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Stichwort Rücknahme der Rechtschreibreform ginge nur einstimmig

Länderangaben zufolge kann die Rechtschreibreform nur durch einen einstimmigen Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder revidiert werden.

HB BERLIN. Nach der Ankündigung großer deutscher Verlage, zur alten Rechtschreibung zurückzukehren, haben zahlreiche Unions-Länder-Ministerpräsidenten die Rücknahme der Rechtschreibreform gefordert.

Länderangaben zufolge kann die Rechtschreibreform nur durch einen einstimmigen Beschluss der Ministerpräsidenten der Länder revidiert werden. Da sich jedoch SPD-Ministerpräsidenten wie etwa Kurt Beck aus Rheinland-Pfalz und Matthias Platzeck aus Brandenburg sowie ihr thüringischer Amtskollege Dieter Althaus (CDU) und die Kultusministerkonferenz gegen eine Rückkehr zur alten Rechtschreibung ausgesprochen haben, wird in Länderkreisen eine komplette Rücknahme der Neuregelung als unwahrscheinlich erachtet. In einigen Ländern wird jedoch nicht ausgeschlossen, dass es zu einem Kompromiss kommen könnte, der die neuen Rechtschreibregeln noch einmal modifiziert. Das Thema wird auf der Ministerpräsidentenkonferenz der Länder Anfang Oktober beraten.

Bei einer Rücknahme oder Änderung der Regeln in Deutschland müsste auch die zwischenstaatliche Vereinbarung mit den anderen deutschsprachigen Länder aus dem Jahr 1996 neu verhandelt werden. Damals hatten sich Deutschland, Österreich und die Schweiz sowie die Länder mit deutschsprachigen Minderheiten in der Wiener Erklärung auf die neue Rechtschreibung verständigt. Österreich und die Schweiz haben bislang kein Interesse an Änderungen gezeigt.

Von der Rechtschreibreform sind Experten zufolge im Durchschnitt rund zwei Prozent der Wörter eines Textes betroffen. 95 Prozent der Neuregelungen betreffen die Schreibweise von „scharfem S“ und „doppeltem S“. 80 Prozent des deutschsprachigen Schrifttums wird derzeit nach den neuen Regeln der Rechtschreibung gedruckt, die nach dem einstimmigen Beschluss der Kultusministerkonferenz am 1. August 2005 verbindlich sein werden.

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