denn von den 30'000 EUR die übrig bleiben, zahlt der mündige Bürge ja noch 19% Mehrwertsteuer. Sagen wir er gibt nur 15'000 EUR Mehrwertsteuerpflichtig aus, so muss er noch 3'000 EUR berappen. Also bleiben noch 27'000 EUR. Somit genehmigt sich der Staat rund 68% vom Bruttolohn. Und der arme Michel fragt sich, warum er immer arm bleibt, obwohl er Spitzenverdiener ist. *hihi

    • Es scheint die Menschen nicht zu jucken, dass sie vom Staat und seinen vielen Schmarotzern abgezockt und ausgebeutet werden. Die Leute wählen ja eh weiterhin die Systemparteien. Daher sollte sich niemand beschweren.

    • die letzte Woche im Monat ist für dem Arbeitnehmer, die 3 Wochen vorher sind Zwangsabgaben, Steuern, und Nahrung um wieder arbeiten zu können..

    • Ja sicher, weil die sozialabgaben ja auch uns überhaupt nicht zugute kommen und in produktpreisen steckt natürlich auch der bloße wert besagten produkts drin.

      Solche berechnungen sind ignoranter bullshit, populismus für die mittelschicht.

    • ludwig, der zahltag ist doch jeden tag da. oder warum kostet eine autoreparatur immer mindestens 1000,-? Warum merkt das keiner?

    • Sicher, man muss nur privat viel Auto fahren müssen, dann sind es locker 70% und mehr...

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