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Stoiber bekräftigt Plan für Kinderbonus beim Rentenbeitrag SPD favorisiert Riester-Rente für Mütter

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Die Union will diese Ansprüche weiter ausbauen. Die CDU plädiert dafür, die Erziehungsrente je Kind auf 157 Euro zu verdoppeln. Die Mehraufwendungen beziffert die Partei mit 2,1 Mrd. Euro im Jahr 2010 ansteigend auf knapp 10 Mrd. Euro 2030. Sie sollen aus Steuermitteln und durch Einschränkungen der Witwenrenten aufgebracht werden.

Die CSU will am kommenden Montag ein eigenes Reformmodell vorlegen. Parteichef Edmund Stoiber kündigte bereits „eine zusätzliche Art Kinderrente“ an, die „pro Kind etwa 100 Euro“ betragen könne. Zusätzlich plant die CSU einen Beitragsbonus für Eltern von 50 Euro je Kind bis 12 Jahre. Dieses Vorhaben würde rund 5,6 Mrd. Euro jährlich kosten. Damit diese Kosten nicht sofort anfallen, wird in der CSU überlegt, die Regelung nur für künftige Neugeborene und damit schrittweise einzuführen.

Stoiber bekräftigte am Mittwoch in der CSU-Landesgruppe im Bundestag, die CSU wolle den Beitragssatz dauerhaft auf 20 % begrenzen und der Beitragsbonus solle innerhalb des Rentensystems, also nicht durch Steuern, aufgebracht werden. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird der Beitragssatz trotz der von der Regierung beschlossenen Renteneinschnitte und ohne einen Kinderbonus bis 2030 auf 22% steigen. „Wenn der Beitragssatz auf 20% begrenzt und dieser Kinderbonus bezahlt wird, wird dies zu einem absoluten Absturz des Rentenniveaus führen“, kritisierte Schaich-Walch. Damit werde das Versicherungsprinzip, nach dem die Höhe der Rente die Beitragszahlungen widerspiegele, „total durchbrochen“.

Kinderbonus im Alter?

Ist-Zustand: Erziehenden werden für jedes seit 1992 geborene Kind drei Beitragsjahre gutgeschrieben, für davor geborene Kinder ist es ein Jahr. Die Beiträge dafür bezahlt der Bund.
Soll-Zustand: Die CDU plädiert dafür, die für Erziehungszeiten gutgeschriebenen Beitragsjahre zu verdoppeln. Die CSU plant einen Beitragsbonus für Eltern von 50 Euro je Kind bis 12 Jahre, allerdings erst für in der Zukunft Geborene. Die SPD will die Familienförderung über Steuern finanzieren. Müttern, die wegen der Erziehung mehrerer Kinder ihren Beruf aufgeben, könnte der Staat den Aufbau einer privaten Riester-Rente finanzieren. Priorität hat aber der Ausbau des Betreuungsangebots, damit Frauen mehr Möglichkeiten erhalten, sich im Beruf höhere Rentenansprüche zu sichern.

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