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Scholz und Geywitz

Das Kandidatenpaar erhielt in der ersten Abstimmung im Oktober die meisten Stimmen.

(Foto: dpa)

Stichwahl um SPD-Vorsitz Knapp 50 Sozialdemokraten erklären Unterstützung für Scholz und Geywitz

Einen Tag vor Beginn der Stichwahl um den SPD-Parteivorsitz erhält das Kandidatenpaar Olaf Scholz und Klara Geywitz weiteren Zuspruch.
18.11.2019 - 13:32 Uhr Kommentieren

Düsseldorf Eine Gruppe von SPD-Politikern hat in einem Offenen Brief ihre Unterstützung für das Kandidatenduo Olaf Scholz und Klara Geywitz erklärt. „Beide stehen dafür, die Politik der SPD auf die Zukunft und ihre Herausforderungen auszurichten“, heißt es in dem Schreiben, dass mit „Aus Verantwortung für die SPD und für unser Land“ betitelt ist und an diesem Montag veröffentlicht wurde.

Scholz und Geywitz stünden dafür, die Partei zusammenzuhalten und hätten gezeigt, dass sie reagieren wollen und regieren können. „Beide sind bereit und in der Lage Orientierung zu geben und zu führen, wo Führung nötig ist.“

Der Brief wurde von knapp 50 Sozialdemokraten verfasst. Zu den Unterzeichnern zählen unter anderem Gernot Erler, Staatsminister im Auswärtigen Amt (2005-2009), Marion Caspers-Merk, Parlamentarische Staatssekretärin im Gesundheitsministerin (2002-2005), Nicolette Kressl, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium (2007-2009), Peter Kurz, Oberbürgermeister von Mannheim, Rainer Arnold, Bundestagsabgeordneter (1998-2017), Professor Ernst-Ulrich von Weizsäcker, Präsident des Club of Rome (2012-2018) und Michael Brecht, Gesamtbetriebsratsvorsitzender Daimler.

Geywitz stünde für die Erneuerung der SPD, heißt in dem Brief. 30 Jahre nach dem Mauerfall sei es Zeit für eine Ostdeutsche an der Parteispitze. Scholz stünde „für den Anspruch der SPD auf das Kanzleramt“. Angesichts der derzeitigen Verfassung der Union sei es „fahrlässig, diesen Anspruch aufzugeben“.

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    Das ist ein Seitenhieb der Autoren gegen die Forderung Norbert Walter-Borjans. Der frühere NRW-Finanzminister, der in der Stichwahl zusammen mit Saskia Esken gegen Scholz und Geywitz antritt, hatte im Interview mit dem „Spiegel“ gesagt, die Partei solle in ihrer aktuellen Lage keinen Kanzlerkandidaten aufstellen. Scholz kritisiert dies.

    Die SPD-Mitglieder können ab Dienstag bis zum 29. November in einer Stichwahl über die neue Parteispitze abstimmen. Das Ergebnis wird am 30. November bekannt gegeben. Danach soll ein Parteitag die Gewinner bestätigen.

    Zuletzt hatten bereits zahlreiche prominente SPD-Politiker öffentlich ihre Unterstützung für Scholz und Geywitz erklärt. Darunter die früheren Parteichefs Franz Müntefering und Martin Schulz, die Bundesminister Heiko Maas, Hubertus Heil und Franziska Giffey, der niedersächsische SPD-Ministerpräsident Stephan Weil und der ehemalige Fraktionsvorsitzende Thomas Oppermann.

    Zu den Fürsprechern von Walter-Borjans und Esken zählen unter anderem Juso-Chef Kevin Kühnert und Thomas Kutschaty, SPD-Fraktionschef im nordrhein-westfälischen Landtag.

    Mehr: Der verwandelte Olaf Scholz: Punktsieg nach Überraschungsoffensive.

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